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Bild: LEAD
How to Kolumne Mobile

How to: Mobile Conversions

Zeit ist Geld. Nirgendwo zählt dieser Satz mehr als im mobilen Netz. Wie man entscheidende Millisekunden und damit bessere Conversions herausholt, erklärt LEAD-Autor Christian Jakubetz im aktuellen How to.

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Die mobile Webseite schneller machen? Klingt nach irgendwas, was man irgendwann angehen kann. Dann, wenn man mal Luft hat. Und das ist bekanntlich: nie. Doch eine langsame mobile Webseite kostet bares Geld. Zumindest, wenn man irgendwas verkaufen will. Aus diesem Grund, sollte man die Optimierung auch lieber nicht zu lange aufschieben. Die gute Nachricht: Bessere Conversions sind kein Hexenwerk und lassen sich mit ein paar Tricks durchaus schnell erzielen.

Die 1-Sekunde-Regel

User sind ungeduldig. Daran wird sich auch nichts ändern, weil gerade im Netz technische Verbesserungen schnell als normal vorausgesetzt werden. Kann sich noch jemand daran erinnern, als Webseiten mit 3G durch das Netz zuckelten? Findet man heute eher lustig, war aber damals das Maß aller Dinge und ist gerade mal gute zehn Jahre her (nimmt man UMTS HSPA als Maßstab).

Inzwischen gilt als eiserne Regel: Eine mobile Webseite, die eine längere Ladezeit als eine (!) Sekunde hat, ist (zu) langsam. Vor allem, wenn man damit etwas verkaufen will. Das klingt nicht nur brutal, das ist es auch. Allerdings zeigen Studien sehr deutlich: Die Conversion Rates sinken signifikant, wenn die Ladezeit über eine Sekunde beträgt. Und nicht nur das: Experten gehen inzwischen davon aus, dass beim Kampf um mobile Umsätze bei den Ladezeiten sogar schon Millisekunden eine Rolle spielen. Kurz gesagt: Ein potenzieller Kunde, der etwas kaufen will, erwartet Echtzeit-Geschwindigkeiten. Warten ist für ihn einfach keine Option mehr.

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Wie kommt man dahin?

Die wenn schon nicht gute, dann wenigstens tröstliche Nachricht: Mit diesem Problem stehst du nicht alleine. Nach aktuellen Messungen scheitern 95 Prozent aller deutschen mobilen Webseiten an dieser magischen Grenze. Trotzdem muss man diese Sache angehen, weil der User nicht geduldiger wird – und vermutlich auch die Mitbewerber irgendwann mal anfangen werden, das Problem zu lösen. Derzeit beträgt die durchschnittliche Ladezeit mobiler Webseiten in Deutschland knapp drei Sekunden. Von den 250 bekanntesten Domains schaffen es der Studie zufolge gerade mal acht unter die 1-Sekunden-Grenze (am schnellsten war übrigens demnach booking.com mit 0,8 Sekunden).

Schritt 1: Status Quo ermitteln

Erst einmal muss man herausfinden, wie schnell die eigene Webseite mobil überhaupt ist. Das geht zum Beispiel mit einem Tool von Google, das praktischerweise nicht nur eine Ladezeit und ein ungefähres Ranking auswirft, sondern auch noch konkrete Empfehlungen zur Verbesserung dazu gibt. Eine Alternative für alle, die Google nicht so mögen: Webpagetest.org
Nach dem Ermitteln kommt das Ziel: Du musst dir ja nicht gleich die Sekunde als Maßstab nehmen, aber eine deutliche Verbesserung sollte schon drin sein.

Schritt 2: Techniken wie AMP nutzen

Accelerated Mobile Pages (AMP) hat sich in den letzten Jahren als ein Standard für mobile Webseiten entwickelt. Die Ladezeiten von statischen Webseiten werden dabei deutlich kürzer. Das funktioniert, indem sie über das Google-Netzwerk ausgespielt werden und somit wichtige Sekunden bei der Übertragung von Informationen und Inhalten sparen.

Es gibt allerdings ein paar Dinge zu beachten und auch Abstriche in Kauf zu nehmen. Für den Aufbau einer Webseite gibt es spezielle AMP-Vorgaben, die unter anderem eine feste Struktur von HTML und AMP-Tags vorgeben. CSS-Styles müssen innerhalb des HTMLs definiert werden und dürfen maximal 50KB groß sein. Formulare, bei denen Besucher Kontaktfelder ausfüllen, oder eigene JavaScript-Funktionen können nicht integriert werden. Vor allem die beiden letzten Einschränkungen sind bedenkenswert.

Gottseidank ist im Netz ja nichts komplett alternativlos. Wer also AMP oder Google oder beides nicht mag, hier sind fünf Alternativen zu AMP. Ganz leidenschaftsloser Rat: Ob AMP oder nicht, sollen Technik-Nerds entscheiden. Wichtig ist erst einmal nur, dass die Seite schneller wird.

Auch interessant: Wer mehr testet, wächst schneller

Schritt 3: Eingesetzte Technik überdenken

Siehe auch noch mal Schritt 2: Nicht nur AMP mag bestimmte Sachen wie beispielsweise Java nicht. Generell musst du bei einer funktionierenden mobilen Seite im Kopf haben, dass mobil andere Technik-Gesetze gelten.

Vorsicht vor allem bei Videos, bei denen man ja weiß, dass sie auch mobil sehr beliebt sind. Google hat hier eine ganze Reihe konkreter und guter Tipps abgeliefert, was man alles berücksichtigen sollte und wie man im besten Fall Bandbreite und damit auch wieder Ladezeit spart.

Schritt 4: Bilder optimieren

So schön und hilfreich Bilder auch sein mögen: Mobil sind sie immer noch eine potenzielle Gefahrenquelle. Bilder sind "schwer" und verlängern Ladezeit. Selbst dann, wenn man sie schon klein gerechnet hat. Nicht vergessen: Wir reden hier von einem Bereich, in dem es darum geht, Millisekunden herauszuholen.

Schau dir also (ja, das ist Kleinarbeit!) genau an, wie viele Bilder an welcher Stelle und auf welcher Seite geladen werden sollen. Schnelligkeit geht vor Schönheit, vor allem bei den Conversions - und wegen ein paar zusätzlicher Bilder auf einer Seite Conversions zu verlieren, das wäre absurd.

Jakubetz empfiehlt

Ganz selten gibt es die eine, alles verändernde Ursache dafür, dass eine mobile Webseite zu langsam für Conversions ist. In den allermeisten Fällen geht es um eine Reihe auf den ersten Blick unbedeutende Details. In der Summe aber stellt sich heraus: Wenn Du dich wirklich der Schallmauer von einer Sekunde annähern willst, gibt es nichts, was du ausschließen darfst.

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