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Mit der App PreShow können Besucher kostenlos ins Kino (Bild: iStock/Yuri Arcurs)
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Gratis ins Kino: Warum Advertiser bei dieser App aufhorchen sollten

Der einstige Gründer der Kino-Flatrate-Plattform MoviePass bringt mit "PreShow" eine neue App auf den Markt, die den Zuschauer fürs Ansehen von Werbespots mit einem kostenlosen Kinobesuch belohnt. Wie Stacy Spikes’ Idee funktioniert, warum Kinobetreiber darüber nicht nur glücklich und Advertiser aufmerksam sein sollten.

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Wer sich im Karrierenetzwerk LinkedIn das Profil von Stacy Spikes ansieht, sieht da vor allem Abkürzungen: VP, SVP, CEO – es scheint, als habe der heute 51-Jährige immer nur ganz oben, an der Spitze von Unternehmen gestanden, als Vice President oder Senior Vice President Marketing von so namhaften Firmen wie Miramax, Motown Records oder Sony Music.

Auch seine eigenen Unternehmensvisionen erwiesen sich als Erfolg auf wirtschaftlicher wie kreativer Ebene: Das von ihm gegründete Urbanworld Film Festival, das Spikes 1996 gründete, gilt heute als eines der größten internationalen Filmfestivals seiner Art. Nach über 15 Jahren bei der gleichnamigen Non-Profit Foundation gründete Spikes 2011 dann MoviePass, eine abo-basierte Kino-Plattform, die zu geringen monatlichen Kosten eine Ticket-Flatrate für Kinobesucher anbietet.

MoviePass wurde im Herbst 2017 mehrheitlich an Helios and Matheson Analytics verkauft, ein langfristiger Erfolg des Start-ups schien gesichert und Spikes, laut "Business Insider" einer der „Leaders of Film Entertainment Marketing“, verließ das Unternehmen, mit der Aussicht auf einen freien Kopf und neue Ideen. Welche Vision er wohl als nächstes realisieren würde?

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Die Filmbranche war schon immer Stacy Spikes’ bevorzugtes Wirkungsfeld und Spielwiese. Nach seinem Karrierestart als Produktmanager zahlreicher Musiker wechselte er bald ins Marketing von Filmproduktionsgesellschaften, bevor er mit dem Urbanworld Film Festival und MoviePass endlich seine ganz eigenen Ideen verwirklichen konnte. Und so verwundert es nicht, dass auch sein neuestes Projekt mit dem Thema Film zu tun hat. Genauer gesagt: mit dem Konsum von Kinofilmen. Und noch genauer: mit kostenlosen Kinobesuchen. Na, Interesse geweckt?

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Spikes’ neueste Idee: von Filmfans für Filmfans – aber ein Bärendienst für Kinobetreiber?

"PreShow is created by movie fans, for movie fans", so lautet der Slogan der Kampagne, den Spikes nun bei der Crowdfunding-Plattform Kickstarter eingestellt hat. Die Grundidee der App namens PreShow: Wer sich in der App einen Film ausgesucht hat, den er gerne gratis sehen will, muss zunächst eine bestimmte Anzahl an Branded-Content-Ads ansehen, die ihm ebenfalls in der App bereitgestellt werden.

Nach 15 bis 20 Minuten Werbekonsum wird der User mit Points belohnt, die er in einen kostenfreien Kinobesuch umtauschen kann. Per Gesichtserkennungstechnologie soll sichergestellt werden, dass der Zuschauer tatsächlich präsent und aufmerksam ist. Schweift der Blick ab oder entfernt man sich zu weit vom Device, stoppt die Werbung. Das Paket an Ads soll entweder thematisch zum Film passen oder Produkte bewerben, die auch im Film vorkommen, und immer die Möglichkeit eines weiteren Engagements durch den Advertiser mit dem Zuschauer bieten.

Warum PreShow der Filmbranche keinen Gefallen tut und Advertiser aufmerksam sein sollten

Schon MoviePass mit seinem verlockenden Angebot, zu einem geringen Preis (nach Übernahme von Helios and Matheson zwischen rund 10 und 15 Dollar monatlich) in fast jedem Kino aktuelle Filme ohne weitere Kosten ansehen zu können, wurde als schädigend für die Filmbranche kritisiert.

Was laut Spikes die Leute zu attraktiven Preisen wieder mehr in die Kinos locken sollte, mussten am Ende die Kinobetreiber teuer bezahlen, die, so der Vorwurf aus der Branche, ein immenses Risiko eingingen und von den Einnahmen von MoviePass nur wenig profitierten. Auch PreShow könnte der Branche allein durch die Unberechenbarkeit, die Gratis-Gutscheine mit sich bringen, weiteren Schaden zufügen.

Mit PreShow wolle er die boomende Welt des Product Placements noch direkter mit dem Filmkonsumenten zusammenbringen, so Stacy Spikes im Video auf Kickstarter.com. Und so könnte für Werbetreibende – Stichwort Aufmerksamkeitsökonomie – dieser neu inszenierte "Tausch" von Aufmerksamkeit gegen Kinotickets durchaus interessant sein. Besonders wenn auch im Film entsprechendes Product Placement betrieben wird, wird die Werbebotschaft für denjenigen Zuschauer durch eine entsprechende "Pre-Show" verstärkt, der den Film tatsächlich sehen wird.

Allerdings sollten sich interessierte Unternehmen schon mal gegen den Vorwurf der allumfassenden Überwachung wappnen und sich wohl oder übel auch mit den Vor- und Nachteilen der Gesichtserkennungstechnologie auseinandersetzen – und mit der Gefahr, dass die Nutzer die App mit Fotos, Videos oder anderen Ideen zu hintergehen versuchen.

Mit ausgewählten Nutzergruppen will Spikes seine App in den kommenden Monaten testen – dafür hat er die Crowdfunding-Kampagne mit einem auffallend geringen Zielbetrag von 10.000 Dollar gegründet. Drei Funding-Levels sind möglich, um am exklusiven "Private Launch" teilzunehmen, und an potenziellen Investoren mangelt es nicht: Rund 41.000 Dollar, also bald 500 Prozent des Minimalbetrags, sind bereits zusammengekommen.

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