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(Foto: Media Impact)
Influencer Influencer Marketing Hannah Klaiber

"Die Verliebtheitsphase im Influencer-Marketing ist vorbei"

Marken haben nach Ansicht von Stefan Mölling, Sales Director Digital bei Media Impact, lange genug mit Influencern gekuschelt. Was jetzt zählt, sind harte Zahlen und Professionalität. Beim Speaker Event in München wird beleuchtet, wie gutes Influencer-Marketing heute funktioniert und was morgen wichtig sein wird.

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Farina Opoku alias „Novalanalove“ gehört mit 864.000 Instagram-Followern zu den bekanntesten und erfolgreichsten Influencern Deutschlands.

„Ich wusste am Anfang nicht, was ich da mache. Ich habe in einer Boutique in Köln gearbeitet, Fotos geknipst und tatsächlich sind mir dann viele Kunden gefolgt“, erzählt Farina Opoku den Gästen im „The Flushing Meadows” in München. „Die Community wurde immer größer und größer und auf einmal kamen die Fragen: ‚Wie stylst du deine Haare oder dein Make-up und wo hast du die Kleidung her?‘“

Knapp 500 Millionen Dollar wurden mit Fake-Followern verbrannt

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Influencerin Farina Opoku beim Speaker Event in München (Foto: Media Impact)

Heute ist Farina Opokus ein beliebtes Gesicht verschiedenster Kampagnen und Marken, die gerne von der Bekanntheit der Kölnerin profitieren. „Bei Farina sind die Follower ganz organisch gewachsen“, erklärt Managing Director Jörn Mecher von der Influencer-Marketingagentur Intermate.

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(Screenshot: instagram/Novalanalove)

Gewiss keine Selbstverständlichkeit. „Eine neue Studie besagt, dass in den letzten Jahren knapp 500 Millionen Dollar mit Fake-Followern verbrannt wurden“, so Mecher. Deshalb prüfe Intermate sehr genau, wo die Follower der vermeintlichen Influencer herkommen und ob sie auffallende Peaks aufweisen. Wären an einem Tag 20.000 neue Fans hinzugekommen, liege der Verdacht nahe, dass diese „für 39,95 Euro auf Ebay gekauft wurden“. Über genaue Analysen der aktiven Follower seien Instagram-Bots relativ leicht zu identifizieren. „Die Namen sind oft nicht besonders kreativ und das Verhältnis zwischen Followern und Abos ist unausgeglichen.“

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Können Influencer die Ideen der Marken authentisch adaptieren?

Dass die Influencer „echt“ sind, reicht aber noch nicht. „Es geht um die persönlichen Stories, die Herausforderung, die richtige Person für die richtige Kampagne zu identifizieren und schnell mit ihr in Kontakt zu treten.“ Schließlich wolle man laut Mecher die Konzepte nicht im Elfenbeinturm ausarbeiten, sondern in direkter Absprache mit den Influencern. Wichtige Fragen hierbei: Sind die Marken für die Influencer interessant und können diese die Idee so adaptieren, dass ihre Community darauf anspringt?

„Am Ende hilft der eine dem anderen“, sagt Stefan Mölling, Sales Director Digital des Vermarkters Media Impact - und meint damit, dass Influencer von großen Brands profitieren – und andersherum. „Mit knapp 40 Millionen Unique Usern leiden wir Jungs und Mädels von Axel Springer nicht unter einem mangelnden Selbstbewusstsein. Doch gerade bei der jungen Zielgruppe helfen Influencer enorm.“ Bei allen relevanten Influencer-Kampagnen setzt Media Impact seit Mai 2018 auf die „Urzeitmenschen des Influencer-Marketings“ von Intermate.

Wie diese Hilfe aussehen kann, untermauert Mecher mit konkreten Zahlen. Gemeinsam mit Media Impact habe das Unternehmen kürzlich einen Influencer auf das Cover eines Magazins gebracht – der Verkauf konnte um 25 Prozent gesteigert werden. Zudem setze man verstärkt auf die Strategie der Content-Verlängerung über die Kanäle der Influencer. „Es gibt Beispiele, in denen diese Verlängerungen um 400 Prozent stärker performen. Wir glauben an Social Media-Content von Social Media-Creators im Social Media-Umfeld.“

"Da kommt noch mehr"

Dass die Influencer-Reise weitergehen wird, da ist sich Mecher sicher: „Heute haben wir einen signifikanten Anteil an Media-Budget, der auf Influencer geshiftet wird.“ Der Peak sei noch lange nicht erreicht, „da kommt noch mehr“. Für die Zukunft sieht der Managing Director vor allem langfristige Kampagnen zwischen Marken und Influencern. „Über die erste Verliebtheitsphase im Influencer-Marketing sind wir hinaus“, sagt Mölling. „Nun wissen alle Beteiligten genau, wie es läuft.“ Neben der Langfristigkeit sieht er künftig vor allem die Professionalität im Fokus großer Kampagnen. Unternehmen wünschten sich genaue Zahlen und Fakten. Sie wollten nicht mehr länger ins Blaue schießen, sondern die Wirksamkeit belegt wissen. Eine Anforderung, die von den Partneragenturen Media Impact und Intermate bedient würde.

Zwar fließt immer mehr Geld ins Influencer-Marketing, doch wer sich heute vornimmt, morgen von Instagram & Co. leben zu können, wird es laut Influencerin Farina Opoku schwer haben. „Das ist eine andere Intention als der Wille, den Followern wirklich hochwertigen Content zu liefern.“

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