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How to Kolumne Tools

How to: StoryMap

Komplexe Zusammenhänge erklären, eine lange Geschichte überschaubar machen – das gehört den komplexesten Aufgaben im digitalen Storytelling. Das Tool "StoryMap" macht diese schwierige Aufgabe vergleichsweise einfach lösbar.

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In dieser Kolumne habe ich öfter mal Projekte des "Knight Lab" vorgestellt (beispielsweise hier und hier und hier). Die "Northwestern University" in Chicago und San Francisco entwickelt im Rahmen dieses Labs immer wieder Tools, die mich zum Staunen bringen. Weil sie so sind, wie digitales Storytelling sein soll: einfach in der Anwendung, vielfältig in den Möglichkeiten.

StoryMap, das Tool, um das es heute gehen soll, erfüllt diese Kriterien weitgehend ebenfalls. Allerdings kann die heutige Folge nicht funktionieren ohne einen kleinen Warnhinweis: Zumindest an einer Stelle ist StoryMap ein kleines bisschen komplexer als die anderen KnightLab-Sachen. Das sollte dich allerdings nicht irritieren. Weil es erstens trotzdem gut nutzbar ist und weil zweitens diese eine Stelle nur eine Option, keineswegs aber ein Muss ist.

Was ist StoryMap überhaupt - und wofür braucht man das?

Jeder irgendwie was mit Medien machende Mensch kennt das: Es gibt so komplexe Themen, dass es schwer ist, sie zu erzählen. Sie zusammenfassen, sie trotzdem lebhaft zu halten und so zu schildern, dass das auch den Anforderungen des multimedialen Zeitalters gerecht wird – das wird in solchen Fällen schnell zur Herausforderung. Für einem ersten Einstieg bzw. zur Erklärung der grundsätzlichen Idee hinter StoryMaps eignet sich ein Projekt mit Karten dennoch am besten.

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Genau für solche Fälle ist StoryMap gedacht. Lass dich nicht vom Namen irritieren: Etwas in Form von Karten zu schildern ist dort eine Option, aber kein Muss. Für einem ersten Einstieg bzw. zur Erklärung der grundsätzlichen Idee hinter StoryMap eignet sich ein Projekt mit Karten dennoch am besten.

Die Idee ist also: Leg ein Projekt an (Achtung, wie immer bei KnightLab: Google-Konto erforderlich). Dann bekommst du eine Übersicht, die so aussieht:

Howto Storymap 1

Hier kannst du das Projekt betiteln, diverse Einstellungen auswählen und sogenannte Slides hinzufügen. Bevor du einen solchen Slide hinzufügst, wirst du gefragt, wo er (geographisch gesehen) passieren soll. Ich habe mich in diesem Fall für einen ganz simplen Texteintrag entschieden. Und ich habe ergänzend noch ein YouTube-Video dazugepackt. Beides geht ganz simpel und gibt dann nach kurzer Zeit das folgende Ergebnis:

Howto Storymap 2

Für den User wird die Seite später dann so aussehen:

Howto Storymap 3

Das „Medium“ auf der Seite hätte genauso aber auch ein Foto oder ähnliches sein können; StoryMap bietet hier eine Reihe guter Möglichkeiten. Du kannst nicht nur deine eigenen Medien verwenden, sondern auch aus verschiedenen externen Quellen (Wikipedia, Twitter, Vimeo) einbetten bzw. verlinken. Und dann? War es das prinzipiell auch schon.

Grundsätzlich ist StoryMap ähnlich aufgebaut wie Powerpoint. Das heißt, dass du für jede neue Station dieser "Map" eine weitere Folie anlegst und sie dann wie zuvor beschrieben gestaltest. Zwei Dinge solltest du bei aller Einfachheit trotzdem berücksichtigen: Der Mensch liebt Abwechslung, ganz egal ob bei Powerpoint, StoryMap oder anderen Dingen. Die verschiedenen Folien sollten also nicht immer nach dem gleichen Schema gestaltet sein. Nachdem das Tool dazu jede Menge Möglichkeiten gibt, sollte das auch kein Problem sein.

Halt die ganze Geschichte simpel und überschaubar! So sehr, wie der User Abwechslung mag, so sicher wirst du ihn verlieren, wenn du ihn mit Informationen überforderst. Idealerweise begreift der Nutzer sofort, um was es geht – und was du ihm sagen willst.

Ein paar Beispiele

Eine interessante Verknüpfung zwischen Daten und Videos, auf die man bei dem Thema auf den ersten Blick gar nicht kommt: die teuersten Fußball-Stars der Geschichte (ist allerdings schon aus dem 2016, deswegen fehlen da ein paar Namen). Und für alle, die es ein bisschen komplexer mögen: Der gesamte Plot von „Game of Thrones“ existiert ebenfalls als StoryMap. Bei diesem Projekt wird auch mit den eingangs beschriebenen hochauflösenden und deshalb etwas komplexer zu produzierenden Hintergrundbildern gearbeitet. Die Erstellung und Verwendung solcher „Gigapixel“ wird hier aber anschaulich erklärt.

Jakubetz empfiehlt

Wie immer bei den Knightlab-Projekten: Mit vergleichsweise geringem Aufwand kommt man zu sehr ansehnlichen Ergebnissen. Würde ich mir in jedem Fall in die Produktions-Bookmarks legen.

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