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Digitalisierung Tipps Business

Heute auf der Tageskarte: Digitale Transformation in der Gastronomie

Das Entwickeln einer digitalen Expertise ist auch in der Gastronomie inzwischen unerlässlich. Viele sind sich der Potenziale und Möglichkeiten dieser Branche jedoch nicht wirklich bewusst. Resmio-CEO Christian Bauer erklärt, auf was Gastronomen bei der Digitalisierung ihrer Geschäftsprozesse achten müssen - 5 Dos & 5 Don’ts.

Das Entwickeln einer digitalen Expertise ist für Gastronomen und Restaurantbesitzer unerlässlich (Bild: Pixabay)
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Jeder von uns, der schon einmal Gastronomen bei der Arbeit zugeschaut hat, weiß, dass hier Jongleure im Einsatz sind. Für gutes Essen und gute Getränke sorgen und den persönlichen Kontakt zu den Gästen pflegen – all dies sind Faktoren, die Gastronomen aufblühen lassen. Doch daneben kommen Einkauf, Buchhaltung, Waren- und Lagerwirtschaft, Reservierungen und Personalplanung im Alltag dazu. Zudem ist das Entwickeln einer digitalen Expertise für Restaurantbesitzer eine echte Herausforderung. Viele sind sich der Potenziale und Möglichkeiten der Digitalisierung ihrer Branche nicht wirklich bewusst. Im Folgenden soll gezeigt werden, auf was Gastronomen bei der Digitalisierung ihrer Geschäftsprozesse achten müssen und worauf sie verzichten sollten.

Das sind die Dos für mehr digitale Würze im eigenen Betrieb


1. Als Leader vorangehen

Wer in seinem Restaurantbetrieb die Organisation von analog auf digital umstellen möchte, hat in erster Linie auch Personal, das überzeugt werden möchte. Dazu gehört auch, ihnen die Angst zu nehmen, dass Arbeitsplätze durch neue Tools und Prozesse ersetzt werden. Wer jedoch Begeisterung zeigt und Verständnis für das Neue schafft, wird auf lange Sicht Erfolg haben. Nur wer mit seinen Mitarbeitern transparent und auf Augenhöhe kommuniziert und Digitalisierung vorlebt, wird auch schnell sein Personal hinter sich wissen.

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2. Know-how des Personals in Prozesse integrieren

Das Service- und das Küchenpersonal sollte unbedingt in die digitalen Prozesse mit einbezogen werden. Da sie die Abläufe in ihrem täglichen Ablauf am besten kennen, können sie wertvolle Hinweise für einen optimierten Ablauf liefern. Restaurantbesitzer sollten Alleingänge vermeiden und jeden einzelnen Posten zurate ziehen. Hier kann zum Beispiel ein Fragebogen helfen, der veranschaulicht, wo die Herausforderungen im Betrieb liegen und welche Verbesserungen sich die Mitarbeiter wünschen.

3. Smarter Umgang mit Gästedaten

Je mehr Gäste smarte Tools und Services für ihr kulinarisches Erlebnis nutzen, desto mehr Potenzial birgt dies für Gastronomen, eine stabile Kundenbindung aufzubauen. Das kann durch gezielte Marketingaktionen passieren, zum Beispiel einen Newsletter. Nur wer individuell auf die Wünsche und Bedürfnisse seiner Gäste eingeht und versteht, die Daten sinnvoll zu nutzen, kann einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil erzielen.

4. Mehr Zeit in die Gäste investieren

Individueller Service am Gast ist heutzutage gefragter denn je. Denn sind die Kunden vom Essen, Service und einem ganzheitlichen Erlebnis begeistert und fühlen sich wohl, bleiben sie dem Restaurantbetrieb treu. Neue Technologien ersparen im Hintergrund viel Arbeit, damit der Kontakt zum Gast persönlich bleiben kann. Zwar kann das Marketing ein entscheidendes Zünglein an der Waage sein, dennoch wächst die Loyalität der Besucher durch echte Gastfreundschaft und menschliche Begegnungen.

