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How to Instagram Social Media

How to: Stories

Instagram, Facebook, WhatsApp, Snapchat - überall werden Geschichten erzählt. Tipps, Tricks, Kniffe für bessere und erfolgreichere Stories gibt LEAD-Autor Christian Jakubetz im aktuellen How to.

(Grafik: LEAD)
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Es gibt verblüffend viele Stories, die handwerklich schlecht gemacht und inhaltlich so müde sind, dass man sich wundern muss, warum sich das jemand anschauen soll.

Was ist eine Story überhaupt?

Die ursprüngliche Idee (die danach etliche Male mehr oder weniger unverschämt kopiert wurde) stammt von Snapchat. Dort war diese Funktion im Kontext der App ziemlich sinnvoll. Nachdem bei Snapchat Fotos im Regelfall ja nur kurz aufploppen und User ansonsten immer lediglich Inhalts-Fetzen zu sehen bekämen, kam man irgendwann auf die Idee, dass sich aus diesen kleinen Fetzen auch ganze Geschichten machen lassen. Naheliegend ist das ja: Aus vielen kleinen Bestandteilen eines Tages wird irgendwann mal die Geschichte dieses Tages. Die Story war geboren.

Story = Geschichte. Ist so simpel und anscheinend doch so schwer. Das, was man heute häufig vorgesetzt bekommt, hat mit "Geschichte" kaum etwas zu tun. Oft werde ich den Verdacht nicht los, dass da jemand belangloses Zeug postet, das er selbst in seiner eigenen Timeline nicht sehen will.

Deshalb ein paar eherne Regeln des Geschichten-Erzählens, auch wenn sie dir möglicherweise etwas arg konservativ vorkommen mögen (sie haben aber auch im Zeitalter der sozialen Netzwerke ihre Berechtigung):

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1. Hast du wirklich eine Geschichte zu erzählen oder sind es doch nur ein paar bunte Schnipsel? Falls letzteres der Fall ist: Überleg dir, ob deine Follower das wirklich sehen wollen.

2. Hat die Geschichte einen Zusammenhang, einen roten Faden, eine Aussage? Wenn nicht: Finde sie!

3. Natürlich ist es schön, wenn alles blinkt und quietschbunt ist. Aber nur dann, wenn deine Zielgruppe der Schulhof ist. Denk also an deine Zielgruppe und auch daran, dass bei allen Verlockungen von Filtern und Effekten weniger manchmal deutlich mehr ist.

4. Mehrwert! Hast du einen oder erzählst du einfach irgendetwas?

5. Die äußere Form: Auch wenn Stories bewusst kein High-End-Produkt sein müssen: Wenn es ruckelt, wackelt, unscharf ist und womöglich noch zischt und kracht, schadet dir das eher als dass es hilft.

Story heißt: Mehrere Bestandteile

Es passiert mir immer wieder: Ich schaue mir eine "Story" an und diese Story besteht aus einem Bild oder einem Mini-Video. Zwar sind sie mit Filtern und Effekten aufgepeppt, aber am Ende ist es eben doch nur ein Bild oder ein Video. Wenn du also nur ein Bild oder ein Video hast – mach ein ganz normales Posting daraus. Zur Story wird es etwas nur, wenn es eine sichtbare zeitliche, räumliche und inhaltliche Weiterentwicklung gibt.

Storys lassen sich idealerweise zu einem Format bzw. zu einer Rubrik weiterentwickeln. Dazu brauchst du ein paar Konstanten, die sich aber vergleichsweise leicht finden lassen.

Personen: Im guten alten Fernsehen nannte man das Moderator, heute würde man eher von einem Host sprechen. Wie auch immer. Natürlich sind Menschen nach wie vor der Kopf und auch das Gesicht eines Formats. Such dir also jemanden, der gut erzählen kann. Natürlich kannst du das auch selber sein. Sei aber trotzdem selbstkritisch genug, um im Zweifelsfall zu erkennen, wenn du kein geborener Host bist. Das macht nichts, nicht jeder ist zum Moderieren geboren.

Zeiten: Auch das kennt man aus der alten Medienwelt: Immer zu einer bestimmten Uhrzeit etwas machen. Morgens, mittags, abends – oder sogar auf eine bestimmte Zeit fixiert, die 20-Uhr-Insta-Tagesschau beispielsweise. Mit ein bisschen Kreativität und Ausdauer lässt sich so etwas schön machen.

Orte: Du erzählst eine Geschichte regelmäßig vom selben Ort. Keine Sorge, das müssen nicht gleich die Malediven sein oder andere Orte, an denen sich vor allem Influencer produzieren. Das kann auch nach einem bestimmten Meeting, aus einer Produktionsstätte oder aus dem Chefbüro sein.

Konstanz ist also ein wesentlicher Faktor. Selbst dann, wenn man mit einem so kleinen "Format" wie der Story wahrgenommen werden will.

Persönlichkeit ist alles - aber nicht inszenierbar

Bei Stories geht es mehr denn je um Persönlichkeit. Und spätestens da wird es kritisch. Weil wir uns - speziell in allen Branchen, die mit Kommunikation zu tun haben - in einem stetigen Wettkampf um Aufmerksamkeit befinden, neigt der eine oder andere womöglich dazu, das zu tun, was Schauspieler "Overacting" nennen. Noch cooler, witziger, schöner. Noch mehr von allem. Und damit: viel zu viel.

Das aber macht keine Persönlichkeit aus. Wenn es nicht so klischeebeladen wäre, würde ich dir Authenzität empfehlen. Einfacher gesagt: Sei du, das ist das Einzige, was du wirklich kannst. Schauspieler und Selbstdarsteller haben wir gerade in sozialen Netzwerken ausreichend viele.

Standorte angeben, Hashtags einsetzen

Wo bist du überhaupt und zu welchem Thema erzählst du etwas? Diese Fragen gehören eigentlich zum kleinen Einmaleins des Social-Media-Publishings. Nutze die Standortfunktion und suche dir einen vernünftigen Hashtag. Die Erfahrung zeigt, dass das vor allem den Nutzerzahlen guttut.

Interaktion: Du bist nicht alleine auf der Welt

Noch etwas aus dem kleinen Einmaleins: Im Netz kann und soll man interagieren. Du bist immer Sender und auch Empfänger. Allerdings entsteht Interaktion nicht von alleine. Ein bisschen etwas kannst und musst du schon auch dafür tun. Es ist wie bei Thema Livestream: Stelle Fragen, mach einen call to Action, trage irgendwie dazu bei, dass ein Gespräch in Gang kommt.

Das ist wie im echten Leben: Smalltalk oder auch ernsthafte Gespräche entstehen nicht von selbst. Einer muss den Anfang machen, im Zweifelsfall der Gastgeber selber. Wenn du deine Stories dauerhaft etablieren willst, reicht es nicht aus, sie einfach nur zu versenden. Gib den Leuten einen Grund, auch beim nächsten Mal wieder "einzuschalten". Das auch aus einem anderen simplen Grund: Je mehr Interaktion auf deinem Account, desto besser ist das für deine Präsenz. Der Algorithmus, du weißt schon …

Jakubetz empfiehlt

Nur weil etwas einfach zu erstellen ist, heißt das nicht, dass alles andere daran auch einfach ist. Das gilt für kaum etwas mehr als für Stories (egal ob bei Instagram oder den anderen Kanälen, die das Feature anbieten). Je ausgefeilter dein Konzept, je gründlicher deine Vorbereitungen sind, desto besser. Mach dir also einen Plan und setze ihn konsequent um.

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