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Die "AllFacebook Marketing Conference" (Credit: AllFacebook Marketing Conference - afbmc)
Facebook Marketing Social Media

Hoch lebe die Story!

Am Dienstag haben sich 1.000 Social Media- und Marketing-Manager auf der "AllFacebook Marketing Conference" in München getroffen, um 1000 Tipps für das eigene Social Media-Marketing mit nach Hause zu nehmen.

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Auf der "AllFacebook Marketing Conference" haben Marketing-Experten aus Deutschland, Österreich und noch ein paar anderen Ländern einen Tag lang die aktuellen Trends zu Social Media von allen Seiten beleuchtet - vor allem Facebook und Instagram.

Und wenn einer hier Bescheid weiß, dann Online-Marketer-Guru Karl Kratz. In seiner Opening Keynote "Die Kunst digitaler Berührung" fordert er: Gib deinen Angeboten den TFSMB-Effekt zurück! Was nichts anderes heißt als "This Fucked Stimulated My Brain". Kurz: Deine Botschaften müssen ins Hirn knallen.

Mut und Empathie

Du musst einzigartig sein. Wer einzigartig ist – einzig in seiner Art – bekommt Zugang zur Aufmerksamkeit und Neugierde der Menschen. Und hier muss man einmal mehr das vielbemühte Wort "Authentizität" bemühen. Kratz ermuntert: Mach dein Ding und geh dabei auch mal neue Wege! Nur Menschen, die Mut und Lust auf Neues im Digitalen haben, bringen eine Marke und sich selbst voran.

Doch was macht das Erleben mancher Webseiten so "besonders"? Wie funktioniert diese Kraft, die uns Menschen digital "berührt"? Es sind Idee und Taten, die uns zu Neuem inspirieren. Menschen wollen Einblicke, Transparenz, Echtheit, Authentizität.

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Aber auch Kleinigkeiten machen den Unterschied. Zum Beispiel, indem man eine gute Prise Empathie in einem automatisierten Prozess wie eine Auto-Mitteilung packt: "Ich wollte nur sagen, dass dein Projekt noch nicht fertig ist. Ich weiß, du bist sehr beschäftigt, daher wollte ich dich nur daran erinnern (falls du es vergessen hast) …" Es ist eigentlich alles so einfach: Sympathie als Erfolgsgeheimnis auf Social Media.

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Die Zukunft des Arbeitens!

Jeder ist ersetzbar. Oder doch nicht? Unternehmen müssen umdenken. Das LEAD Bookazine 1/2019 zeigt Cases für erfolgreiches Employer-Branding und wie Karrierenetzwerke dabei helfen, beruflich gesehen zu werden. Außerdem im Heft: eine Anleitung für erfolgreiches SEO und die Wahl des richtigen Influencers.

Wofür willst du gefeiert werden?

Doch wie misst sich nun Erfolg? Dieser Frage ging Michael Schmitt von der Digitalagentur Virtual Identity in der Abschluss-Keynote nach. Er fragte: Wofür willst du gefeiert werden? Ist für dich als Social Media Manager dein Business wichtiger? Oder sind es die Kunden und ihre Likes? Chefs schauen auf Facebook ja gern aus Kundensicht und fragen: "Warum machen wir nicht so ein lustiges Video wie die Firma X?" Oder: "Warum haben die anderen schönere Fotos?" Oder: "Wie viele Likes hat unser Video?“

Sie beurteilen den Erfolg ihrer Marke nach dem User-Engagement. Es sei ein bisschen so, also ob ein Autohersteller die Schönheit seiner Autos als Erfolgskennzahl werten würde statt die verkauften Stückzahlen. Michael Schmitt findet, dass die Sucht nach gutem Content von unserem Business ablenkt. Denn: Wofür nutzen wir Facebook? Als Mittel zum Zweck! Michael Schmitt fordert daher alle auf, die Prioritäten zu überdenken. Geht es um den Geschäftserfolg? Oder geht es um Likes?

Man muss nicht unbedingt mit Michael Schmitt einer Meinung sein. Es lässt sich auch argumentieren: Naja, ohne Likes weniger Geschäftserfolg. Likes schaden also nicht, sofern das Businessziel nicht aus den Augen verloren wird. Und so gab es auf der AllFacebook Marketing Conference denn auch zahlreiche Tipps, um den Kunden zu erreichen, oder im Idealfall sogar zu berühren.

