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How to Audio Video

How to: Guter Klang

Immer wieder interessant: Da spricht alle Welt davon, wie ein Video aussehen soll. Wie es sich anhören soll, wird dagegen kaum diskutiert. Deshalb gibt es im aktuellen How to eine kleine Handreichung: Welches Mikro und welches Zubehör zu welchem Zweck?

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Mikros für das Home-Studio

Wer sich ausstatten möchte, steht erst einmal vor der Qual der Wahl: Mikrofon und Headset in einem? Ein einzelnes USB-Mikro? Oder die ganz professionelle Lösung - Mikro plus Mischpult oder zumindest Audio-Interface? Wie immer lässt sich die Antwort auf solche Fragen nicht pauschal geben. Stattdessen gibt es zwei Kriterien, die ausschlaggebend sind.

Erstens: Was will ich überhaupt damit machen?

Und zweitens: Wie viel Geld kann und will ich dafür ausgeben?

Lösungen für Einsteiger, Fortgeschrittene und Profis

Lösung für Einsteiger: Mit einem Headset kann man schon ganz gut arbeiten. Es hat den Vorteil, dass man beide wichtigen Elemente, nämlich Kopfhörer und Mikrofon, in einem Gerät integriert hat. Hersteller wie Sennheiser oder Logitech (und daneben noch etliche andere) bieten solche Geräte an. Preislich bewegen sie sich in einer Größenordnung zwischen 30 und 50 Euro. Es gibt auch Headsets von Schwergewichten wie Beyer, da landet man aber schnell bei 300 Euro. Für den Einstieg ist ein durchschnittliches Headset ganz gut geeignet. Klangwunder darf man davon aber nicht erwarten.

Lösung für Fortgeschrittene: USB-Mikros sind eine gute Alternative für alle, denen das kleine Headset zu wenig kann und denen aber trotzdem das Profi-Equipment zu teuer ist. Klang-Puristen werden zwar vielleicht widersprechen. Aber tatsächlich bekommt man mit solchen Mikros sehr ordentliche Aufnahmen hin, die zum Beispiel für einen Podcast völlig ausreichen. Allerdings sollte man nicht zu sparsam sein. Mikros unter 100 Euro? Eher nicht. Ich persönlich verwende ein Rode-Modell, Preisklasse ca. 150 Euro.

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Lösung für Profis: Mikrofon mit Mischpult. Dabei ist das Mischpult alleine noch gar nicht so teuer. Gute Behringer-Modelle beispielsweise sind schon ab ca. 150 Euro zu haben. Mit einem Mischpult muss man allerdings arbeiten können - es erfordert Aufwand und auch ein gewisses technisches Know-how. Davon abgesehen: USB-Mikros lassen sich nicht an ein Mischpult anschließen, man braucht also extra XLR-Mikros.

Hinweis an die Technik-Freaks unter euch: Ich weiß, dass man theoretisch mit einer Adapter-Lösung USB auf XLR bekommt, aber das ergibt bei den zu erwartenden Qualitätsverlusten keinen Sin.

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Wie bitte?

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Die beiden wichtigsten Mikrofontypen: Kondensator oder dynamisch?

Wie so oft handelt es sich dabei um eine Glaubensfrage. Dynamische Mikrofone gelten als robuster und verhalten sich oft weniger rückkopplungsanfällig. Dafür sagt man Kondensator-Mikros eine höhere Empfindlichkeit, aber auch eine höhere klangliche Präzision nach.

Zuhause verwende ich deshalb ein Kondensator-Mikro. Unterwegs und in typischen Interview-Situationen ist mir ein dynamisches Mikro lieber. Vor allem dann, wenn ich es mit eher ungeübten Gesprächspartnern zu tun habe. Da verzeiht das dynamische Mikro weitaus mehr.

Auch interessant: How to: Livestream

Mikros für unterwegs

Etwas einfacher ist die Lage tatsächlich bei Mikrofonen für das Mobile Reporting. Zwar ist speziell bei iPhones die Sache mit den Anschlüssen etwas komplex, zumal es mittlerweile so aussieht, dass die Ära der Lightning-Anschlüsse schon wieder zu Ende geht und durch USB-C ersetzt wird. Kann (und muss) man in diesem Fall möglicherweise alles mit Adaptern lösen.

Die meisten Mobile-Mikros verfügen aktuell über Klinken, USB Mini- oder Lightning-Anschlüsse. Grundsätzlich: Vermutlich werden wir beim Thema Hardware und Anschlüsse in den kommenden Jahren noch einige Veränderungen erleben. Entweder du stellst dich auf regelmäßiges Kaufen von Adaptern ein. Oder du nimmst schulterzuckend zur Kenntnis, dass die Halbwertszeit deiner Mikros überschaubar groß ist.

Wenn man mobil unterwegs ist, kommt man theoretisch mit einem Mikro aus. Allerdings: Keine dieser Universal-Lösungen ist ohne Nachteil. Deswegen empfehle ich, mehrere Mikros für das mobile Aufnehmen in der Hinterhand zu haben. Selbst wenn mir klar ist, dass das Mitnehmen von mehreren Mikros auch ein Nachteil sein kann.

Die Vor- und Nachteile im Einzelnen:

Point-and shoot:

Der Name ist Programm, auch wenn er offiziell für Mikros nicht existiert, sondern eigentlich für Kameras gedacht ist. „Point and shoot“ beschreibt die Situation: Nicht lange aufbauen, justieren und pegeln müssen, sondern schnellstmöglich an den Start zu gehen.

