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Googles Lufttaxis Cr Cora
Das ist Cora - eines der Lufttaxis der Firma Kitty Hawk (Foto: Kitty Hawk)
Special Google Nadia Riaz

Googles Lufttaxis: Mit Cora von einem Ort zum nächsten fliegen

Google-Mitgründer Larry Page finanziert eine Firma, die einen Flugdienst mit Lufttaxis entwickelt. Der deutsche Wissenschaftler Sebastian Thrun leitet Kitty Hawk.

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Kitty Hawk ist eine Firma in Neuseeland, die Lufttaxis aus eigener Entwicklung heraus starten möchte. An finanzieller Unterstützung mangelt es nicht: Google-Mitgründer Larry Page finanziert die Firma privat.

Die kleinen elektrischen Maschinen für zwei Personen können senkrecht starten und dann wie ein Flugzeug fliegen. Ein ähnliches Konzept verfolgt auch die deutsche Firma Lilium, die ein Elektroflugzeug für fünf Personen entwickelt. Andere Anbieter wie die Daimler-Beteiligung Volocopter aus Deutschland oder Ehang aus China setzen eher auf eine Art Riesendrohnen. Nach einer Reihe von Geheimflügen auf der Südinsel des Pazifikstaats wurde es am Dienstag in Wellington der Öffentlichkeit gezeigt.

Cora heißt das Lufttaxi von Kitty Hawk. Dieser Firmenname wiederum lehnt sich an die amerikanische Kleinstadt an der Küste North Carolinas an, wo die Brüder Wright Anfang des 20. Jahrhunderts ihre ersten motorisierten Flüge unternahmen. In Neuseeland ist die Firma unter dem Namen Zephyr Airworks aktiv. Bisher sickerten aber nur Videos von einem Prototypen durch, der nichts mit der nun vorgestellten Maschine mit Cora gemeinsam hat.

Cora soll autonom fliegen. Das Flugzeug hat zwölf Elektromotoren und soll mit einer Höchstgeschwindigkeit von 177 Kilometern pro Stunde bis zu 100 Kilometer weit fliegen können. Die Pläne von Lilium sind ambitionierter: Deren Flugzeug soll mit seinen 36 Motoren in einer Stunde bis zu 300 Kilometer zurücklegen können.

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Googles Lufttaxis Cr Cora
Cora - eins von Googles Lufttaxis. (Bild: Kitty Hawk)

Sebastian Thrun: CEO von Kitty Hawk

Das von Page privat finanzierte Flugprojekt wird von Sebastian Thrun geleitet - einem aus Deutschland stammenden Wissenschaftler. Er gilt heute als einer der Vordenker des Silicon Valley. Thrun stammt aus Solingen, promovierte in Bonn und ging dann in die USA. Dort wurde er Chef von Google X, ein Forschungslabor des Unternehmens. Anschließend arbeitete er als Professor an der kalifornischen Elite-Universität Stanford. Mit den Lufttaxis möchte Thrun den Traum vom alltäglichen Fliegen für jeden verwirklichen.

Sebastian Thrun Udacity
Sebastian Thrun - CEO von Kitty Hawk und Gründer der Online-Universität Udacity. (Bild: Udacity)

Sebastian Thrun hat außerdem die weltweit erste Internet-Universität gegründet: Udacity. Das Kursprogramm der Online-Uni entwickelte Sebastian Thrun gemeinsam mit den Top-Unternehmen der Branche, wie Google und Facebook. Entstanden sind Kurse mit Inhalten, die in Industrie und Wirtschaft heute sehr gefragt sind. Die Udacity-Abschlüsse werden von vielen Arbeitgebern als Fortbildungen anerkannt.

Ob Digital Marketing, VR Entwicklung, Robotics oder künstliche Intelligenz: Die Udacity-Kurse haben das Ziel, die Studenten auf die Jobs der Zukunft vorzubereiten.

In einem Interview gegenüber der ZEIT stellte sich Thrun als großer Fan der Digitalisierung dar. "In der Vergangenheit haben fast alle technologischen Revolutionen das Leben besser gemacht", sagte er im Interview. "Vor noch 300 Jahren haben die meisten Menschen in der Landwirtschaft gearbeitet, sie konnten weder lesen noch schreiben und sind im Alter von 30 oder 40 Jahren gestorben." Heute hätten wir hygienische Toiletten, Strom und können innerhalb von zehn Stunden die Kontinente wechseln. "Dieser Trend wird weitergehen, denn die Digitalisierung macht unser Leben besser. Keine Technologie setzt sich durch, wenn das Leben dadurch schlechter wird."

Und das gilt auch für die Lufttaxis.

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