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Das Bundeskanzleramt sucht mehrere Nerds für das neu geschaffene Referat 621 "Grundsatzfragen der Digitalpolitik" (Bild: stock.adobe.com)
New Work Politik KI

Hashtag Neulandjob: Kanzleramt sucht Bundes-Nerds

Noch vor Kurzem hatte Helge Braun einen Tweet zum Thema Bienenschutz angeheftet. Seit dieser Woche ist der Chef des Bundeskanzleramts auf der Suche nach mehreren Nerds für Angela Merkel.

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Zu lange hat die Bundesregierung das Thema Digitalpolitik, nun, sagen wir, stiefmütterlich behandelt und anderen Parteien das Feld überlassen. Insbesondere die Liberalen haben diese Chance genutzt und mit Alexa geplaudert, den #fedidwgugl-Streich gespielt oder eine Nerd-Stellenausschreibung mit Witz und Charme gepostet.

Digitalpolitik ist jetzt Chefsache

Diese Woche hat das Bundesregierung öffentlich Schluss gemacht mit seiner eher zögerlichen Netzpolitik. Und zwar gleich doppelt: Einmal hat die Kanzlerin sich überzeugen lassen, die Datenschutzgrundverordnung zu lockern, zum anderen sind aktuell gleich mehrere sogenannte "Neulandjobs" ausgeschrieben - von keinem geringeren als dem Chef des Bundeskanzleramts und Bundesminister für besondere Aufgaben, Helge Braun.

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Am Mittwoch twitterte er: "Wir suchen Nerds fürs Bundeskanzleramt #neulanjob" und verlinkte auf eine Stellenausschreibung für das neu geschaffene Referat 621 "Grundsatzfragen der Digitalpolitik".

Das Bundeskanzleramt möchte ein "interdisziplinäres Team" zusammenstellen, das die "unterschiedlichen Facetten des digitalen Wandels für Gesellschaft, Wirtschaft und Staat analysiert, weiterdenkt und einordnet." Es soll weiterhin Anstöße für notwendige politische Weichenstellungen in unterschiedlichen Politikfeldern geben. Konkret genannt werden etwa die Themenbereiche künstliche Intelligenz, virtuelle Realität, Blockchain oder Big Data.

Was müssen die Bundes-Nerds können?

Bewerber sollten einen Master-Abschluss mitbringen. Was sie studiert haben, spielt für das Bundeskanzleramt dabei keine entscheidende Rolle, Praxiserfahrung dagegen schon: gesammelt entweder in einem Unternehmen, Start-up oder einem Forschungsinstitut. Grundkenntnisse und ein Verständnis übers Programmieren sind ebenso Voraussetzung für den Job als Bundes-Nerd.

Anders als bei der Nerd-Stelle der FDP wirbt das Bundeskanzleramt nicht mit so viel Kaffee und Mate, wie das Herz begehrt, sondern mit der Möglichkeit des "Job-Sharing". So macht die Regierung den Posten für viele Digitalexperten interessant.

Alles in allem ein sehr kluger Schachzug - und mindestens genauso wichtig wie das Thema Bienenschutz, Herr Braun!

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