Aufsteckmikrofone für Smartphones erfüllen genau diesen Zweck. Anstecken, starten und aufnehmen. Auch hier bewegt sich die Preisspanne vom 30-Euro-Gerät bis zum HighEnd-Mikro für 150 Euro. Auswahlkriterien: siehe oben. Am Mikrofon solltest du besser nicht sparen. Auch wenn ein höherer Preis nicht immer gleichbedeutend mit besserer Qualität ist. Aber den Unterschied zwischen einem 30-Euro-Gerät und einem Mikro für 150 Euro wird man immer hören.

Vorteil dieser Kategorie: Kann immer und überall schnell eingesetzt werden. Macht aus dem Smartphone in Sekundenschnelle einen ordentlichen Field Recorder.

Nachteil: Allrounder können das meiste gut, sind aber nirgends perfekt. Sie sind zudem für Griffgeräusche am Smartphone anfällig. Wenn man also beispielsweise ein Audio-Interview aufnehmen will, ist das eine echte Gefahrenquelle.

Geeignet für: alle, die unterwegs schnell was machen und nicht eine ganze Tasche voller Equipment mitschleppen wollen. Geht zudem für Video als auch Audio gleichermaßen gut.

Lavalier:

Leider kein selbsterklärender Begriff. Gemeint ist nichts anderes als ein Ansteckmikrofon. Klein und kaum sichtbar, dennoch (meistens) mit einer herausragenden Klangqualität. Es eignet sich immer dann, wenn eine Person sprechen und dabei nicht gerade ein Mikro in der Hand haben soll. Beispiel: Interviews oder auch Livestreams und Aufsager, bei denen du selbst im Bild bist und wegen eines Stativs oder eines Selfiesticks nur noch eine Hand frei hast. Lavaliers stören dann auch nicht im Bild, weil sie klein sind und sich sehr dezent anbringen lassen.

Die kleinen Mikros gibt es inzwischen für sehr kleines Geld, die billigsten kosten gerade mal 10 Euro. Nach meinen Erfahrungen bekommt man allerdings erst bei Modellen ab rund 50 Euro eine wirklich akzeptable Qualität. Und Lavaliers ab 100 Euro liefern wirklich ausgezeichneten Sound - da ist es dann auch fast egal, für welchen Hersteller du dich entscheidest. Du bekommst sie mit allen üblichen Anschlussvarianten.

Daneben gibt es auch diverse Adapter (beispielsweise von Rode), mit dem sich mehrere Geräte gleichzeitig anschließen lassen. Bisher bekannt sind mir allerdings nur welche, die in den immer weiter aussterbenden Klinkenanschluss passen. iPhone-Nutzer (ab iPhone 7) müssten demnach erstmal von Lightning auf Klinke umwandeln und dann noch einmal in mindestens zwei Mikros splitten. Ob das ein brauchbares Ergebnis liefert, ist fraglich.

Vorteil: Dezent, unauffällig, trotzdem bleiben die Hände frei. Hilft sehr bei Moderationen, Interviews, Aufsagern.

Nachteil: Funktioniert richtig zuverlässig nur dann, wenn ausschließlich eine Person im Bild sein soll. Kann man zwar theoretisch auch für Audios verwenden, ergibt aber nicht sehr viel Sinn.

Geeignet für: Videos mit Menschen wie Livestreams, Aufsager, Interviews.

Reportermikro:

Das klassische Mikro, wenn man als „Reporter“ unterwegs ist. Lässt sich flexibel einsetzen und hat zudem keine Empfindlichkeiten bei den Griffgeräuschen. Früher gab es solche Mikros meistens nur als Geräte mit XLR-Anschluss. Somit waren sie für den Einsatz mit Smartphones nicht zu gebrauchen.

Inzwischen aber ist das Mobile Reporting so gebräuchlich geworden, dass es auch Mikrofone gibt, die die entsprechenden Anschlüsse wie USB oder Lightning haben. Damit lassen sich klassische Reportersituationen mit dem Smartphone abdecken. Und auch hier gilt: Die Mikros gibt es schon vergleichsweise günstig, interessant wird es aber ab rund 100 Euro, Topgeräte kosten auch mal 300 Euro.

Vorteil: robust, flexibel, mobil einsetzbar.

Nachteil: Ist immer mit im Bild. Und wenn man alleine unterwegs ist, ist eine Hand schon mal blockiert.

Geeignet für: Reporter, die flexibel sein und sowohl alleine als auch in Gruppen agieren wollen.

Mikros für Aufnahmegeräte

Klingt auf den ersten Moment etwas ungewöhnlich – aber gute und mobile Aufnahmen kann man auch mit einem Field Recorder machen. Sie sind ebenfalls gut unterwegs einsetzbar und kommen oft auf bessere Ergebnisse als Smartphones. Die meisten bieten Anschlussmöglichkeiten für zwei externe XLR-Mikrofone.

Gute Handmics kosten zwar etwa 200 Euro, sodass man für ein volles Equipment schnell auf 600 bis 700 Euro kommt. Wer aber wirklich professionelles Audio machen will, entscheidet sich möglicherweise eher für diese Variante.

Zubehör

Windschutz: Kostet meist nur ein paar Euro und kann dennoch ganze Aufnahmen retten. Weil er nicht nur Wind- und Außengeräusche filtert, sondern auch etwaige Zischlaute beim Sprechen reduziert.

Stativ: Vor allem dann, wenn man das Smartphone zu einem Field Recorder umwandeln will, empfiehlt sich ein Stativ. Griffgeräusche können eine Aufnahme empfindlich stören.

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