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LEAD-Kolumnist Johannes Ceh (Foto: Thomas Dashuber)
leadfaces Kolumne New Work

Wie viele halbtote Slack-Kanäle brauchen wir noch?

Zusammenarbeit kann einen wesentlichen Beitrag zu Innovation beitragen. Doch einfach einen weiteren Slack-Kanal für jedes neue Thema anzulegen, ist kontraproduktiv. Warum die bewusste Auswahl und Nutzung von Collaboration Tools erfolgsentscheidend ist.

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Eine Untersuchung der Universität von Tennessee bestätigte bereits vor etwas mehr als drei Jahren die gängige Annahme, dass Kollaboration einen wesentlichen Beitrag zu Innovation leisten kann. Die positiven Effekte neuer Arten der Zusammenarbeit konnte beispielsweise P&G mit dem Entwicklungskonzept "Connect & Develop" für sich nutzen. Interessanterweise werden Collaboration Tools von Nutzern häufig mit neueren Plattformen wie Slack oder Asana assoziiert. Und das, obwohl bereits vor Slack nützliche Collaboration Tools entwickelt wurden. Dabei liefert die wohl bekannteste Arbeitsplattform Slack bei weitem nicht für jede Aufgabe das optimale Handwerkszeug.

Kollaborieren wir uns zu Tode?

Mit der Verbreitung von Slack hat in einigen Firmen ein sehr eingeschränktes Verständnis von Kollaboration Einzug gehalten. So habe ich immer wieder bei Unternehmen erlebt, dass die nahezu vorprogrammierte Entscheidung aus Meetings heraus lautet: "Lass uns einen Slack-Kanal für das Thema einrichten." Tim Leberecht fragt daher bewusst und zu Recht: "Inwiefern hilft uns dieses Hyper-Kommunizieren wirklich bei unserer Arbeit weiter? Wie viele halbtote und ungenutzte Slack-Kanäle brauchen wir noch? Kollaborieren wir uns selbst zu Tode?"

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Umso wichtiger ist die bewusste Auswahl und Nutzung von Collaboration Tools. Es lohnt sich, die Eigenheiten, Stärken und Schwächen der unterschiedlichen Plattformen zu verstehen, und die Vor- und Nachteile eines jeden Tools abzuwägen. Manche Tools sind chatorientiert, andere bilden ganze Wertschöpfungsketten ab und vereinfachen diese.

Entscheidend ist die Customer Experience

Bewusste Nutzung heißt auch zu verstehen, dass Collaboration Tools mehr können als die alten, angestaubten Intranet-Kommunikationskanäle. Wenn Mitarbeiter Raum zum Nachdenken haben und gleichzeitig zum offenen Austausch von Know-how motiviert werden, kann die Kraft der Community dazu genutzt werden, dieses Know-how gemeinsam weiterzuentwickeln.

Herausforderungen kann man am besten aus diesem gemeinsamen Schaffensprozess heraus begegnen. Einzelne Kanäle oder Interessen sind dabei nicht ausschlaggebend. Entscheidend ist die Customer Experience. Die unterschiedlichen Blickwinkel ergänzen sich, damit ein begeisterndes Kundenerlebnis geschaffen werden kann.

Johannes Ceh ist Speaker, Berater und Begleiter für Customer Experience Leadership. Er unterstützt Unternehmen an der Schnittstelle von Marktorientierung, Digitalisierung und Zusammenarbeit. Davor arbeitete der gelernte Journalist als Redakteur und Digitalstratege für Unternehmen wie Sport1, SKY, Springer & Jacoby, BMW, Daimler, JungvonMatt und Ogilvy. Aktuell arbeitet Johannes Ceh an einem Buch zu Customer Experience und dem damit verbundenen Wandel in Unternehmen.

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