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Ein paar Case Studys

Sixt setzt zum Beispiel voll auf Instagram, weil der CMP um 31 Prozent niedriger ist als auf anderen Kanälen - auch wenn der allererste Klick in Storys etwas teurer ist. Die Verweildauer liegt bei langen ein bis zwei Minuten und da das Format Fullscreen dargestellt wird, lenkt auch nichts vom Werbecontent ab. Ferner hat Sixt gelernt, dass man auch mit hässlichem Content Erfolg haben kann - vor allem bei Instagram Storys. Was zählt, ist der Inhalt. Sixt hat hier 42 Prozent mehr Antworten bekommen als auf glitzernden Glammy-Glammy-Content.

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Sixt auf der "AllFacebook Marketing Conference" (Foto: Göpfert)

Social Media Marketing-Experte Felix Beilharz wiederum hatte ein paar Facebook-Hacks auf Lager:

1. Text mit Schatten unterlegen (also den Text mit zwei verschieden Farben hintereinander legen).

2. Farbverlauf nutzen. 3. Während des Filmens ins Video zoomen.

Das sagt das Eye-Tracking

Noch spannender waren die Einsichten, die ein Eye-Tracking-Test ergab:

1. Gesichter wirken immer und ziehen die Aufmerksamkeit auf sich.

2. Auf jedem Slide muss eine einfache Botschaft stehen.

3. Es ist sinnvoller, drei bis vier Ads mit je einer Info zu bauen statt eine Ad mit ganz vielen Botschaften.

4. Um nicht in die Ad-Burn-Falle zu tappen, am besten immer ein oder zwei Frames im Video austauschen. Denn schon minimale Abwechslung stoppt den Ad-Burn-Effekt von sich stur wiederholenden Story-Ads.

5. Swipe-Effekt simulieren. Das verdoppelt die Swipe-Up-Rate.

Learnings aus einer Graphic Novel

Instagram Storys scheint auch für ZDF info der ideale Kanal zu sein, um seinem Bildungsauftrag nachzukommen. Um der Zielgruppe von 18 bis 30 Jahren die Zeit um 1918 herum näher zu bringen, hat ZDF info die Graphic Novel von Ludwig und Luise in 14 Briefen entwickelt. Zwei Wochen lang gab es jeden Tag eine Folge mit im Schnitt 18 Slides auf Instagram Storys.

Die Learnings:

1. Du brauchst einen knackigen Einstieg in die Storys. Da kann es zum Beispiel helfen, ein paar Slides in der Reihenfolge umzustellen, um den User in die Story zu ziehen.

2. Nicht zu viel Info auf ein Slide packen.

3. Die beste Click-Through-Rate liegt bei 9 bis 12 Slides, bei Slide 3 bis 5 stiegen die meisten aus.

Mark Zuckerberg ist sich übrigens sicher, dass bis 2021 die Story den Post abgelöst haben wird.

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ZDF info auf der "AllFacebook Marketing Conference" (Foto: Göpfert)

Die Zukunft: Instagram Direct

Und Social Media-Nerd Peter Mestel geht noch weiter: Er glaubt an das Ende von Instagram – und an die Zukunft von Instagram Direct, den Messenger von Instagram. Instagram Direct ist nämlich die einzige Möglichkeit, auf eine Story zu antworten. Und er rät Firmen, diesen Kanal unbedingt nutzen! "Wenn ein Follower mit einem Smiley antwortet, müsst ihr als Social Media Manager reagieren. Die Konversation wird in diesem Moment eröffnet. Ihr könnt dem Kunden jetzt einen Gutschein oder ein Produkt anbieten."

Zuckerberg hat bereits angekündigt, WhatsApp, den Facebook Messenger und Instagram Direct auf eine einzige Plattform zu setzen. Und wird damit bis Ende 2020 die Voraussetzung schaffen, um 1:1-Kommunikation mit jedem Kunden skalierbar zu machen. Peter ist sich sicher: Die Marketing-Kommunikation wird sich weg vom Content hin zum Messenger verschieben. Und Social Media wird Conversational Media.

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