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(Grafik: Uli Kurz)
How to Storytelling Video

How to: Die Multimedia-Checkliste

Nie wieder verloren gehen im Dschungel der vielen Multimedia-Möglichkeiten! Heute im How to: die kleine Checkliste, nach deren Anwendung man hoffentlich etwas klarer sieht.

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Alle wollen "Snowfall ". Seit diese legendäre Multimedia-Geschichte im Dezember 2012 in der "New York Times" erschienen ist, gilt sie als der Inbegriff dessen, wie und was man im Netz erzählen kann. Und noch mehr: Sie macht den Unterschied aus zwischen den Darstellungsformen, die man einfach aus der analogen Welt in die digitale überträgt. Texte kann man auf Papier genauso schreiben wie im Netz. "Snowfall" aber geht nur dort.

Trotzdem enden gut gemeinte Multimedia-Projekte immer wieder in Enttäuschungen. Dabei hatte man sich so viel Mühe gegeben und alles reingeworfen, was nur geht: Videos, Audios, Animationen. Ist Multimedia also überschätzt, sind "Snowfall" und seine Nachfolger lediglich Showcases, die in der Realität kein Mensch braucht?

Das ist Unfug. Trotzdem gibt es ein paar Kriterien, anhand derer sich gut überprüfen lässt, ob eine Geschichte überhaupt multimedial erzählt werden kann. Das Gute daran: Sie lassen sich nicht nur für das eine, große Multimedia-Stück anwenden. Sie sind auch hilfreich bei der Frage danach, wie man ein Thema am besten über Plattformen hinweg erzählt werden kann – das inzwischen so gerne gebrauchte "vom Thema her denken".

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Der häufigste Fehler: stures Abarbeiten

Multimedia, das ist diese Sache mit Video und Audio, richtig? Ja, grundsätzlich schon. Man begeht aber einen kapitalen Denkfehler, wenn man glaubt, ein gutes multimediales Storytelling zeichne sich durch die häufige Verwendung multimedialer Elemente aus.

Kleines Beispiel: Video. Alle finden Bewegtbild toll, egal ob in der großen Geschichte oder in den kleinen sozialen Netzwerken. Also kommt auf die Checkliste: Videos, unbedingt! In manchen Fällen wird aber die alles entscheidende Frage vorher nicht gestellt:

Ist das Thema überhaupt bildstark?

Grundsätzlich: Man kann jede Geschichte mit Bewegtbild erzählen, ausnahmslos jede. Generationen von Fernseh-Redakteuren können allerdings auch leidvoll von sogenannten "Schnittbildern" berichten. Bilder, die man inszeniert, um eine Lücke zu überbrücken. Die Lücke entsteht meistens dadurch, dass es für eine bestimmte Szene kein "echtes" Bildmaterial gibt.

Im Fernsehen kommt man daran nicht vorbei. Im Netz hingegen zwingt uns kein Mensch, irgendwas im Video zu erzählen. Wenn es kein gutes Bewegtbild gibt, nehmen wir eben was anderes. Im Idealfall genau das, was für diese eine Sequenz am besten geeignet sein könnte. Diese Frage nach der Bildstärke kann (und muss) man auf alle potenziellen Darstellungsformen erweitern. Beispielsweise also auch so:

Ist das Thema "audiostark"?

Ist es "textstark"?

Anstatt die narrative Gießkanne zu nehmen, empfiehlt es sich, nach diesen Kriterien eine Art Ausschlussverfahren einzuleiten, um dann ein Ranking aufzustellen: Was eignet sich für mein Thema besonders gut, was nicht? Und natürlich muss man sich selbst gegenüber auch ehrlich sein: Was bin ich imstande zu leisten?

Das ist ein einfaches, aber auch sehr effizientes Hilfsmittel, um in das multimediale (Über-)Angebot eine Struktur zu bekommen. Struktur hilft immer, egal, ob dir als Produzent des Contents oder dem späteren Nutzer.

Und ja, man kann so etwas in eine Excel-Tabelle oder eine andere Listen-Form packen. Man kann in einer Aufzählung festhalten, welche Elemente es wofür gibt, wie man sie bekommt, wer als Quelle oder O-Ton-Geber in Frage kommt. Das mag für uns Kreative etwas arg beamtenhaft klingen, hilft aber ungemein. Zumal man mit einer solchen Verschriftlichung häufig den angenehmen Nebeneffekt hat, dass man eine visualisierte Darstellung der besten Optionen hat. Bleibt ein Feld weitgehend leer, gibt es keine langen Debatten darüber, was man besser nicht zu sehr einplant.

Jakubetz empfiehlt

Multimedia ist eine großartige Sache. Trotzdem: Man sollte Multimedia nie um seiner selbst machen. Ich ertappe mich oft dabei, dass ich bei Themen gerne ein multimediales Großpaket schnüren würde. Wenn ich dann aber meine eigene Checkliste zum Maßstab nehme, erlebe ich häufig, wie sich die multimedialen Möglichkeiten ganz von selbst reduzieren. Zumal jede Darstellungsform bei einem Thema ja auch eine eigene Funktion haben sollte. Nichts ist schlimmer als Redundanz. Wenn du im Video nahezu dieselbe Geschichte erzählst wie im Text, bringt das niemandem etwas.

Für mich ist inzwischen eine simple Frage zum wichtigsten Kriterium geworden: Was hat der User davon, wenn er von mir ein Video, ein Audio, eine Animation bekommt? Wenn ich darauf keine einleuchtende Antwort finde - ist die Idee sofort wieder erledigt.

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