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How to Kolumne Analyse

How to: Analysieren, tracken, auswerten

Das Netz ist ein Meer voller Daten. Aber was macht man mit einer solchen Flut und welche Schlüsse zieht man aus ihnen? Ein paar gute Tools dafür stellt LEAD-Autor Christian Jakubetz vor.

Grafik: LEAD
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Reinen Traffic zu messen ist heutzutage ziemlich einfach. Und in den meisten Fällen auch kostenlos. Der Vorteil ist, dass man sehr schnell und günstig zumindest die wichtigsten Kennzahlen über seinen Web-Traffic bekommt. Daraus ergibt sich aber auch gleichzeitig der Nachteil: Die Aussagekraft solcher Zahlen ist überschaubar groß.

Hier ist eine Übersicht auf trafficbasierte Tools:

Google Analytics

Schon klar, es ist mal wieder was vom Marktriesen Google und das kann man ja per se immer kritisieren. Google Analytics ist auch weder neu noch sonderlich originell, dennoch aber immer noch ein Standard-Tool, wenn es um (kostenlose) Reichweiten-Messung im Netz geht.

Darüber hinaus verfügt Google Analytics über eine Integration von Google AdWords, die dabei hilft, eine Kampagne mit weiteren Daten zu analysieren.

Der größte Nachteil von Google Analytics ist die Komplexität der Definition und Verfolgung neuer Konversionen sowie die Tatsache, dass es keine Möglichkeit gibt, einzelne Benutzersitzungen zu verfolgen.

Matomo/Piwik

Piwik war bis 2018 die kostenlose und vor allem open-sourced-basierte Alternative zu Analytics. Das ist vor allem für diejenigen Interessant, die Google nicht noch mehr Daten hinterherwerfen wollen. Was die Funktionen angeht, sind sich beide in etwa ebenbürtig.

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Inzwischen heißt Piwik Matomo, zumindest in der Basis-Version. Sie funktioniert immer noch gut, ist aber nicht mehr vollständig kostenlos. Das heißt, es gibt eine sogenannte „On-Premise“-Version, die man kostenlos laden und nutzen kann. Die eignet sich aber nur für Menschen mit profunden Serverkenntnissen. Zusätzliche Funktionen wie Activity Logs müssen dann aber trotzdem bezahlt werden. Für alle weiteren Versionen werden Beträge von 19,- Euro monatlich an beginnend fällig.

Piwik bietet auch eine Pro-Version an. Dabei handelt es sich um eine selbst gehostete Website-Analytics-Suite, die speziell für Regierungen und Unternehmen entwickelt wurde, die eine vollständige Einhaltung des Datenschutzes und komplettes Dateneigentum erfordern. Um die Namensverwirrung zu bestätigen: Bei der Pro-Version ist der Name Piwik geblieben, warum auch immer.

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Daten allein nützen nichts. Erst wenn du sie auswertest und analysierst, wird daraus Datengold. Wie man Google Analytics einrichtet, Dashboards übersichtlich zusammenstellt, Analysetools nutzt und Daten geschützt verarbeitet erfährst du in diesem Handbuch: LEAD Report "Workbook Web Analytics"

Tools für SEO-Analyse

Dass man seine Seiten für Suchmaschinen optimieren sollte, ist inzwischen common sense. Aber was macht man danach? Nichts ist so alt, wie das SRO von gestern. Um auf dem Laufenden zu bleiben, gibt es ebenfalls ein paar Tools.

Google Suchkonsole

Auch hier kommt man zunächst an Google kaum vorbei. Die Google-Suchkonsole ermöglicht es, organischen Suchverkehr von Google zu analysieren. Konkret: Die Konsole zeigt, welche Suchbegriffe die Nutzer nach ihrer Google-Suche und dem Anklicken eines organischen Links zu deiner Website (also keine Anzeige von AdWords) auf deine Website leiten. Die Suchkonsole liefert tatsächlich mehr Informationen als nur Klicks. Manche Ergebnisse sind allerdings auch irritierend: Auf meinem privaten Blog sind im letzten Monat 24 User gelandet, die den Suchbegriff "Scharfe Weiber" verwendet haben (Und nein, ich habe keine Ahnung...)

