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Grafik: Zoltán Kenyik)
How to Smart Speaker Audio

How to: Smartspeaker und Hearables

Audios spielen in einer Welt der zunehmend smarten Lautsprecher und der immer intelligenter werdenden Kopfhörer eine wichtige Rolle. Höchste Zeit, darüber nachzudenken, wie man sich dieses Thema zunutze machen kann. Deswegen in unserer How-to-Reihe: Smartspeaker und Hearables.

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Sprachsteuerung, Smartspeaker und Hearables machen gerade aus dem bisher eher drögen Thema Audio eine völlig neue Welt. Weil da eine ganze Menge Dinge zusammenkommen, die für den Nutzer die Welt einfacher machen.

Das Thema Audio war (und ist) bisher verteilt über viele verschiedene Kanäle und Plattformen. Natürlich kann man Radio hören, sich irgendwo ein paar Podcasts einsammeln und Sprachsteuerung bzw. Smartspeaker sind nun auch nicht mehr so neu, dass man sie in die Kategorie Innovation packen müsste. Mit diesen Speakern, mit Hearables und Sprachsteuerung wird aus den losen Enden jetzt aber endlich ein Komplex gemacht. Die These:

Sprechen und Hören wird unsere Digitalwelt stärker beeinflussen als alles andere!

Oder anders gesagt: Vermutlich wird es nicht mehr lange dauern, bis wir Älteren für die Idee ausgelacht werden, mit klobigen Fingern irgendwelche Suchanfragen, HTML-Codes und www-Adressen einzutippen und dann auf ein befriedigendes Ergebnis zu warten. Bis wir „www“ getippt haben, hat eine gute KI schon lange eine Antwort auf unsere Frage gefunden.

Zu steile These? Nein. Vermutlich unterschätzen wir sogar nach wie vor die Beschleunigung des Sprachgebrauchs zu Hause und auf dem Handy.

Dazu kommt: Sprachfähige KI-Assistenten expandieren auch über andere Geräte, insbesondere in Autos und auf Smartphones und PCs. All dies wird die Unterbrechung von Radioprogrammen erhöhen und die Nutzung von On-Demand-Audio stimulieren.

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Natürlich kann man sich jetzt fragen: Alles schön und recht, aber was haben wir als Medienmenschen damit zu tun?

Mit welchen Inhalten reagieren wir darauf?

Der „Digital News Report 2018 “ des Reuters Institute gibt darauf eine ziemlich eindeutige Antwort. Die in der Umfrage befragten Medienunternehmen sagen, dass sie mehr in audio-basierte Medien wie Podcasts (58 Prozent) und Experimente mit kürzeren Formaten (58 Prozent) investieren werden, die auf den neuen Plattformen heimisch sind. Diese Initiativen werden wichtiger als längere Formate (47 Prozent) und mehr als doppelt so wichtig wie Virtual Reality (25 Prozent) eingestuft.

Kurz gesagt: Es geht nicht mehr nur darum, dass man Beiträge produziert, die man sich irgendwann anhören kann. Sondern darum, Audios zu produzieren, die ein User in einem ganz bestimmten Moment abrufen will. Menschen aus dem Marketing und mit einer gewissen Affinität zu Anglizismen nennen das „High Intent Micro Moment“.

Wie bei allen Themen, so verschwimmen allerdings auch bei diesem Thema zunehmend die Grenzen zwischen Mediengattungen und Endgeräten.

Die Spracheingabe ist zwar rund dreimal schneller als die Eingabe auf einem mobilen Gerät, aber die Sprachausgabe ist weit weniger effizient als das Lesen von einem Bildschirm. Deshalb haben inzwischen Smartspeaker teilweise auch Displays; bestes Beispiel ist der „Echo Show“ von Amazon.

Interessant also: Man muss, wenn man im Jahr 2018 an das Thema Audio in KI und Smartspeakern denkt, auch visuell planen.

Sind Alexa und Co. nicht viel zu dumm für richtig intelligente Nutzung?

Ok, zugegeben, wenn man sich beispielsweise die mittlerweile in die Jahre gekommene Siri so anhört, dann kann man sich schon mal fragen, welchen Nutzen das alles haben soll. Schließlich wirft Siri meistens nur irgendwelche Links aus dem Web aus, versteht vieles nicht oder falsch und ist eher ein lustiges Gimmick als eine intelligente Lösung.

Aber ein paar kleine Beispiele zeigen, was man mit ein bisschen Kreativität inzwischen machen kann – nämlich sehr viel mehr als irgendwelche Zweiminüter.

Die BBC beispielsweise hat eine interaktive Science-Fiction-Komödie namens „Inspection Chamber43“ entwickelt, in der die Zuschauer mit ihren eigenen intelligenten Lautsprechern eine Rolle in der Geschichte spielen.

„Share the Facts“ konsolidiert eine Reihe von in den USA ansässigen Faktenprüfern zu einem einzigen Alexa-Service, der auf Fragen antwortet. Der Trend geht also zu sprachgesteuerten Bots, die Fragen beantworten oder auf neue Weise interagieren, nicht zuletzt, weil Tools wie Dexter es einfach machen, bestehende Text-Bots in Alexa-Fähigkeiten umzuwandeln.

Selbst wenn man so weit gar nicht gehen will: Für Medien und Unternehmen gibt es inzwischen so viele Standard-Anwendungen, dass es kaum möglich ist, sie alle hier aufzuzählen. Ob Nachrichten, der nächste Lieferservice oder die Frage nach einer Zugverbindung: Eintippen muss heute kein Mensch mehr etwas.

Für welche Geräte und Plattformen muss ich produzieren?

Wie so oft im Netz: Einer ganz vorne dran, die anderen hecheln hinterher. Bei Sprachsteuerungen und seinen Erweiterungen ist es eindeutig Amazon. Angeblich hält Amazon bereits rund 70 Prozent des Marktes. Der Konzern verfügt über die größte Auswahl an Geräten, die meisten Skills/Apps (15.000+) und die meisten Integrationen mit anderen Herstellern durch die Alexa-Spracherkennungs-Engine.

Klar, Google spielt eine Rolle, Facebook irgendwann mal auch und sogar Apple darf man nicht unterschätzen, wenn es der Konzern endlich schaffen sollte, Siri konkurrenzfähig zu bekommen.

Diese Geräte verändern bereits das Verbraucherverhalten, von dem vor allem die Medieninhalte profitieren. Der Smart-Audio-Bericht von Edison Research zeigt, dass 65 Prozent der Gerätebesitzer mehr Musik hörten, mit deutlichen Zuwächsen bei Nachrichten, Podcasts und Hörbüchern.

Und wie geht das alles weiter?

Hearables, das könnte das nächste große Ding werden. Ein schönes Beispiel sind die Airpods von Apple. Am Anfang eher belächelt, gehören sie aktuell zu den Umsatzbringern. Eine ganze Reihe von Konzepten beschäftigt sich damit, die Idee des „Kopfhörers“ neu zu denken. Sie können dann buchstäblich alles sein – ein intelligenter Coach und Begleiter durch den Tag.

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