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(Grafik: Uli Kurz)
Mobile Tools How to

How to: Mobile Reporting (III)

Medien machen – das ist immer auch eine Sache der Organisation. Für Mobile Reporting gilt das ganz besonders. Weil man ja dort potenziell Kameramann, Aufnahmeleiter, Autor, Fotograf und Livereporter in einem ist. Und das geht nun mal nicht nebenher und ohne entsprechendes Zusatzequipment. Heute im letzten Teil der Mobile-Reporting-Reihe: Warum man mit einer Tasche und ein bisschen Zubehör fast alle Probleme lösen kann.

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Was geht außer Video noch mobil?

Natürlich erstmal nahezu alles. Schließlich ist ein Smartphone ja nichts anderes als ein sehr kleiner Computer. Man denkt halt immer nur sehr häufig erstmal an Videos, wenn man von Mobile spricht. Tatsächlich gehen (natürlich) Fotos, aber auch Audios und inzwischen zunehmend häufiger Inhalte für soziale Netzwerke. Vor allem das Thema Social Media darf man nicht unterschätzen, wenn man vom Thema Mobile spricht. Facebook und Co. werden nun mal sehr gerne mobil genutzt und bilden ab, was gerade irgendwo in Beinahe-Echtzeit passiert. Schnell und mobil Inhalte nutzen – da ist die Produktion via Desktop ja fast schon ein Widerspruch in sich.

Was braucht man dafür?

Prinzipiell sind soziale Netzwerke sehr leicht mit deren hauseigenen Apps zu bespielen. Solange man also nur ein bisschen Foto, ein kleines Video oder einen Text posten will, reichen die Apps von Facebook, Instagram und Twitter völlig aus. Sogar Livestreams gehen damit inzwischen ziemlich komfortabel. Das war es dann aber auch schon. Sobald man ein bisschen editieren will, stößt man an Grenzen.

Das gilt vor allem für Fotos und da wieder für die beliebten Share-Pics. Dafür haben auch die handelsüblichen Kamera-Apps noch keine Lösung gefunden. Ich arbeite deshalb sehr gerne mit den Spark-Apps von Adobe. Damit lassen sich sowohl kurze Videos als auch Bilder so gestalten, dass sie Social-Media-gerecht sind. Und das sehr einfach und komfortabel auch vom Handy aus.

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Die Apps sind kostenlos und schon alleine deswegen einen Versuch wert. Klar kann man sich auch irgendwelche Einzellösungen zusammenfriemeln, aber alles in allem hat Adobe, ob man den Laden nun mag oder nicht, das bisher überzeugendste Gesamtpaket gebaut.

Und ja, natürlich sind die gestalterischen Möglichkeiten eingeschränkt. Aber hier geht es vor allem um Schnelligkeit und Mobilität. Wer etwas Ausgefeiltes will, ist immer noch mit dem Graphiker seines Vertrauens am Desktop am besten bedient.

Welche Apps nimmt man für Fotos?

Die meisten Smartphones sind mit einer ordentlichen App ausgestattet. Damit bekommt man die meisten Sachen ganz gut hin. Aber auch hier gilt: Wenn man ein kleines bisschen mehr will, stößt man schnell an Grenzen. Deswegen kommt jetzt ein kleiner Überblick über potenzielle Alternativen, die Reihenfolge stellt keine Wertung dar.

