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Eva Heimans Tagebuch wird anlässlich des israelischen Holocaust-Gedenktages in mehr als 50 Instagram-Stories erzählt (Bild: Kochavi / Leo Burnett Israel)
Instagram Social Media Projekt

Holocaust-Gedenktag: Dieses Instagram-Projekt sorgt für Gänsehaut

Jom haScho’a ist ein israelischer Nationalfeiertag und Gedenktag für die Opfer des Holocaust. Dieses Jahr wird er am 1. Mai und mit einem Instagram-Projekt begangen, das es in dieser Größenordnung wahrscheinlich noch nie gab.

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Um auch jüngeren Menschen einen zeitgerechten Zugang zu den Themen Judenverfolgung und Holocaust zu ermöglichen, haben Mati Kochavi und seine Tochter Maya ein besonderes Projekt ins Leben gerufen, das sich um Eva Heiman dreht. Die Ungarin war gerade mal 13 Jahre alt, als sie im Konzentrationslager Auschwitz ums Leben kam. Den letzten Monat ihres Lebens hielt sie in einem Tagebuch fest.

Dieses Tagebuch wird nun anlässlich des israelischen Holocaust-Gedenktages in mehr als 50 Instagram-Stories erzählt, die am 1. Mai alle 30 Minuten unter dem eigens für diesen Zweck erstellten Account @eva.stories veröffentlicht werden. Die Grund-Idee hinter dem Projekt lautete: Wie hätten jüdische Kinder, die während des Holocaust auf der Welt waren, die schreckliche Zeit auf Instagram dokumentiert?

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Eva.Stories Official Trailer

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Wie würde es aussehen, wenn ein Mädchen während des Holocaust Instagram gehabt hätte?

Eva Heiman lebte in der Stadt Nagyvarad, als die Nazis im Jahr 1944 in Ungarn einmarschierten. An ihrem 13. Geburtstag am 13. Februar 1944 begann sie, ein Tagebuch zu schreiben. Dieses endete am 30. Mai – drei Tage bevor sie nach Auschwitz deportiert wurde, wo sie ums Leben kam.

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Real Eva Heyman
Die reale Eva Heiman (Bild: Kochavi / Leo Burnett Israel)

75 Jahre später hat es sich ein 400-köpfiges Team unter der Leitung des in den USA lebenden, gebürtigen Israelis Mati Kochavi und seiner Tochter Maya zur Aufgabe gemacht, Evas Geschichte in einem speziellen Film-Projekt zu erzählen. Millionen von Dollar wurden von dem Multimillionär Kochavi investiert, um Evas Leben zu rekonstruieren und im ukrainischen Lviv zu filmen.

Heraus kam ein 70-minütiger Film.

Wie würde es aussehen, wenn ein Mädchen während des Holocaust Instagram gehabt hätte? Das zeigt dieser Trailer:

"Das Projekt macht aus einem namenlosen Gesicht eine reale Eva"

Mati Kochavi spricht von einem der "größten Projekte, die je auf Instagram umgesetzt wurden". Das Team fragte sich, wie es wohl gewesen wäre, wenn Eva anstelle ihres Stiftes und Tagebuchs ein Smartphone und Instagram gehabt hätte. Deshalb wurde der komplette Film mit einem Smartphone oder einer Kamera, die ein Smartphone simulierte, aus Evas Perspektive gedreht.

"Das Projekt macht aus einem namenlosen Gesicht eine reale Eva, die uns von ihrem Leben erzählt, so wie es heute Millionen Menschen täglich machen", sagt Maya Kochavi. Gezeigt werden Eva, ihre Familie und Freunde, der Nazi-Einmarsch in ihrer Stadt, die Verschleppung ins Ghetto, Gewalt und Folter – all das, was ihr und vielen anderen Juden widerfahren ist, bis zu ihrem Abtransport nach Auschwitz.

Das Projekt erhielt in Israel großen Zuspruch. Die Seite @eva.stories wurde in Israel zur ersten kommerziellen Instagram-Seite, die innerhalb einer Woche mehr als 120.000 Follower generierte. Mehr als 1.000 israelische Prominente und Influencer haben dafür gesorgt, dass der Film nicht nur im Netz regelmäßig thematisiert wurde.

Am 1. Mai wird das Projekt auf Instagram online gehen. Bis um 10 Uhr des 2. Mai wird alle 30 Minuten eine Instagram-Story erscheinen. Um diese Zeit werden in Israel alle Sirenen heulen und die Menschen für eine Schweigeminute im Gedenken an den Holocaust innehalten. Eva Heiman wird dann auch in den Gedanken vieler präsent sein: Als Stellvertreterin für all jene, denen unter den Nazis schreckliches Leid widerfahren ist.

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