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(Foto: OneTwoSocial)
Social Media Instagram Food

In zehn Schritten zum Foodporn

​Essen zieht auf Instagram, wenn es richtig in Szene gesetzt ist. Zum Erlernen dieser Kunst gibt es mittlerweile sogar Workshops mit Gastronomen, Unternehmen und Social Media-Agenturen.

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Food geht auf Instagram immer! Oder? Ja, Food geht immer. Aber nur, wenn das Essen auch richtig in Szene gesetzt ist. Zum Erlernen dieser Kunst gibt es mittlerweile sogar eigene Workshops: Gastronomen treffen sich hier mit Unternehmen und Social Media-Agenturen, um sich über Tipps und Tricks bis hin zum perfekten Instagram-Content im Live-Shooting auszutauschen. Vergangene Woche trafen sich so in München lokale Kochkünstler eines Burgerladens, einer Smoothie-Bar, eines Poke Bowl-Cafés sowie eines Coffeeshops mit der Agentur OneTwoSocial. Zehn Take-aways für gelungenen #foodporn.

1. Definiere deinen USP

Am Anfang muss man sich klarmachen, für was die eigene Lokalität steht: Was macht sie so besonders? Die meisten Gastronomen wissen bereits, was ihr USP ist, wissen aber nicht, wie man diesen am Besten in Szene setzt. Man stelle sich folgendes Szenario vor: Eine Lokalität bietet 150 verschiedene Vodka-Drinks an. Damit ist sie die einzige Bar in der Stadt mit solch riesiger Vodka-Cocktail-Auswahl. Folglich ist der USP: die riesige Getränkeauswahl. Was poste ich also auf Instagram, damit dieser UPS für alle sichtbar wird?

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(Foto: OneTwoSocial)

2. Lege deine Zielgruppe fest

Bevor man sich die Inhalte des Posts überlegt, muss man festlegen, an wen diese Inhalte adressiert sein sollen. Um dies herauszufinden, muss man sich die Frage stellen: Wer wird sich für das Angebot interessieren? Parameter, mit denen sich hierzu arbeiten lässt sind: Geschlecht, Alter, Ort, Lebenssituation, Beziehungsstatus, Locations und Interessen.

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3. Überlege dir genau, was du posten willst

Nun kann man von dem USP und der festgelegten Zielgruppe die Kernbotschaften ableiten. Wichtig ist hierbei, bei den grenzenlos scheinenden Möglichkeiten nicht den Überblick zu verlieren. Maximal vier Kernbotschaften sagen genau das aus, was man kommunizieren will. Denn weiß man selber nicht genau, was man sagen will, merken das die User meist schneller als man selbst. Zurück zum Beispiel der Vodka-Cocktail-Bar. Hier könnten die Kernbotschaften lauten:

  • Wir haben die größte Auswahl an Vodka-Cocktails
  • Vodka ist die vielseitigste Spirituose
  • Bei uns lernst du andere Vodka-Liebhaber kennen

4. Wähle die richtigen Themen aus

Nun kann man ins Detail gehen: Welche Themen ergeben sich aus den Botschaften? Auch hier ist es wichtig, nicht alle Themenfelder bedienen zu wollen. Die eierlegende Wollmilchsau hat auf Instagram einfach keinen Erfolg. Mögliche Themenfelder für Gastro-Accounts sind Team, Events, Lieferanten, Zutaten, Location oder das Essen/die Drinks selber. Wenn man die Eingrenzung anhand der Kernbotschaften vornimmt, kommt man beim Vodka-Cocktailbar-Beispiel zu den relevanten Themenfeldern: Drinks, Zutaten und Location.

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5. Kreiere Scroll-Stopper

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(Foto: OneTwoSocial)

Was man durch die Durchführung der ersten vier Schritte schafft, ist so simpel wie wichtig: Eine strategische Basis. Wenn Gastronomen ihren Instagram-Kanal stringent an dieser Strategie ausrichten, können Scroll-Stopper generiert werden. Was ist das? Unsere Aufmerksamkeitsspanne auf Instagram ist geringer als die von einem Goldfisch. Uns fällt es schwer, bewusst zu entscheiden, wo unser Daumen stoppt und liked und wo eben nicht. Daher buhlen Gastronomie-Accounts um die Aufmerksamkeit der User.

Wir können die Entscheidung beeinflussen! Und zwar durch ein paar einfache Tricks: Schaffe immer einen klaren Fokuspunkt bei deinen Bildern, auf den sich das Auge fokussiert. Halte die Botschaft simpel, ohne dabei langweilig zu sein. Spiegle mit deiner Bildwelt die Lebenswelt deiner Zielgruppe. Halte deine Texte kurz und knackig, sie müssen schnell zu erfassen sein. Nutze Hashtags, Emojis, GIFs und andere Instagram-Funktionen.