  • Snapseed: Hübsches Ding von Google. Intuitiv zu bedienen. Ein guter Kompromiss für alle, denen die Smartphone-App zu wenig, andere Lösungen aber zu überladen sind. Kostenlos für iOS und Android.
  • Adobe Photoshop Express: Das Adobe-Adäquat zu Snapseed. Auch hier gilt: Geschmackssache, was man bevorzugt. Was den Umfang und die Funktionen angeht, sind sie sich ähnlich. Ich arbeite übrigens deutlich lieber mit Lightroom von Adobe, aber das ist schon wieder ein bisschen komplexer. Kostenlos für iOS und Android.
  • Warmlight: Eine bisher noch eher unbekannte App, die aber eine ganze Menge kann. Besonders gut: Man kann statt der Automatik auch relativ viele und dennoch einfach zu handhabende manuelle Einstellungen vornehmen. Weil sich erstens ja auch mal die beste Automatik irren kann, und weil man zweitens ja gelegentlich auch andere Einstellungen als die automatischen haben will. Kostenlos für iOS und Android (In-App-Käufe möglich).
  • Camera plus: Wäre bis vor noch gar nicht so langer Zeit meine Alternative zu den großen Playern am Markt gewesen. Ist immer noch eine sehr gute Foto-App, vor allem für Makros. Mittlerweile finde ich aber Warmlight überzeugender. (nur iOS, kostet 3,49 Euro).
  • Slow Shutter: Prima App für Langzeitbelichtungen. (nur iOS, kostet 2,29 Euro).

Grundsätzliche Anmerkung: Natürlich gibt es mittlerweile etliche Foto-Apps. Und natürlich ist es völlig unmöglich, alle vorzustellen und zu bewerten. Diese Auswahl hier erhebt deshalb nicht den Anspruch, auch nur im Ansatz vollständig zu sein.

How to: Mobile Reporting

Hier findest du Teil 1 und Teil 2 der "How to: Mobile Reporting"-Reihe.

Was sollte man sonst noch dabei haben?

Klar bedeutet Mobile Reporting zunächst einmal, mit leichtem Gepäck unterwegs zu sein. Allerdings: Wenn es zu leicht wird, wird es schnell auch mal unprofessionell. Und das ist das Schlimmste, was passieren kann.

Drei Sachen sind unerlässlich, wenn man profesionell und mobil unterwegs sein will:

Eine gute Tasche zum einen. Weil sich am Ende des Tages soviel Kleinkram ansammelt, dass man sich dann doch wieder organisieren muss. Ich habe immer einen Rucksack dabei, der neben dem üblichen Angebot an Taschen auch noch einen USB-Anschluss und ein Kabel für den Anschluss einer Powerbank integriert hat. Weil in einem Rucksack gerade Kleinteile aber auch gerne mal unkontrolliert durch die Gegend fliegen, habe ich mir für zehn Euro nochmal eine kleine Tasche zugelegt, die extra für solchen Kleinkram ausgelegt ist: Mikrofone, Kabel, SIM- und Speicherkarten und nebenher auch noch für ein kleines Ersatz-Smartphone, wenn mal alle Stricke reißen sollten.

Zweitens: Ein ordentliches Point&Shoot-Mikro. Ganz egal, welches, Hauptsache ihr habt eines dabei (siehe auch die Folgen Video und Audio, wo es ja immer wieder mal auch um Mikros ging). Ohne Mikros seid ihr aufgeschmissen, ganz im Ernst. Und die Dinger sind mittlerweile so platzsparend und kostengünstig, dass es absurd wäre, gutes Mobile Reporting wegen 100 Euro zu ruinieren.

Und schließlich: irgendwas für die Stabilität. Ein Ministativ, ein manuelles Gimble, ein Selfiestick, ein Jogpod, egal was. Aber wenn man wirklich etwas Vernünftiges aufnehmen will, egal ob Video oder Audio, dann geht das dauerhaft nicht alleine aus der Hand.

Kurzum: Es empfiehlt sich, immer eine gepackte Mobile-Reporting-Tasche greifbar zu haben. Kostet nicht die Welt und erleichtert das Arbeiten sehr. Und überhaupt: Jeder „richtige“ Fotograf oder Kameramann hat eine gepackte Equipment-Tasche bei sich – und ihr wollt den Kram irgendwo in die Jackentasche stecken?

Zum Autor:Christian Jakubetz ist Journalist, Berater (Jakubetz&Laban) und Dozent.

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