Moz Pro

Eine Alternative zu Google: Moz Pro liefert liefert Daten über eigene und die Platzierungen von Mitbewerbern in den Suchergebnissen sowie Links, Keyword-Rankings und deren Trends im Zeitverlauf. Moz Pro eignet sich sowohl für Anfänger als auch für erfahrene Profis.

Kosten: Wie bei den meisten Analysetools ist die Preisgestaltung von MozPro flexibel. Es gibt einen Standardplan für 99 Dollar pro Monat, in der Spitzenversion werden dann schon mal 600 Dollar im Monat fällig.

Bisher also haben wir Tools, mit denen du Trafficzahlen analysieren und dein SEO anpassen und verbessern kannst. Vor allem dann aber, wenn es konkrete Events und Produkte geht, sagen solche Zahlen wenig bis gar nichts aus. Dafür gibt es wiederum Tools, die sich auf solche detaillierten, zielgerichteten Auswertungen spezialisiert haben. Hier ein Überblick auf Tools für Events und Conversions:

Mixpanel

Mit Mixpanel kannst du Aktionen auf der Website, deinem Produkt oder deiner mobilen App verfolgen. MixPanel erfordert, dass die Aktionen definiert werden, auf die du dich konzentrieren möchtest. Soll heißen: Mixpanel wirft nicht einfach irgendwelche Statistiken aus, sondern beantwortet quasi Fragen, die du stellst. Nach der Auswahl werden die Ereignisse, die man verfolgt, im Dashboard angezeigt.

Das hat den Vorteil, dass man sich auf sehr individuelle Fragestellungen konzentrieren kann. Und solche individuellen Fragen hat ja de facto jeder, der mehr wissen will als die reine Besucherzahl.

Kosten: Mixpanel gibt es in einer – natürlich – limitierten Kostenlos-Version. Die ist prima für alle, die erst einmal reinschauen möchten. Die regulären und wirklich brauchbaren Varianten beginnen bei 780 Dollar jährlich. Größere Unternehmen handeln individuelle Preise aus.

Heap Analytics

Vergleichsweise neu am Markt, bietet Heap Analytics ähnliche Funktionen wie Mixpanel. Heap verfolgt auch das Verhalten einzelner Benutzer und ermöglicht, Benutzer nach Verhalten zu segmentieren. Mit Heap lassen sich zudem auch Funnels erstellen.

Die automatisch gesammelten Daten von Heap ermöglichen es, die Daten der einzelnen Ereignisse rückwirkend bis zum Tag der Installation des Heap-Codes anzuzeigen.

Kosten: Auch hier gibt es eine kostenlose Trial-Version. Über alle anderen Preise verrät Heap nichts (sogenannte „Custom Prices“).

Oribi

Oribi zielt ganz eindeutig auf alle ab, die vergleichsweise schnelle und übersichtliche Analysen wollen. Fortgeschrittene Laien also – und weniger Analysten. Dafür hat das Unternehmen eine einfach zu bedienende Anwendung gebaut. Klingt also alles ganz prima, der kleine Haken kommt aber noch.

Kosten: Oribi lässt sich seine – zugegeben – sehr hübsche Anwendung gut bezahlen: Das Pricing beginnt bei stolzen 300 Euro im Monat. Unbestritten, dass dieser Preis schon gerechtfertigt sein kann. Oribi ist damit aber nur für einigermaßen große Unternehmen eine ernsthafte Erwägung wert.

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Die meisten Videos werden kurz angeklickt – und nach wenigen Sekunden schon wieder abgebrochen. Viel Zeit und Geld wird verschwendet für ein unbefriedigendes Ergebnis. Mit fünf einfachen Schritten machst du deine Clips zu echten Hinguckern. How To Video: Jetzt im aktuellen LEAD Bookazine 3/ 2019!

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