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How to Smartphone Fotografie

How to: Smartphone-Kamera aufrüsten

Mit ein paar Apps lässt sich das Smartphone beinahe zur DLSR-Kamera umfunktionieren. LEAD-Autor Christian Jakubetz erklärt im aktuellen How to, wie du die bisher der Spiegelreflex-Kamera vorbehaltenen Funktionen auch auf das Handy bekommst.

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Mittlerweile kann ein gutes Smartphone beinahe mit Spiegelreflex-Kameras mithalten. So können Smartphone-Nutzer immer häufiger Einstellungen wie die Blende oder die Belichtungszeit beim Fotografieren auch manuell vornehmen. Die mitgelieferten Kamera-Apps sind mit ihren Bordmitteln zwar noch recht eingeschränkt. Mit zusätzlichen Apps für ein paar Euro kannst du aber dein Handy so ausstatten, dass es mit den Funktionen fast mit der großen DLSR konkurrieren kann.

Warum sollte ich aufrüsten?

Viele Handy-Kameras liefern beim Fotografieren schon ordentliche Ergebnisse. Warum also zusätzlich Apps laden und sich mit ihnen auseinandersetzen? Nun ja, wenn du eine ordentliche Kompaktkamera hast, fragst du dich dann, warum du jetzt eine schwere und komplexe DLSR kaufen sollst?

Wenn du mit den Bildern der Kompaktkamera zufrieden bist: alles gut, lass es dabei. Wenn du aber bestimmte Effekte in deine Fotos bringen möchtest, dann musst du zu individuellen und manuellen Einstellungen greifen. Auch wenn viele Algorithmen und Vor-Einstellungen schon sehr gut geworden sind.

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Focos: Bokeh-Effekte und simulierte Objektive

Focos bietet eine ganze Menge der handelsüblichen Spielereien: Filter, Effekte - alles, was man bei Instagram und Snapchat sieht.

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Interessant an Focos sind aber vor allem zwei Funktionen: die verblüffenden Bokeh-Effekte und die Verwendung von zahlreichen simulierten Objektiven. Bokeh ist übrigens japanisch - und bezeichnet die gewollte Unschärfe im Hintergrund oder manchmal auch Vordergrund eines Fotos.

Kleines Beispiel: Dieses Foto am Fernbahnhof des Frankfurter Flughafens habe ich mit Focos aufgenommen. Das Bild habe ich direkt in der App bearbeitet und dann mit den gewünschten Bokeh-Effekten dort auch abgespeichert.

  • B1
    Vorher (Foto: Jakubetz)
  • B2
    Nachher (Foto: Jakubetz)

Mit den Effekten lässt sich übrigens auch Bewegungsunschärfe in Bildern erzeugen, in denen gar keine Bewegung ist. Das sieht dann so aus:

  • B3
    Vorher (Foto: Jakubetz)
  • B4
    Nachher (Foto: Jakubetz)

Dieses ebenso intensive wie dennoch einfache Arbeiten mit Bokeh kenne ich aus keiner anderen App (Weiterführende Hinweise sind aber wie immer gerne willkommen). Selbstverständlich kann man mit Focos auch ganz normale Fotos ohne jeden Effekt machen, aber speziell hier spielt sie ihre Stärken aus.

Zumal sie andere Dinge wie die iOS-Kamera-App leider nicht kann. Kein Pano, kein Video. Sie ersetzt also nicht die konventionelle App, sondern ist eine gute Ergänzung.

Focos gibt es bisher nur für iOS und ist in seiner sehr rudimentären Basisversion kostenlos. Daneben kann man sie für einen Monat, ein Jahr oder lebenslang kaufen. Die lebenslange Version kostet rund 10 Euro. Und: Sie setzt Dual-Lens-Cameras und somit mindestens das iPhone 8 voraus.

Pro Camera: Wie das Smartphone fast zur DLSR wird

Wenn man das Smartphone endgültig zur Beinahe-DLSR pimpen will, empfiehlt sich vor allem Pro Camera.

Belichtung, Fokussierung, Belichtungszeit, Weißabgleich und Empfindlichkeit lassen sich manuell regeln. Nutzt man trotzdem die Automatik, lassen sich die Punkte, auf die Fokus und Belichtung ausgerichtet sind, sehr leicht auswählen. Pro Camera kann also wie eine DLSR alles: komplett automatisch, halb automatisch, voll manuell.

Daneben bietet die App noch ein paar andere Dinge, die normalerweise den großen Kameras vorbehalten sind – unter anderem auch die Möglichkeit, Bilder als TIFF zu speichern (aber Vorsicht, die Bilder sind ungefähr zehnmal so groß wie ein JPEG und fressen entsprechend Speicherplatz).

An den Beschreibungen und daraus resultierenden Konsequenzen merkt man allerdings schnell: Pro Camera ist nichts für Smartphone-Nutzer, die schnell, zuverlässig und ohne großes eigenes Zutun solide Bilder haben wollen.

Wer aber Lust und vor allem das Können hat, Bilder ganz individuell zu gestalten, für den ist Pro Camera eine echte Freude. Und ja, auch das: wieder ein Grund weniger, die DLSR mitzuschleppen. Für mich persönlich gilt: Meine DLSR habe ich nur noch bei langen Reisen oder aufwändigen Reportagen bei mir, die wirklich hochwertiges Foto- und Videomaterial erfordern. Alles andere geht mit dem Smartphone.

Pro Camera kostet 6,99 Euro (In-App-Käufe möglich), sowohl iOS als auch Android.

Auch interessant: How to: Fotos in ungewöhnlichen Formaten

Jakubetz empfiehlt

Es gibt inzwischen großartige Kamera-Apps. Aber die eine, die alles kann, die mich immer und überall zufriedenstellt, habe ich noch nicht gefunden. Deswegen habe ich insgesamt sieben verschiedene Foto-Apps auf dem Smartphone. Weil jede einzelne von ihnen in sehr speziellen Situationen dem Allrounder überlegen ist.

Neben Focos und Pro Camera habe ich noch Warmlight, Adobe Lightroom, Slowshutter, Camera plus und Photoshop Express.

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