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Jingle Bells Schon Im Septemberstock Adobe Com 180360784 Web
(Bild: stock.adobe.com)
Einzelhandel Shopping Mittelstand

Jingle Bells schon im September? Auf jeden Fall!

Es geht auf den Herbst zu. Für Händler heißt das: Höchste Zeit sich auf das Weihnachtsgeschäft vorzubereiten! Auch wenn uns der Gedanke an Spekulatius und Co. noch kalt lässt, zeigen die Analysen: Es ist allerhöchste Eisenbahn. Worauf ihr achten solltet und welchen Einfluss der Wandel im Kaufverhalten der Konsumenten auf eure Vorbereitungen haben sollte.

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Black Friday und Cyber Monday brachen schon 2017 in den USA alle Verkaufsrekorde. Auch in Deutschland entwickeln sich die beiden Aktionstage zu immer deutlicheren Spitzen im Weihnachtsgeschäft und Konsumenten planen sie zunehmend für ihr Weihnachts-Shopping ein.

Darüber hinaus wandelt sich das Einkaufsverhalten der Deutschen grundlegend, und zwar nicht nur in der wichtigsten Jahreszeit für den Einzelhandel, sondern auch beim alltäglichen Shopping. Omnishopping ist das Thema der Stunde und damit flexibles Wechseln von einem Gerät oder Kanal zum anderen. Für Händler ist es wichtiger denn je, sich auf diese neue Normalität einzustellen. Nur wer relevant bleibt, wird den Kunden von heute erfolgreich abholen. Wer die wesentlichen Trends kennt, ist dabei klar im Vorteil.

Trend 1: Das Weihnachtsgeschäft beginnt früher denn je

Bereits im vergangenen Jahr boten Händler Schnäppchen schon vor Black Friday an und dieser Trend wird sich 2018 noch verstärken. Frühzeitig angebotene Schnäppchen bewegen Kunden dazu, sich zeitiger mit dem Thema Weihnachtseinkäufe zu beschäftigen. Das Ergebnis ist ein ganzer Monat voller Deals anstatt nur eines Schnäppchen‑Tages beziehungsweise einer Schnäppchen-Woche. Händler, die vor Black Friday oder Cyber Monday einsteigen, heben sich ab und binden so Kunden. Das gilt auch in der Verlängerung der beiden Aktionstage. In den USA war der auf den Cyber Monday folgende Dienstag genauso stark wie Black Friday. Das zeigt: Händler sollten nicht unbedingt alles auf die beiden Karten Black Friday und Cyber Monday setzen. Die Kunden sind aufmerksam, kaufbereit und experimentierfreudig. Händler sollten es genauso halten!

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Trend 2: Cyber Week II – Weihnachten ist noch nicht Schluss

Die Woche zwischen Weihnachten und Neujahr ist seit jeher als eine der Hauptbuchungszeiten in der Reisebranche bekannt, der Handel unterschätzt dagegen ihre Bedeutung noch weitgehend. Dabei zeigen die Zahlen für Deutschland, dass die Sales in dieser Woche 23 Prozent über dem Monatsdurchschnitt im Oktober liegen; nach dem Rückgang an Heiligabend geht auch die Zahl der Websitebesucher nach oben.

Wir können somit von einer "Cyber Week II" sprechen. Zwar bleiben die Tage zwischen Weihnachten und dem Jahresende hinter den Höhepunkten der Vorwochen zurück, doch zeigen sie eine starke Performance. Der Hintergrund: Ausgestattet mit Gutscheinen oder einem aufgepäppelten Bankkonto gehen viele auf Einkaufstour und hoffen auf Online‑Schnäppchen. Für clevere Händler heißt das: Black Friday ist Pflicht, Cyber Week II eine spannende Option.

Trend 3: Mobile ist die neue Normalität

Es hilft kein Blick in die Kristallkugel: Wie genau die Weihnachtssaison auf Mobile abläuft, kann niemand mit Gewissheit sagen. Sicher ist jedoch, dass etwa die Hälfte der Käufe über das Smartphone erfolgen wird. Händler sollten deshalb sicherstellen, dass ihre Webseiten und Apps auf die Bedürfnisse der mobilen Nutzer zugeschnitten sind: Schnelle Ladezeiten, eine gute User Experience und ein einfacher Kaufabschluss sind nur einige entscheidende Faktoren.

Apropos Apps: Europäische Händler, die neben der mobilen Website eine Shopping App anbieten, generieren bereits 55 Prozent ihrer Online-Sales mobil; Händler ohne App dagegen nur 44 Prozent. Zudem überzeugen Apps mit einer dreimal höheren Conversion Rate gegenüber mobilen Websites. Höchste Zeit also, unsere Zurückhaltung gegenüber Apps in Deutschland endlich abzulegen.

Trend 4: Geteilte Freude durch aggregierte Daten

Wie eingangs erwähnt: Kunden lieben heute ein flexibles Einkaufserlebnis über alle Kanäle hinweg. Für die Händler heißt das: Wer herausstechen möchte, sollte seinen Kunden ein kanalübergreifendes personalisiertes Einkaufserlebnis bieten. Dafür brauchen Händler einerseits Daten, andererseits müssen sie auch in der Lage sein, diese Daten sinnvoll zu nutzen. Das gilt umso mehr für zunehmend mobil gekaufte Weihnachtsgeschenke (siehe Trend 3). Allerdings hadern Marketer häufig mit ihrer Daten‑Strategie sowie mangelnder Datenanalyse. Hier gilt es sich zu öffnen, Datenkollaborationen zu forcieren und den Nutzen aus aggregierten Daten zu ziehen: Ein gemeinsamer, riesiger Pool an Daten kommt nicht nur Händlern jeder Größe zu Gute, sondern auch den Nutzern – schließlich steigen so ihre Chancen, möglichst schnell das passende Geschenk zu finden.

Fazit: Omnishopping wirft alte Gewissheiten über den Haufen und fordern mehr Mut von Händlern. Auch wenn sich manche Trends erst herauskristallisieren, ist klar, dass diejenigen Händler punkten können, die frühzeitig auf den richtigen Kanälen Aufmerksamkeit generieren. Dabei sind Entscheider gefragt, die alte Pfade verlassen und etwas riskieren. Im harten Wettkampf um die Konsumenten ist das mehr als nur eine Überlegung wert.

Georg Sobczak leitet als Managing Director DACH das Geschäft von Criteo in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Als ein Mitarbeiter der ersten Stunde, startete Georg Sobczak vom Firmenhauptsitz in Paris aus das Deutschland-Geschäft des Unternehmens.

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