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(Foto: Robert Jahns)
LEAD 03/18 Instagram Fotografie

Was macht eigentlich ein... Instagram-Künstler?

Robert Jahns ist Digital Artist, Fotograf und Art Director. Der Hamburger wurde in die Liste der 50 besten Instagram-Fotografen gewählt. Auf der Plattform zählt er derzeit rund 1,2 Millionen Follower - mehr als Starfotograf Peter Lindbergh. LEAD hat mit Jahns über seine Arbeit, den kreativen Prozess dahinter und Instagram als Vertriebskanal gesprochen.

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Robert Jahns ist Digital Artist, Fotograf und Art Director. Der Hamburger wurde in die Liste der 50 besten Instagram-Fotografen gewählt und belegt in der Kategorie "Art" sogar den ersten Platz. Seine Methoden der digitalen Manipulation erzeugen überraschende Momente, die Menschen, die Natur und Bewegungen auf einzigartige Art und Weise inszenieren.

Jahns gehört zu den erfolgreichsten Bildkünstlern Deutschlands – auf Instagram zählt er unter dem Account @nois7 derzeit rund 1,2 Millionen Follower - mehr als etwa Starfotograf Peter Lindbergh. Im aktuellen LEAD Magazin 03/18 ist Robert Jahns als Beispiel eines erfolgreichen Instagram-Accounts mit einem seiner beliebtesten Kunstwerke vertreten - dem schwebenden Elefanten. LEAD hat mit Jahns über seine Arbeit, den kreativen Prozess dahinter und Instagram als Vertriebskanal gesprochen.

LEAD: Du bist einer der bekanntesten Fotografen auf Instagram. Wie bist du zur Fotografie und zur digitalen Bildbearbeitung gekommen?

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Robert Jahns: Ich fotografiere und bearbeite meine Bilder mittlerweile seit über 16 Jahren. So richtig für Fotografie interessiert habe ich mich, als sich mein Vater eine neue Digitalkamera gekauft hat. Die habe ich mir geschnappt und bin losgezogen. Ich habe dann eine längere Zeit in der Werbebranche gearbeitet, aber meine eigentlichen Leidenschaften waren dann doch immer die Fotografie, die Bildbearbeitung und das Reisen.

Was bedeutet Instagram künstlerisch für dich?

Jahns: Ich sehe Instagram seit einigen Jahren schon als große Chance an. Ich habe meinen Account gestartet, weil es mir wichtig ist, Feedback zu bekommen. Ich wollte immer schon, dass möglichst viele Menschen meine Arbeiten sehen. Heutzutage ist es mir möglich, Millionen Menschen weltweit zu erreichen, was mich immer wieder fasziniert.

Es ist wundervoll zu sehen, dass sich so viele Menschen durch meine Kunst inspiriert fühlen. Ich bekomme Kommentare, dass ich z.B. Menschen geholfen habe, eine Krankheit zu überstehen oder ein besseres positiveres Leben zu führen. Zu sehen, dass meine Kunst viele Menschen berührt, ist ein Geschenk für mich.

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Und welche Bedeutung hat die Plattform geschäftlich für dich?

Über die Jahre habe ich natürlich täglich viele Stunden investiert, um mich als Künstler zu etablieren und auf Instagram bekannt zu werden. Ich erreiche aktuell monatlich acht bis zwölf Millionen Menschen auf der ganzen Welt, das ist natürlich auch für Unternehmen interessant. Die meisten meiner Kunden schätzen das, was ich kreiere und wissen, was sie an Qualität bekommen, wenn sie mit mir zusammenarbeiten. Meine Bilder stechen aus der großen Masse heraus, da sie einzigartig und einprägsam sind. Das sind alles Faktoren, die natürlich für eine Zusammenarbeit sehr interessant sind.

Wie wählst du deine Motive aus? Gibt es bestimmte Kriterien?

