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Grafik: LEAD
How to Storytelling Virtual Reality

How to: Fader

Für Jeff Jarvis ist Fader die Einstiegsdroge ins VR-Storytelling: Die Software ermöglicht es, 2D-Inhalte, Texte und Fotos mit 360-Grad-Content zu kombinieren - LEAD-Autor Christian Jakubetz erklärt im How-to, wie das geht.

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Virtual Reality und 360 Grad – das waren bisher buchstäblich neue und andere Welten. Es gibt zwar mittlerweile eine ganze Reihe von Software, mit denen man solche Inhalte erstellen und auch anschauen kann. Allerdings waren diese Geschichten dann entweder ziemlich isoliert oder nur mit irgendwelchen Erweiterungen in der bisherigen "normalen" Medienwelt zu betrachten. Die Software Fader will das ändern.

Was ist die Idee dahinter?

Fader ist einen guten Schritt weiter: Dort können 2D-Inhalte, Texte, Fotos und nahezu alle anderen gängigen Elemente mit 360-Grad-Videos bzw. Fotos kombiniert werden. Das ist für Journalisten eine schöne Sache. Weil es bisher nach wie vor kaum Geschichten gibt, die man ausschließlich in 360 Grad erzählen will (oder kann). Selbst wenn man den größten Teil einer Geschichte in ein 360-Grad-Format packt – es ist dann eben doch sehr schön und hilfreich, wenn man ohne Umstände auch "normale" Dateien hinzufügen kann.

360 Grad-Dateien kann man zudem innerhalb der Software mit Titel versehen und so dem ganzen einen Hauch von Virtual Reality geben. Das können Programme wie beispielsweise Adobe Premiere Pro zwar mittlerweile auch. Aber gerade dann, wenn man ein Video womöglich noch nachträglich betiteln will, ist diese Funktion sehr praktisch. Man müsste nämlich ansonsten wieder zurück in die Videosoftware.

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Mit Fader ist es möglich, mehrere Szenen zu einem Thema zu bauen. Sinnvoll ist es also, mit mehreren kurzen Videosequenzen zu arbeiten. Davon abgesehen ist das technisch derzeit de facto auch nicht möglich: Fader beschränkt die Uploads auf ein Gigabyte pro Datei. Klingt erstmal viel. Ist es aber nicht zwingend. Ich habe jetzt mal ein Drei-Minuten-Video mit meiner GoPro Fusion gemacht. Resultat: fast neun Gigabyte. Auf der anderen Seite: drei Minuten 360 Grad will man sich in einem Multimedia-Projekt wahrscheinlich nicht anschauen.

Mehr zum Thema: How to: Scene VR

Wie funktioniert das?

Man muss nicht sehr viel können, um den "Fader" nutzen zu können. Die Benutzerführung ist intuitiv, da macht es nichts, dass die Software vorerst nur auf Englisch zu haben ist. Man muss lediglich ein paar Dateien uploaden und sie irgendwann zu einer Geschichte verknüpfen. Wichtiger also als irgendwelche technischen Fähigkeiten ist in der Tat die Idee für eine gute Story.

Im Detail wird die ganze Geschichte in diesem Tutorial gut erklärt:

Daneben bietet Hersteller Vragments auf seinem YouTube-Kanal noch 18 weitere Tutorials an. Löblich, auf der einen Seite. Zeigt aber auf der anderen Seite auch, dass es in den Tiefen von Fader manchmal doch etwas komplexer zugeht.

Welche Nachteile gibt es?

Fader funktioniert gut und flüssig. Damit das so bleibt, empfiehlt der Anbieter, die Seite vor allem mit Google Chrome oder Firefox zu verwenden. Tatsächlich macht Fader auf Safari deutlicher weniger Spaß. Es empfiehlt sich also, der Empfehlung zu folgen. Vor allem die Macken, die Fader bei Safari aufweist, trüben bei Mac-Usern etwas den Spaß mit der Virtual Reality. Auf der anderen Seite wird Fader von der Google News Initiative gefördert. Da kann man die Präferenz für Chrome natürlich schon fast wieder ein bisschen verstehen. Wobei: Auch auf Chrome funzt noch nicht alles so, wie es sein sollte. Auch wenn der unvermeidliche Jeff Jarvis Fader als Einstiegsdroge in das VR-Storytelling bezeichnet – da ist für das Startup noch Luft nach oben.

Was kostet das?

Billig ist das Ganze nicht: Es gibt zwar einen Einstiegsaccount für rund 10 Euro im Monat, aber der ist in seinen Möglichkeiten so imitiert, dass er für einen ernsthaften Gebrauch kaum in Frage kommt. Die Pro-Version kostet dann schon 99 Euro pro Monat (zzgl. Steuern!) und für die Enterprise-Version werden dann sagenhafte 999 Euro, ebenfalls zuzüglich Steuern, fällig. Wenn du es nur mal ausprobieren und nicht publizieren willst, kannst du dir hier einen solchen Test-Zugang anlegen.

Jakubetz empfiehlt

Wenn man ernsthaft in VR-Welten erzählen will, lohnt es sich, Fader auszuprobieren. Allerdings nur dann, wenn du in einem einigermaßen großen Laden beschäftigt bist. Für Einzelkämpfer oder kleine Units dürfte die Software mit Preisen von bis zu 12.000 Euro im Jahr schlichtweg zu teuer sein. Trotzdem ist die Idee Faders nachvollziehbar: Für besagte Einzelkämpfer oder kleine Units wird das Thema VR schon alleine wegen des Aufwands, den man dafür betreiben muss, kaum in Frage kommen.

Auch interessant: How to: StoryMap

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