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Google hat seinen KI-Rat im April nach nur einer Woche wieder aufgelöst (Foto: Google Campus / Google)
Google KI Künstliche Intelligenz

"Google muss wie eine Weltmacht behandelt werden"

Nachdem Kritik an einem seiner Mitglieder laut geworden war, hatte Google seinen KI-Rat im April nach nur einer Woche wieder aufgelöst. Bei einer Konferenz in London haben jetzt zwei ehemalige Ratsmitglieder darüber gesprochen, wie die Justiz mit dem gigantischen Konzern umgehen sollte.

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Bei der CognitionX Conference in London haben zwei ehemalige Mitglieder des KI-Rats von Google über das desaströse Unterfangen gesprochen. Die Computerwissenschaftlerin Joanna Bryson von der University of Bath und De Kai, Experte für künstliche Intelligenz an der Hongkong University of Science and Technology, sprachen während eines Panels über Verantwortung und Kontrollmöglichkeiten von künstlicher Intelligenz, als sie der Moderator auf ihre allzu kurzfristige Aufgabe bei Google ansprach.

Die Ethik-Rat hatte selbst Probleme mit der Ethik

Die aus acht Experten unterschiedlicher Disziplinen bestehende Gruppe sollte Google im Umgang mit ethischen Problemen bei der Entwicklung von KI-Software beraten. Nachdem aber massive Kritik an dem Ratsmitglied Kay Coles James und deren gegen die LGBTQ-Gemeinde und Immigranten gerichtete Rhetorik aufkam, zog Google sofort einen Schlussstrich und beendete das gesamte Projekt, anstatt vielleicht nur James zu entlassen.

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Gegen einen solchen Konzern sind einzelne Länder machtlos

In London vertrat Bryson nun die Ansicht, die Justiz sollte den Vorfall zum Anlass nehmen, um die Regulierung von Google mit seiner unglaublichen Reichweite zu überdenken. Google sei eine Weltmacht und müsse auch so behandelt werden.

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Die Regierungen einzelner Länder könnten vielleicht kleine oder mittlere Unternehmen regulieren, "aber keine Regierung der Welt ist zuständig für all die Länder, in denen Google vertreten ist", sagte die Wissenschaftlerin laut Business Insider. Solche Konzerne müssten einer Weltordnung unterliegen, die auch dafür sorge, dass sie Steuern zahlten.

Als ersten Schritt müssten sich die Gesetzgeber nun mit den führenden Köpfen hinter den Konzernen zusammensetzen und in Verhandlungen über Regulierungen treten.

Über das Aus des KI-Rates sagte Bryson schon im April laut Forbes, Google hätte "lieber gleich den Stecker gezogen, als sich zu verteidigen."

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Der Skandal als Paradebeispiel für die Macht künstlicher Intelligenz

Brysons Kollege De Kai äußerte noch die Vermutung, künstliche Intelligenz hätte einen wesentlichen Anteil daran gehabt, dass sich der Skandal innerhalb des Ethik-Rates so schnell über die sozialen Medien verbreitet habe. "Das konnte nur durch KI solche Ausmaße annehmen, weil es in jeden Feed gespült wurde und veranschaulicht genau, mit welchen Problemen wir uns hinsichtlich künstlicher Intelligenz konfrontiert sehen.“

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