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Foto: Ben & Jerry's
diversity New Work LEAD 04/18

Hippie goes Mainstream: Unternehmen engagieren sich

Von Hippie-Eiscreme bis Vielfalts-Schokolinsen: Viele Unternehmen erkennen, dass gesellschaftliches Engagement dem aktuellen Zeitgeist entspricht.

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Seit die beiden Hippies Ben Cohen und Jerry Greenfield 1978 ihre Eismarke in einer alten Tankstelle gründeten, war ihnen gesellschaftliches Engagement wichtig. Nur konsequent, dass nach dem Aufkauf durch Unilever und der weltweiten Expansion in Länder wie Deutschland auch der Einsatz exportiert wurde.

Aktuell setzt sich Ben & Jerry’s unter anderem für „Start with a friend“ ein und ruft dazu auf, Tandempartner eines Geflüchteten zu werden. Wie kontrovers solche politisch motivierten Kampagnen diskutiert werden, ist auf den Social Media Kanälen des Eisherstellers zu lesen.

Von „Wir wollen Eis essen, keine politisch aufgeladenen und einseitigen Botschaften“ bis zu „Mega leckeres Eis und das nazifrei! Super, Danke!“ finden sich Kommentare auf der Facebook-Seite von Ben & Jerry’s.

Auf Unternehmensseiten beteiligen sich Gruppen wie #ichbinhier grundsätzlich nicht, deshalb dominieren rechte Meinungsmacher die Kommentarspalten. In die Diskussion gehen die Community Manager nicht. Hin und wieder muss auf die Netiquette hingewiesen werden. Trotzdem weist der Eishersteller konsequent auf die aktuelle Initiative „Start with a friend“ hin. Häufiger, als es für CSR-Hygiene nötig wäre.

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Mehr Diversity-Themen findest du in der aktuellen Ausgabe der LEAD 04/18, die auch online zu haben ist.

Auf ihrer Webseite schreiben Ben & Jerry’s: „Das Engagement von Freiwilligen hat in letzten Jahren rapide abgenommen, darum unterstützen wir Start with a friend.“ In Berlin stünden derzeit 400 Geflüchtete auf der Warteliste, um in Kontakt mit einem lokalen Tandempartner zu kommen. Diese sollen unter anderem auf Partys angeworben werden – Ben & Jerry's spendiert kostenloses Eis.

fritz-kola bei der Gegendemo in Chemnitz

Genauso konsequent setzte sich fritz-kola bei der Gegendemo in Chemnitz mit kostenloser Kola für #wirsindmehr-Teilnehmer ein. Mit einem deutlichen Facebook-Post zeigte der Hamburger Getränkehersteller öffentlich Haltung. Mit hunderten Kommentaren interagierten die Community Manager aktiv. Seitdem starteten die Brausebrauer weitere Aktionen - wie beispielsweise Gesichter und Geschichten von Geflüchteten auf den Etiketten aufzudrucken.

Mirco Wolf Wiegert, Gründer und Geschäftsführer der fritz-kulturgüter GmbH sagt: „Mit unserer Sonderedition wollen wir alle Menschen, die in Deutschland Zuflucht suchen, willkommen heißen.“ Auch dieses Unternehmen ist bekannt für gesellschaftliches Engagement - und aktuelle Projekte sind die logische Fortführung.

"Wir lehnen jede Art und Form von Diskriminierung und Fremdenfeindlichkeit ab"

Nicht unbedingt als weltverbessernde Hippie-Marke ist Rewe bekannt, trotzdem entschied sich die Handelskette für eine Sonderedition der „Erdnuss Chocs“ mit deutlicher Aufschrift „Ja! Zu Vielfalt und Toleranz“. 40 Cent pro verkauftem Produkt ging an die Organisation „Über den Tellerrand“, die sich für die Integration von Menschen mit Fluchterfahrung einsetzt. Ziel war es, über 100.000 Euro an die Initiative zu überweisen.

Auf Facebook gab es dafür hauptsächlich Lob, aber auch Boykott-Drohungen aus der rechten Ecke. Die Schokolinsen sollen sogar Schuld an Vergewaltigungen sein. Peter Maly, Bereichsvorstand für den Rewe-Vertrieb in Deutschland, sagt der W&V: "Wir lehnen jede Art und Form von Diskriminierung und Fremdenfeindlichkeit ab und wollen mit dieser Aktion ein klares Zeichen für eine offene, tolerante Gesellschaft und ein friedliches Miteinander setzen."

Dass selbst krudeste Anschuldigungen einen der größten Handelskonzerne Deutschlands nicht mehr abschrecken, Position zu beziehen, sollte auch anderen bisher neutralen Unternehmen ein Beispiel sein. Auf die Frage, ob das soziale Engagement für Ben & Jerry’s nur gutes Marketing ist, sagte CMO Dave Stever: „Wenn es gutes Marketing ist, eine soziale Mission zu haben, dann lasst uns hoffen, dass mehr Unternehmen gutes Marketing machen.“

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Starkes Marketing für starke Marken

Digitalisierung soll Wachstum bringen, aber nicht nur für die Big Player. Der Mittelstand nutzt diese Chance ebenfalls für sich. Nur wie, ist die Frage. Wie agiert beispielsweise die Firma Sport Schuster in puncto Marketing? Das LEAD Bookazine 03/2018 zeigt, wie der Mittelstand das Marketing im digitalen Wandel gestaltet. Kundenbedürfnisse und eigene Werte – darum sollte es gehen.

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