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Huawei-Gründer Ren Zhengfei weist Spionagevorwürfe zurück (Foto: dpa picture alliance)
Huawei China USA

Huawei-Gründer: "Die USA können uns nicht zerstören"

"Wenn die Lichter im Westen ausgehen, wird der Osten immer noch scheinen": Huawei-Gründer Ren Zhengfei spricht in einem BBC-Interview selbstbewusst über den Handelsstreit mit den USA - und bestreitet deren Spionagevorwürfe.

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Der Handelsstreit zwischen China und den USA spitzt sich zu: Es geht um nichts weniger als die Vormachtstellung im Tech-Bereich und somit auch darum, wer in Zukunft den größeren wirtschaftlichen und militärischen Vorsprung aufbauen kann. Die Wortwahl wird dementsprechend auf beiden Seiten immer martialischer - sogar bei dem eher bescheiden auftretenden Huawei-Gründer Ren Zhengfei.

"Die USA können uns nicht zerstören," sagte Ren Zhengfei jetzt in einem BBC-Interview. "Die Welt kann uns nicht versetzen, denn wir sind fortgeschrittener. Auch wenn sie (die USA; d. Red.) noch mehr Länder davon überzeugen, unsere Technologien vorübergehend nicht zu nutzen, können wir die Dinge immer noch ein wenig zurückschrauben."

"Wenn die Lichter im Westen ausgehen, wird der Osten immer noch scheinen"

In den USA darf beim 5G-Ausbau keine Technologie des chinesischen Tech-Riesen eingesetzt werden. Australien und Neuseeland haben ähnliche Verbote erlassen, Kanada überprüft noch mögliche Sicherheitsrisiken der Huawei-Technologie. In Deutschland und Großbritannien darf Huawei wahrscheinlich unter Auflagen beim 5G-Ausbau mitmischen. Die USA werfen der Firma vor, ihre Technologie dafür zu nutzen, um andere Länder für China auszuspionieren.

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Diese Vorwürfe weist Ren Zhengfei zurück: "Wir werden nicht wegen so etwas die Empörung unserer Kunden auf der ganzen Welt riskieren. Unser Unternehmen wird niemals Spionage-Aktivitäten durchführen. Wenn so etwas jemals geschehen würde, dann werde ich das Unternehmen schließen."

Auch zum Vormachtanspruch der USA findet er klare Worte: "Wenn die Lichter im Westen ausgehen, wird der Osten immer noch scheinen. Und wenn es im Norden dunkel wird, gibt es immer noch den Süden. Amerika repräsentiert nicht die Welt. Amerika repräsentiert nur einen Teil der Welt."

Auch interessant: Verfolgsrepublik China

Die Festnahme seiner Tochter sei "politisch motiviert"

Das Gespräch mit der BBC ist sein erstes internationales Interview seitdem Tochter Meng Wanzhou, die Finanzchefin von Huawei, in Vancouver auf Einwirken der USA festgenommen wurde. Die Vereinigten Staaten werfen ihr und Hauwei unter anderem Geldwäsche, Bankbetrug und Diebstahl von Geschäftsgeheimnissen vor. Ren Zhengfei sagte, dass die Festnahme "politisch motiviert" sei.

Auf der Münchner Sicherheitskonferenz vergangenes Wochenende attackierten die US-Delegation und US-Vizepräsident Mike Pence Huawei und China scharf. Wiederholt warnte Pence vor Huawei-Technologien beim 5G-Ausbau.

"Chinesische Gesetze verpflichten sie, dem großen Sicherheitsapparat Zugang zu allen Daten zu gewähren, die mit ihren Netzwerken oder ihrer Ausrüstung in Berührung kommen", warnte er.

Robert Work, bis Sommer 2017 Nummer zwei im US-Verteidigungsministerium, fand zum Thema künstliche Intelligenz noch deutlichere Worte über China: "Am End wird unsere KI gegen ihre KI kämpfen und die bessere gewinnt."

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