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How to Tools Analyse

How to: Textanalyse

Ist mein Text gut lesbar? Dafür lassen sich immer häufiger Korrektur- und Analysetools als Entscheidungshilfe zu Rate ziehen. ​Vor allem Duden Mentor ist ein praktisches Tool, wenn es um die Bewertung von Texten geht. Wie es funktioniert, erklärt Christian Jakubetz im aktuellen How to.

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Vorsic ht der f olgende Absatz knnte dich irritieren. Erwurde auf gut Glück und hne Korrektur geschrieben. Würe man so etwas veröffentluchen hätte man dauerhaft ein echtes Problem.

Genau dafür gibt es Korrekturprogramme. Mit ihnen kann man seinen Text korrigieren lassen.

Zugegeben: Vermutlich jeder hat schon mal wahlweise geflucht oder gelacht, wenn ihm die Autokorrektur einen Strich durch die Rechtschreib-Rechnung gemacht hat. Davon abgesehen sind die meisten Programme ziemlich simpel gehalten: Sie entdecken Fehler, das war es. Ob ein Text gut lesbar ist, ob er Sinn ergibt - das wissen die gängigen Korrektur-Tools meistens nicht.

Auch interessant: How to: Audio im Text

Duden Mentor

Duden Mentor ist momentan mein Lieblings-Tool, wenn es ums Texten geht. Er hat zum einen eine übersichtliche Benutzeroberfläche. Zum anderen sind auch seine Lösungsvorschläge übersichtlich angeordnet und in den allermeisten Fällen ergeben sie auch Sinn. Ein Beispiel:

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Screenshot Duden Mentor

Das ist aber nicht alles. Duden Mentor erkennt auch, wenn man viele Füllwörter verwendet oder Sätze schreibt, die einfach viel zu lange sind, oder Satzzeichen vergisst. Das sieht dann so aus:

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Mentor2
Screenshot Duden Mentor

Das Tool achtet also nicht nur auf korrekte Rechtschreibung. Es analysiert auch, ob die Texte gut lesbar sind.

Meine eigene Erfahrung: Es ist gut, wenn jemand streng auf die eigenen Macken schaut. Selbst dann, wenn noch ein Redakteur Korrektur liest: Man spart sich und den Kollegen eine Menge Arbeit, wenn man sich beim Schreiben von einer Software disziplinieren lässt.

Grundsätzlich gibt es für die Verwendung zwei Möglichkeiten. Man schreibt entweder den Text in einem Textverarbeitungsprogramm und lässt ihn dann via Copy & Paste von Duden Mentor überprüfen. Oder aber man schreibt seinen Text direkt bei Duden Mentor. In beiden Fällen lässt sich der korrigierte Text mit einem Klick in die Zwischenablage kopieren und dann beliebig weiterverwenden.

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Wie bitte?

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Kosten, Verwendung und Nachteile

Duden Mentor ist einfach zu bedienen und bisher kostenlos. Man kann, muss sich aber nicht registrieren.

Drei Einschränkungen, die man vorher kennen sollte:

1. Den Mentor gibt es bisher nur online. Gäbe es ihn auch als Plug-in, beispielsweise für Word, ich würde ihn sofort kaufen.

2. Die maximale Textlänge beträgt aktuell 1500 Zeichen. Das ist ein bisschen lästig, wenn man bei längeren Texten mehrfach das Browserfenster leeren und die bisher geschriebenen Zeichen manuell in ein anderes Dokument umkopieren muss.

3. Man kann Texte oder Projekte nicht speichern. Das ist, wenn man an längeren Texten arbeitet, ein wenig mühsam.

Aber da es sich um eine Betaversion handelt, besteht Hoffnung, dass aus dem netten kleinen Tool eine echte Arbeitserleichterung wird.

Weitere Textanalyse-Tools

Für Wordpress-Nutzer gibt es ein gutes Plug-In von Yoast. Es analysiert nicht nur die SEO-Fähigkeit des Beitrags, sondern auch die Lesbarkeit des Textes. Yoast geht dabei deutlich weiter als Duden Mentor.

Interessanter Versuch, den ich mal unternommen habe: einen Text bei Mentor schreiben und dann bei Wordpress von Yoast checken lassen. Bisher gab es immer Bestnoten.

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Screenshot Yoast

Wer seinen Text lediglich auf Lesbarkeit und SEO analysieren lassen will und nicht Wordpress nutzt, ist bei Textanalyse-Tool gut aufgehoben. Das Tool befindet sich aber ebenfalls noch in der Beta-Phase und bietet keine Rechtschreibprüfung.

Dagegen ist Wortliga schon fertig produziert, bietet aber in der kostenlosen Version nur Texte bis 1500 Zeichen an.

Weitere Angebote gibt es bei Languagetool.de. Die Funktionen sind okay, allerdings kostet die Nutzung, wenn man mehr will als eine schnelle Überprüfung, 59 Euro im Jahr. Es gibt auch noch eine Plus-Version, die sich aber nur für größere Unternehmen lohnt.

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