5. Iteration statt Aktivismus

Wer jetzt denkt, dass die betriebsinternen Abläufe sofort auf digital umgestellt werden müssen, sollte zunächst einen Schritt zurück gehen. Eine Strategie hilft die eigenen Prozesse zu analysieren und welche Tools gebraucht werden. Wichtig ist, Schritt für Schritt zu denken und nicht gleich alles auf einmal umzusetzen.

Mehr zum Thema: Wie Tim Mälzer seine Personal Brand aufgebaut hat

Die Don’ts – welche Fehler sind zu vermeiden?


1. Wahllos Tools und Services einsetzen

Die Frage, die sich Gastronomen stellen müssen, ist, ob und an welcher Stelle Prozesse digitalisiert werden müssen und welchen Mehrwert entsprechende Tools bieten. In der Theorie klingen reibungslosere Kundenerlebnisse und schnellere Abläufe toll, aber oft scheitert es an der Umsetzung. Eine reibungslos funktionierende Technik, mit der das Personal nicht überfordert ist, ist ein absolutes Must-have.

2. Überforderung von Personal und Gästen

Ein Restaurantbetrieb lebt von seinem Personal und den Gästen. Allen technischen Neuerungen und Erleichterungen zum Trotz – nach wie vor bevorzugt der Gast den persönlichen Kontakt zu Menschen. Dieser Umstand wird sich wohl auch verstärken je mehr die Digitalisierung in die Branche Einzug hält. Daher ist es wichtig, digitale Prozesse allmählich in den Betrieb einzuführen. Auch Gäste können darauf hingewiesen werden, entweder auf den sozialen Kanälen, im Newsletter oder bei der Begrüßung. Auf diese Weise wird mehr Sensibilität auf beiden Seiten erzeugt – bei den Gästen und beim Personal.

3. Fehlende Einarbeitung des Personals

Halten neue Techniken Einzug in den Restaurantbetrieb, ist es wichtig, das Personal in alle Neuerungen einzuführen und zu schulen. Der Arbeitsalltag von den Mitarbeitern ist nicht selten gekennzeichnet durch Stress, daher sollte sich für die Einarbeitung neuer Services und Lösungen genügend Zeit genommen werden. Viele Anbieter bieten auch Einführungsveranstaltungen an oder zeigen anhand von Erklärvideos die Funktionsweise der neuen Tools.

4. Abhängigkeit von Plattformen

Wichtig für Restaurantbetreiber ist, dass sie in möglichst vielen Netzwerken sichtbar sind. Ein Silo-Denken kann hier von großem Nachteil sein. Lösungen, die eine automatische Listung auf unterschiedlichsten Partnerportalen (u.a. Google My Business, Branchenportalen etc.) beinhaltet, hat den Vorteil, dass sich Gastronomen nicht mühsam einzeln auf Karten, in Apps und sozialen Netzwerken ein Profil erstellen müssen.

5. Digitalisierung ignorieren

Last but not least: Wer den digitalen Einfluss auf das Gastrogewerbe ignoriert, wird leider schlechte Karten haben. Je mehr Akteure die Vorteile der neuen Technologien für sich entdecken, desto mehr innovative Lösungen wird es für die Branche geben. Inzwischen gibt es Services und Tools, die ohne großen zeitlichen und finanziellen Aufwand in das Business integriert werden können.

Fazit: Keine Angst vor digitalen Themen!

In erster Linie geht es darum, die aufwendigen und zeitintensiven Tätigkeiten von Gastronomen zu vereinfachen. Auf diese Weise können sich Restaurantbetreiber auf das konzentrieren, was sie wirklich können: Mit Herz und Leidenschaft Gastronom sein. Wichtig ist, dass neue Prozesse schrittweise in den Betrieb eingeführt werden und dass alle Beteiligten abgeholt und geschult werden.

Mehr zum Thema: Das Abenteuer beginnt jetzt: KI-basierte Systeme im Vertrieb und Marketing

Christian Bauer, CEO von resmio, ist Experte für Digitalisierung in der Gastronomie.
Der Mehrfach-Gründer startete seine Karriere in frühen Jahren als Hotelfachmann. Mit 30-jähriger Gastronomieerfahrung kreierte er aus dem als Reservierungstool gestarteten Unternehmen eine internationale Managementlösung für Restaurantbesitzer, die die Digitalisierung im eigenen Betrieb vorantreiben möchten.

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