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Blockchain Smart City Kryptowährung

In Malaysia entsteht die Blockchain-Stadt Melaka Straits City

Die malaysische Küstenstadt Malakka liegt nicht nur an der wichtigen Seeroute "Straße von Malakka" und steht seit 2008 auf der Liste der Weltkulturerbe der UNESCO, sie wird in naher Zukunft noch viel mehr von sich reden machen: Als die erste Stadt in Asien, deren Infrastruktur komplett auf Blockchain-Technologie basiert.

Mit der Planung der smarten Stadt ist mit China Wu Yi eines der größten Bauunternehmen der Welt sowie das Investment-Netzwerk SWT International betraut. (Bild: iStockphoto)
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Sobald 120 Millionen US-Dollar an Investitionskapital eingesammelt sind, will Malaysia mit der Unterstützung der chinesischen Regierung eine ganze Stadt umstrukturieren. Die Hauptstadt der gleichnamigen Halbinsel Malakka soll dann zur "Melaka Straits City" und damit zu einem Ort werden, der ganz in der Hand von Blockchain-Technologie liegt.

Das Herzstück wird die DMI-Plattform sein, bezahlt wird per Mobile-App mit einem nativen Token, dem DMI-Coin. Auf der Website der Stadt wird die Peer-to-Peer-Kryptowährung als Kombination aus NASDAQ und Dow Jones für die Welt der Blockchain-Technologie bezeichnet, in die Investoren aus aller Welt mittels US-Dollar, Yuan oder Euro investieren können.

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Vor allem Touristen sollen in die Smart City strömen

Mit der Planung des Projekts ist mit China Wu Yi eines der größten Bauunternehmen der Welt sowie das Investment-Netzwerk SWT International betraut. Laut dem Nachrichtenportal „Cointelegraph“ verkündete der designierte Leiter, Lim Keng Kai, er wolle die „modernste Blockchain-Technologie“ in die bestehende Technologie integrieren, um Malaysia zu einem „weltweiten Touristenmagneten zu machen“. Malakka gehört schon heute zu den beliebtesten Destinationen von Malaysia-Touristen, die ihr Geld vor Ort natürlich in DMI-Coins umtauschen können.

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Selbstverständlich wird dafür gesorgt, dass sie diese auf vielfältige Weise wieder loswerden können. In einer Stadt, die auf 635 Hektar Land-, und auf 200 Hektar Meeresgebiet liegt und ausgestattet mit allem ist, wozu man im Urlaub viel Zeit und Muße hat: eine ganze Reihe von Golf- und Tennisplätzen, Rennstrecken, Konzertsälen, großen Einkaufszentren mit Duty Free-Bereich, einer zentral gelegenen Kulturstraße und dem größten Wasserpark in Südostasien.

An der Architektur der Stadt arbeiten Experten der CPG Corporation, die auch das Parliament House in Singapur und den Changi Airport entworfen haben.

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Die Chinesen weiten ihr Einflussgebiet aus

Die Beteiligung der Chinesen ist nur eines von mehreren Projekten, die sie im pazifischen Raum vorantreiben. Nach Port Moresby, die Hauptstadt des rohstoffreichen Papua-Neuguineas, sollen seit 2012 rund sechs Milliarden US-Dollar geflossen sein und auch in Malaysia versprechen sich die Chinesen Einfluss. Insbesondere, nachdem die USA aus dem Transpazifischen Handelsabkommen ausgestiegen sind, nutzt China seine Chance, seine eigene Position in der Region zu stärken.

Die Straße von Malakka gehört zu den meist befahrenen Meeresstraßen der Welt und ist für den internationalen Handel von solcher Wichtigkeit, dass sie auch als „Aorta des Indo-Pazifischen Raums“ bezeichnet wird. Ebenfalls in China hat der E-Commerce-Riese JD.com ein Smart City Research Institute gegründet, mit dem die Entwicklung von Smart Cities schneller vorangetrieben werden soll.

Mit der 2015 im Rahmen des Libertania Projektes gegründeten norwegischen Stadt Liberstad gibt es bereits eine Smart City, deren einziges Tauschmittel auf dem geschlossenen Markt eine Kryptowährung ist. Der „City Coin“ (CITY) ist kompatibel mit der Blockchain-basierten Plattform „City Chain“ und soll die Autonomie der Stadtgesellschaft von der Regierung sicherstellen. Einwohner können sich über eine App mit der City-Chain-Plattform verbinden und über das Dashboard verschiedene Funktionen nutzen, beispielsweise Initiativen ins Leben rufen oder abstimmen.

In Liberstad herrscht der sogenannte Anarchokapitalismus, doch der Trend zur Smart City zeigt sich auch unabhängig von solchen ideologischen Ausrichtungen. Laut einer Studie der International Data Corporation (IDC) werden in den nächsten Jahren weltweit 135 Milliarden Dollar für Projekte mit dem Ziel einer Smart City ausgegeben werden, und Beispiele dafür gibt es viele.

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Lead 3 Blockchain 1200X1200
Die nächste große digitale Revolution

Die Blockchain-Technologie soll nach der Erfindung des Internets die nächste große digitale Revolution werden. Aber kaum jemand kann erklären, was die Blockchain eigentlich ist. Dabei wird sie viele Bereiche im Leben grundlegend verändern - nicht zuletzt das Marketing. LEAD klärt im Bookazine 3/2018 auf.

Die Wüste lebt - mit Blockchain

Die Vereinigten Arabischen Emirate wollen Dubai bis 2020 in die erste auf Blockchain-Technologie basierende smarte Megapolis verwandeln. Um „Smart Dubai“ so schnell wie möglich realisieren zu können, hat die Regierung die Global Blockchain Challenge ins Leben gerufen, mit der die innovativsten Startups angelockt werden sollen.

In der Wüste von Nevada hat der Krypto-Millionär Jeffrey Berns über seine Firma Blockchains L.L.C. Ein Stück Land für 250 Millionen Dollar gekauft, das mit einer Fläche von 300 km2 drei Mal so groß wie München ist. Mit seiner Smart City, in der der Strom u.a. für das erste E-Sport-Stadium der Welt über die Blockchain fließen und ein Riesencampus für Programmierer entstehen soll, will er die „Macht der öffentlichen Blockchain aufzeigen“, erklärte Berns in einer Präsentation. Für die Stadt gibt es ein eigenes Identitäts- und Krypto-Custody-System, das auf sogenannten Executable Distributed Code Contracts basiert.

Auch Südkorea rüstet technologisch auf

Und im südkoreanischen Seoul haben sich die Köpfe hinter der bei Touristen beliebten Dongdaemon Fashion Town mit ihren 35.000 Geschäften mit dem Blockchain-Startup Waltonchain zusammengetan, um Transaktionen aus dem Einzelhandel, die Logistik, den Customer Service und das Store Management künftig über die Blockchain abzuwickeln.

Dazu passt, dass die südkoreanische Regierung schon im Juni 2018 Pläne vorgestellt hat, nachdem die Stadt Busan in ein Zentrum für Blockchain-Technologie umgewandelt werden soll. Oh Jung-geun, Sprecher des südkoreanischen Verbandes der Finanzdienstleister, sagte damals: „Wir brauchen einen Ort, an dem wir die südkoreanische Kryptobranche konzentrieren können, ähnlich wie im Schweizer Krypto-Tal.“

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