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How to 3D Fotografie

How to: Fotos in ungewöhnlichen Formaten

3D, 360 Grad, Pano, Portrait: Digitale Technik hat auch das Thema Fotografie komplett revolutioniert. Inzwischen gibt es sogar bei so etwas simplen wie Bildern jede Menge Auswahlmöglichkeiten. Heute im How to: Welche Bilder mit welchen Möglichkeiten zu welchen Gelegenheiten passen…

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Ging dir das auch so? Meine Timeline bei Facebook war in den vergangenen Tagen voll mit einem neuen Spielzeug, was, nebenher bemerkt, bei Facebook immer ein sicherer Indikator für einen neuen Hype ist. Dieses neue Spielzeug heißt 3D-Foto. Das sind Fotos, die (der Name verrät es irgendwie) einen Eindruck von Dreidimensionalität vermitteln, ohne natürlich richtig dreidimensional zu sein.

Wie geht das, was brauche ich dazu?

Nachdem dieses How to leser- und praxisfreundlich ist, kommt hier gleich eine Vorwarnung: Du hast kein iPhone, sondern nutzt einen Androiden? Bitte springe weiter zum nächsten Absatz. 3D-Fotos lassen sich (bisher) nur mit dem iPhone machen. Und da übrigens auch nur mit Bordmitteln, sprich: der iOS-eigenen Kamera. Mit anderen Apps wird das nix.

Der Grund dafür ist gleich erklärt: Nur die iOS-Kamera enthält die „Portrait“-Funktion. Und nur mit dieser geht es überhaupt. Alles andere: Versuch es erst gar nicht.

Dafür wird es danach umso leichter. Foto machen, bei Facebook einen Beitrag anlegen, in der Auswahl der Funktionen „3D Foto“ auswählen, geeignetes Bild hochladen – und das war es dann auch schon.

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Facebook rechnet das Bild mit einem wüsten Mix aus Algorithmen und anderen künstlichen Intelligenzen um. Mit ein bisschen Glück sieht es dann nach 3D aus. Selber beeinflussen kannst du diesen Umrechnungsprozess nicht. Facebook gibt seinen Usern aber ein paar Tipps, auf was man beim Aufnehmen achten sollte.

Welche Zukunftsperspektiven das hat? Ungewiss. Sieht sehr hübsch aus, zugegeben. Ist einfach und ohne weitere Investitionen zu machen (wenn man ein iPhone ab iPhone 7 hat). Unbeantwortet muss nach gerade mal einer guten Woche die Frage bleiben, ob es sich dabei nur um ein nettes Gimmick handelt.

Oder um die Art und Weise, wie auch wir als Medien- und Kommunikationsmenschen Fotos machen und veröffentlichen werden. Ich neige bisher zu einem eindeutigen Unentschieden.

Fotos: Mehr als 2D und 16:9

Sicher ist aber schon jetzt: Wenn wir von Fotos sprechen, meinen wir in Zukunft mehr als die üblichen Standardformate. Fotos können inzwischen weitaus mehr. Und dabei geht es nicht nur um Gimmicks. Sondern darum, dass man Fotos zunehmend den Erfordernissen anpassen kann.

Nehmen wir also als Beispiel mal das Pano-Format. Das kann inzwischen jedes durchschnittliche Smartphone. Als Fotograf musst du dafür nicht sonderlich viel können, zumindest aus technischer Sicht.

Was bringt Pano? Bevor ich mich jetzt in langen theoretischen Ergüssen verliere, ein kleines Beispiel aus dem eigenen Leben. Vor ein paar Wochen stand ich vor einer atemberaubenden Wüstenlandschaft in Nevada. Klar kann man das im konventionellen Format machen. Aber wenn du eine Übersicht über eine Landschaft oder irgendwas anderes machen willst, ist Pano einfach die beste Option. Da sieht dann Nevada so aus:

Arizona Pano

Gut, für Instagram würde sich das jetzt formatmäßig nicht so gut eignen. Aber dieses Beispiel zeigt auch, wie wichtig es ist, zu wissen, für welchen Kanal man überhaupt gerade arbeitet.

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Das gilt auch für 360-Grad-Fotos. Zugegeben, ich war am Anfang wirklich sehr angetan von dieser Möglichkeit. Ich habe mit meiner ersten 360-Grad-Kamera, einer Nikon Key Mission, ziemlich viel in 360 Grad gemacht. Mittlerweile bin ich auf eine GoPro umgestiegen, die in jeder Hinsicht die bessere Kamera ist.

Allerdings fotografiere und filme ich mittlerweile fast nichts mehr in 360 Grad. Der Grund ist ein relativ einfacher: Es gibt nur wenige Motive, die es wirklich wert sind. Wirklich wert, was soll das ein? Einfacher Maßstab: alles das, was den Rundumblick lohnt. Oder wo er wirklich nötig ist.

Wenn du das erstmal ausprobieren willst, ohne gleich auf eine vergleichsweise teure Kamera umzusteigen: Man kann auch mit einem handelsüblichen Smartphone 360-Grad-Bilder machen. Zugegeben, das ist etwas umständlich. Aber für einen ersten Einstieg völlig ausreichend. Wie das geht, siehst du hier:

Generell ist die Empfehlung, nicht gleich jeden Trend so mitzunehmen, dass man jede Menge Geld und Ressourcen investiert. Die Erfahrung zeigt eben auch, dass eine ganze Reihe von Spielereien mit der Zeit wieder uninteressant werden (siehe meine eigenen Erfahrungen mit 360 Grad). Weswegen es am Ende immer eine grundsätzliche Frage ist, die man beantworten muss:

Was ist Gimmick, was ist Mehrwert?

In diesen digitalen Zeiten ist tatsächlich fast nichts mehr unmöglich. Auch bei Bildern und Videos. Allerdings: Wirklich dauerhaft setzt sich nur ein Bruchteil dessen durch, was man über die Jahre so sieht.

Und um ehrlich zu sein: Die Zahl der 3D-Fotos in meiner Timeline hat auch schon wieder abgenommen…

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