6. Produziere authentischen Content

Um die Aufmerksamkeit der User zu gewinnen, muss man Content posten, der zu den Usern passt. Authentisch wird der Content einerseits durch die stringente Umsetzung der Strategie, andererseits durch die kreative Nutzung der Instagram-Funktionen. Instagram Stories sind ein tolles Format, durch das Gastronomen mehr Nähe zu den Followern aufbauen können. Hier könnte im Fall der Cocktail-Bar ein Blick hinter die Kulissen helfen: vom Schneiden der Zitronen über das Mixen bis hin zur Dekoration. Um die Gastro-Stories noch authentischer zu machen, bietet Instagram außerdem Gadgets wie Sticker, GIFs, Umfragen etc., welche man unbedingt nutzen sollte.

7. Verleihe deinen Bildern den letzten Schliff

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(Foto: OneTwoSocial)

Wie hoch die Qualität der Bilder ist, hängt natürlich primär von dem genutzten Kamera-Equipment ab. Fotografiert man mit einer Spiegelreflexkamera und professioneller Beleuchtung, muss man die Bilder so gut wie nicht mehr bearbeiten. Aber auch mit minimalem Aufwand sind mit ein paar Tricks hochwertige Bilder möglich. Fotografiert man mit dem Smartphone, ist der Portrait-Modus unser Freund. Denn durch Tiefenschärfe im Bild schafft man den einen wichtigen Fokus, mit dem das Bild zum Srcoll-Stopper wird. Smartphone-Bilder sollten nachträglich minimal bearbeitet werden. Und das heißt nicht: Packe einen Instagram-Filter drauf und fertig! Apps wie Snapseed oder VSCO bieten diverse Möglichkeiten zur individuellen Bearbeitung. Man kann sich dort die Einstellungen speichern und so seinen eigenen Filter bauen, welchen man für alle Bilder verwenden kann.

8. Finde den geeigneten Zeitpunkt zum Posten

Wenn man dann tollen Bildcontent hat, muss man nur noch den geeigneten Posting-Zeitpunkt finden. Es ist natürlich nicht ratsam zu posten, wenn die User schlafen. 70 Prozent der Millennials planen online, wohin sie essen/trinken gehen. Und das meist erst eine Stunde, bevor sie in der Lokalität auftauchen. Wann postet man also bestenfalls? Wenn die User Hunger und Durst bekommen. Im Fall der Vodka-Bar wäre das also eher am Nachmittag oder Abend. Den Zeitpunkt, an dem die Follower am aktivsten sind, kann man mit einem Business-Profil in den Insights einsehen. Aber Achtung: Das ist NICHT zwingend der Zeitpunkt, an dem sie Essen und Getränke konsumieren wollen.

9. Spame deine Zielgruppe nicht zu

Die nächste wichtige Entscheidung für einen erfolgreichen Gastro-Account ist: Wie oft poste ich Bilder, Videos und Stories? Generell gilt die Regel: Spame deine Zielgruppe nicht zu. Denn jeder ist genervt, wenn er oder sie zu viel Content einer Seite angezeigt bekommt. Bei Gastro-Accounts ist man mit 3 bis 7 Posts pro Woche und 3 bis 5 Stories pro Tag im grünen Bereich. Zu wenig sollte man auch nicht posten, denn der Instagram-Algorithmus sieht eine regelmäßige Bespielung mit Content gerne und belohnt diese mit höheren Reichweiten.

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10. Reichweite mit Community-Management

Community-Management ist eine wunderbare Lösung, um zusätzliche kostenlose Reichweite zu gewinnen. Für Gastro-Accounts gilt das ganz besonders, da diese meist treue und interaktionswillige Follower haben. Und auch, wenn es sich um einen neuen Instagram-Account handelt, ist Community-Management wichtig, um seinen Followerstamm aufzubauen. Das bedeutet nicht nur zu reagieren, sondern aktiv den Dialog zu suchen.

In der Realität bedeutet das, nicht nur auf Privatnachrichten oder Kommentare zu antworten – sondern nach relevanten Hashtags zu suchen und Bilder von Usern zu kommentieren. Oder nach Orten zu suchen, welche sich in der Nähe der Lokalität befinden und dort User-Bilder zu kommentieren. Wenn man jedoch den Reichweiten-Zenith erklimmen will, sollte man zusätzlich Media-Budget in die Hand nehmen. Für Gastro-Accounts bieten sich verschiedene Werbeformen auf Instagram an, beispielsweise In-Story-Ads, Post Push oder Carousel-Ads. Der Clou an Instagram Ads: Durch den Einsatz von Media-Budget steigert sich nicht nur die Paid-Reichweite, sondern auch die organische Reichweite!

Zum Autor: Helge Ruff ist Gründer und Geschäftsführer der Social-Media-Agentur OneTwoSocial in München.

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