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How to Audio Apps

How to: Audios richtig nutzen

Boomthema Audio: Podcasts und Smartspeaker verhelfen dem Thema zu einer großen Renaissance. Trotzdem beschränkt sich der Einsatz von Audios häufig immer noch auf das reine Abspielen einer Datei. Wie man es anders und besser macht, erklärt LEAD-Autor Christian Jakubetz in diesem How to.

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Vieles, was mit Audio zu tun hat, liegt im Trend. Wenn du diese How-to-Rubrik schon öfter liest, wirst du das bemerkt haben, beispielsweise hier. Trotzdem taucht oft die Frage auf, wie man Podcasts finanzieren kann und welchen Sinn es ergibt, mit einem eigenen Angebot bei Amazons Alexa oder Google Home vertreten zu sein. Dabei gibt es eine ganze Reihe, Audios zu mehr Einsatzmöglichkeiten zu verhelfen. Und häufig sind diese Möglichkeiten nicht mal allzu schwierig.

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Streams personalisieren

Der Erfolg von Plattformen wie Spotify hat eine Reihe Gründe. Einer davon: Die Apps wissen sehr genau, was ihre Hörer gerne hören. Was Kulturpessimisten bedauern, erweist sich aus kommerzieller Sicht als hochgradig erfolgreich. Das gilt auch für das gesprochene Wort. Besser gesagt: Es würde gelten, wäre die Personalisierung von Sprache nicht immer noch so wenig fortgeschritten.

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So, wie es wenig sinnvoll ist, einem Heavy-Metal-Fan Songs von Helene Fischer anzubieten, so wenig erfolgversprechend ist es, jemanden beispielsweise Podcasts zu Themen vorzuschlagen, die ihn ganz und gar nicht interessieren. Davon abgesehen sind die meisten Audios wenig flexibel. Man kann sie abspielen oder es bleiben lassen.

Ein möglicherweise wegweisendes Angebot kommt gerade von einem der ganz Großen am Markt: Eine Art Google News für Audio. So wie das textbasierte Angebot schon funktioniert, bastelt Google gerade an intelligenten Lösungen für Smartspeaker. Mit all dem, was Nachrichten auf einen Speaker sein könnten: interaktiv und personalisiert.

So soll das mal aussehen:

Die Kritik der User im Hinterkopf behalten

Wenn du also über Audios nachdenkst, solltest du im Hinterkopf haben, was User am häufigsten kritisieren: Die "Textblöcke" sind zu lang. Und: Es gibt zu wenige Updates. Man kann weniger interessante Themen nicht überspringen. Und umgekehrt: Dinge, über die man dann gerne mehr wüsste, lassen sich nicht finden.

Kurz gesagt: Die meisten bieten die guten alten Radio-Formate an. Kann man schon machen, aber dann könnte man auch gleich Radio hören. Und dabei sollten Smartspeaker sehr viel mehr als Radio sein.

Im übertragenen Sinn gilt das nicht nur für klassisch journalistische Angebote. Es ist keine sehr smarte Lösung, einfach nur Audiofiles zum Anhören zur Verfügung zu stellen. Nicht in einem Zeitalter, in dem Personalisierung und künstliche Intelligenz zum Alltag der Nutzer gehören.

Das ist im Übrigen technisch einfacher als man denkt: Große Anbieter wie beispielsweise StreamABC oder RMS haben das Thema Personalisierung fest im Portfolio. RMS-Digitalchef Frank Bachér war übrigens auch schon zu Gast in unserer "Digitalen Viertelstunde".

Durch diese Hörer-Insights lernen Radio- und Audioproduzenten ihr Publikum besser kennen. Diese können dadurch besser abschätzen, mit welchen Werbepartnern eine Zusammenarbeit erfolgreich wäre. Auf der anderen Seite helfen die Daten Marketern, ihre Inhalte genauer zuzuschneiden sowie geeignete Streams für ihre Botschaften zu lokalisieren.

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Addressable Audio

Wie bei anderen Online-Kanälen kann Werbung mittlerweile auch für Audio zielgruppengenau ausgespielt werden. Je mehr Daten vorliegen, zum Beispiel zur Soziodemographie oder den Interessen, desto effektiver lassen sich Kampagnen ausspielen.

Werbespots können dadurch in Abhängigkeit von der Region oder bestimmten Adressaten komplett ausgetauscht werden. Weil bei Audio keine Cookies gesetzt werden können - es sei denn die Inhalte werden browserbasiert konsumiert - kommen sogenannte Listening IDs zum Zuge. Diese ermöglichen es, Nutzer über alle Devices hinweg zu identifizieren und datenbasiert anzusprechen.

Einfachere und bessere Suche

Die Sprachsuche nach Kinoprogrammen oder Prominenten-Geburtstagen funktioniert schon gut. Grund: Die Daten sind sowohl im Umfang begrenzt als auch gut strukturiert.

Die Nachrichtensuche ist ein viel größeres Problem. Die Plattformen wollen, dass die Publisher lesbare Inhaltsausschnitte erstellen, die aktuelle Fragen beantworten. Es ist deshalb zu erwarten, dass Plattformen die Publisher dazu bringen, eine neue Metadatenspezifikation namens "speakable schema" zu verwenden.

Das sollte zu einer viel besseren Sprachsuche im Jahr 2019 führen, bei der es möglich sein wird, Antworten auf Fragen wie "Was ist Brexit?" und "Was ist das Neueste vom Brexit?" zu erhalten.

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Inhalte über Geräte hinweg

Spracheingaben mit Smartphone-Ausgaben kombinieren – und umgekehrt: Das geht jetzt schon und dürfte sich verstärken. Beispiel: Mit dem Smartspeaker nach dem Kinoprogramm fragen, um dann die Buchung durch eine Nachricht an das Handy abzuschließen. Ebenso kann man möglicherweise Artikel speichern und dann den Speaker bitten, ihn vorzulesen.

Hier gilt: Technisch ist das weniger kompliziert, als es klingt. Gemacht wird es deshalb häufig nicht, weil viele diese Möglichkeiten nicht kennen und sie deshalb auch erst gar nicht konzeptionieren.

Tipp: Beim Thema Audio nicht alleine in Audio-Formaten denken. Eine Barriere zwischen Audio, Video, Text, Daten und den diversen Endgeräten gibt es de facto nicht mehr.

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