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Adobe Fotografie Technologien

Haut und Landschaften retuschieren mit Lightroom CC

Adobe hat seinem Fotobearbeiter und -verwalter ein großes Update spendiert. Die spannendste Neuerung ist ein Struktur-Schieberegler, der Retuschen für Portraits und Landschaft bringt.

Adobe hat seinem Fotobearbeiter ein großes Update spendiert (Bild: Unsplash)
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Eine neue Home-View, die immer die aktuellsten Bilder und interaktive Tutorials nach dem Start anbietet - das ist nur eine der neuen Funktionen nach dem großen Update von Adobe für Lightroom.

Außerdem erleichtert die Verwaltung und Zusammenarbeit eine Einladungs-Funktion, die es möglich macht, Fotos zu Alben per E-Mail oder einen geteilten Link hinzuzufügen, oder nur zu betrachten. Die Stapelbearbeitung gibt es nun auch für Android-Nutzer.

Training
Auf dem iPad warten im Homebildschirm neue Tutorials und zuletzt importierte Aufnahmen

Die bei weitem spannendste - wenn auch auf den ersten Blick gar nicht so spektakuläre Neuerung - ist ein neuer Schieberegler, der künftig in allen Versionen (Mac, Windows, iOS, Android, and ChromeOS) in der Lightroom CC und Classic-Version zu finden ist: Struktur (bringt ähnlich wie zuvor vielleicht schon der Effekt "Dunst entfernen" schnelle wie wirkungsvolle Möglichkeiten, mit denen man die Optik von Bildern aufwerten kann. Die Grundidee kam dem Entwickler Max Wendt. "In meiner Fotografie kommen oft Gesichter und Portraits vor. Es gibt dafür ausführliche Retusche-Möglichkeiten in Photoshop, wir haben aber viele Anfragen für weniger aufwändige - und schnellere - Möglichkeiten für das Glätten von Haut in Lightroom und Camera Raw bekommen Der Struktur-Regler ist das Ergebnis und wir sind stolz darauf."

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Trotzdem gibt es immer noch genug Workflows, wo man zu Photoshop greifen muss - die Struktur-Funktion in Lightroom reiche für viele Bilder laut Wendt. Neben der höheren Arbeitsgeschwindigkeit und der leichteren Bedienung gibt es vor allem einen Vorteil: Die Textur-Manipulationen arbeiten non-destruktiv. Das heißt: Auch später ist es jederzeit wieder möglich, zum Original-Bild zurückzukehren, indem man mit "Foto > Auf Original zurücksetzen" alle Bearbeitungsschritte vom Bild entfernen - oder den Regler später wieder auf "0" stellen.

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Das Bild glätten, ohne es unscharf werden zu lassen

Im englischen Original heißt der Regler "Texture" und beschreibt etwas intuitiver für was er sich eignet: Oberflächen wie Rinde, Stein, Holz und auch die anspruchsvollste von allen, die Haut in Portraits, lässt sich damit verstärken oder abschwächen. Das Besondere am Struktur-Regler ist, dass er ganz leicht die Haut glättet - ohne an Bildschärfe zu verlieren. So sieht es aus, als wäre ein Portrait mit einem Weichzeichner geknipst worden. Vor allem bei der Portrait-Fotografie ist der Struktur-Regler ein großer Helfer, weil er kleine Unregelmäßigkeiten wie Poren verschwinden lässt. Vorher stand nur der Klarheit-Regler zur Verfügung, der aber Verluste im Kontrast mit sich bringt. Genauso verändert der Schärfe-Regler insgesamt die Bildschärfe. Was macht Struktur also anders?

Die Entwickler erklären es in ihrem Blog wie folgt: "So wie Sie ein Bild in Farbkanäle (z.B. rot, grün und blau) aufteilen können, kann auch ein Bild in verschiedene 'Frequenzen' aufgeteilt werden. Es gibt Hochfrequenzdetails, Mittelfrequenzmerkmale und Niederfrequenzbereiche, die zusammen das Bild ergeben," schreibt Wendt.

Der bisherige Schärfen-Regler bezog sich dabei auf die Hochfreqzenzdetails, Manipulationen bringen aber auch immer Veränderungen in den anderen Bildfrequenzen, die sich dann in übertriebenen Details oder Rauschen zeigen können. Struktur kann zum Beispiel Mittelfrequenzen manipulieren ohne die anderen zu beeinflussen.

Struktur Haut
Bei dezentem Einsatz kann Struktur Haut glätten, ohne den Kontrast und die Bildschärfe zu beeinflussen

Nicht übertreiben

Struktur kann übrigens mit negativen Werten bis 100 Haut glätten, mit dem positiven Bereich geht es in Richtung künstlicher Alterung wie mit der populären "Face App", da Falten, Sommersprossen und andere Unregelmäßigkeiten verstärkt werden. Wie beim schon erwähnten "Dunst entfernen" bringt es vor allem der sparsame Einsatz, will man Porzellan-Haut oder übertrieben kräftige Falten und Barthaare vermeiden. Aber mit der richtigen Dosis werden Hautbereiche geglättet, ohne dass feine Details verloren gehen. So bleibt der natürliche Look erhalten.

Wie alle Effekte in Lightroom lässt sich auch Struktur selektiv nutzen. So ist es möglich, in einem einzigen Bild Hauttöne in bestimmten Bereichen zu glätten und in anderen gleichzeitig zu verstärken. Mit Verläufen und Pinseln lassen sich Bildbereiche auswählen und andere schützen. Dann muss der Strukturregler nur auf die gewünschten Gesichtspartien angewandt werden.

So lässt sich zum Beispiel die Haut glätten, der Bart oder die Augenbrauen etwa werden verstärkt. Trotz des neuen Reglers haben die Vorgänger wie "Klarheit" oder "Schärfen“ immer noch ihre Vorteile sind nicht aus Lightroom verschwunden. So lässt sich Struktur auch mit diesen Effekten kombinieren. Struktur arbeitet deutlich dezenter als Klarheit, das sich auch stärker auf Luminanz und Sättigung auswirkt.

Textur ist übrigens längst nicht nur ein Spezialist für Haut und Portraits: Auch Landschaftsfotos lassen sich mit dem Regler dezent aufpeppen, indem Strukturen wie Felsmuster, Baumrinde oder Wasser verstärkt werden.

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