Jahns: Meist entsteht erst die Idee in meinem Kopf. Daraufhin suche ich Bilder, die für die Kreation infrage kommen könnten. Technisch gibt es viele Kriterien, die ich beachte, damit im Endeffekt das Zusammenspiel der einzelnen Bilder auch funktioniert. Mir ist es sehr wichtig, dass ich mit meinen Bildern bestimme Emotionen im Betrachter auslösen kann. Farben spielen dabei eine große Rolle.

Wenn du ein Motiv gefunden haben, was sind deine nächsten Schritte?

Jahns: Alle nächsten Schritte passieren in der Nachbearbeitung am Computer. Im Kopf steht meistens schon das fertige Artwork, es geht dann darum, das Bild zu verwirklichen. Ich experimentiere viel mit verschiedenen Bildern herum und achte darauf, welche Zusammensetzung die passendste Wirkung hat. Eine Kreation kann hierbei zwischen zwei Stunden und mehreren Tagen dauern.

Welche Tools verwendest du?

Jahns: Als Kamerasystem bevorzuge ich Canon. Ich nutze die Canon 5D Mark IV mit diversen Objektiven, eigentlich ein passendes für jeden Einsatz. Am Computer arbeite ich mit Adobe Photoshop, Adobe Lightroom, diversen Smartphone Apps und einem Wacom Intuos Pro.

Hast du konkrete Tipps zur Bildbearbeitung?

Jahns: Ich kann jedem raten, viel zu experimentieren. Kopiert aber nie Konzepte von anderen Künstlern, denn das ist nicht gerne gesehen. Inspiration ist etwas anderes als zu kopieren. Originell sein ist das A und O. Wenn du eine Idee hast und nicht weißt, wie du diese umsetzen sollst, versuche trotzdem alles, um es tatsächlich zu realisieren. Auf dem Weg dahin machst du vielleicht viele Fehler, aus denen du wiederum lernst und du wirst neue Techniken der Bildbearbeitung entdecken, die dich immer besser werden lassen.

Welches Motiv hat dir am meisten abverlangt?

Jahns: Es gibt viele Motive die wirklich sehr aufwändig sind, an denen ich mehrere Tage gesessen habe. Dazu zählen z.B. das Motiv „Rainbow Umbrella“, bei dem hunderte Regenschirme zu sehen sind. Alle Schirme habe ich einzeln fotografiert und dann zusammengesetzt, alle Regentropfen einzeln per Hand eingearbeitet. Es hat etwa anderthalb Wochen gedauert, bis das Motiv dann tatsächlich fertig war. Ich stecke sehr viel Details und Liebe in jedes neue Werk und bin ein totaler Perfektionist, was meine Arbeit angeht.

Hast du selbst ein Lieblingswerk?

Jahns: Eines meiner Lieblingsbilder, was ebenfalls eines meiner aufwändigsten ist, ist „NYC Balloons“. Man sieht die Skyline von New York, darüber tausende Luftballons, die emporsteigen. Das Bild zaubert mir selbst immer ein Lächeln ins Gesicht, es ist einfach so farbenfroh und positiv.

Der Beruf des Fotografen befindet sich momentan im Wandel. Gerade auf Instagram tummeln sich Millionen Hobbyfotografen. Wie siehst du diesen Wandel und welche Herausforderungen bringt er für dich?

Jahns: Man sollte den Unterschied zwischen Hobbyfotograf und Profi kennen. Nicht jeder, der fotografiert, ist ein Fotograf – auch wenn er die Technik der Kamera beherrscht. Es gehört sehr viel mehr dazu, auch Dinge, die mit der Fotografie selbst nichts zu tun hat.

Der größte Teil meiner Arbeit besteht aus Marketing und Social Media. Ich präsentiere auf großen Bühnen in der ganzen Welt, veröffentliche im September mein Buch Traumwelten, gebe Interviews, plane Ausstellungen und bereise regelmäßig die Welt für meine Arbeit. Ich habe das Glück, dass meine Werke einzigartig sind, daher stehe ich dem ganzen Thema etwas lockerer gegenüber als vielleicht manch anderer.

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