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FC Bayern-Star Jérôme Boateng ist ein Idol und hat Millionen Fans (Foto: GettyImages/A.Hassenstein)
Google Influencer Influencer Marketing

Google: Fußballclubs verspielen das Influencer-Potenzial ihrer Stars

Nicht wenige Fußballprofis haben Millionen Fans und damit das Level von Lifestyle-Influencern erreicht. Umso spannender die Frage: Wie gelingt es den Fußballclubs der ersten und zweiten Bundesliga, das durch Google-Suchanfragen nach ihren Stars hervorgerufene Monetarisierungspotenzial auszuschöpfen? web-netz sports, die Sport-Unit der Online-Agentur web-netz, ist dieser Frage nachgegangen.

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Die Ergebnisse der Untersuchung von web-netz sports zeigen, dass es den meisten Clubs nicht gelingt, das Potenzial ihrer Stars bei Google auszuschöpfen. Felix Benckendorff, der die Leitung von web-netz sports inne hat, erklärt: "Unsere Daten-Erhebungen in der ersten und zweiten Bundesliga ergeben, dass die einzelnen Spieler der Clubs in Summe ein riesiges Suchvolumen hervorrufen, bei manchen Clubs sogar wesentlich mehr als es Suchanfragen nach den einzelnen Clubs gibt. Spieler können nicht nur sportlich die Wertigkeit eines Most Value Player erreichen, sondern auch mit Blick auf die Vermarktung der Clubs. Umso mehr muss es für die Clubs darum gehen, die Strahlkraft ihrer angestellten Vertragsspieler als Influencer zielführend zu nutzen."

"Die Stars besitzen eine riesige Strahlkraft"

Das prominenteste internationale Beispiel ist Superstar Cristiano Ronaldo. Die Social-Media-Kanäle seines neuen Clubs Juventus Turin bekamen im Sommer 2018 einen Zuwachs von drei Millionen Usern. Allein am Tag der Verkündung des Transfers von Real Madrid nach Turin verkaufte Juventus Turin laut Berichten von Yahoo Sport Italy über 500.000 Trikots - wohl mit einem Umsatz von 50 bis 75 Millionen Euro.

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In der deutschen Bundesliga erlebte auch der FC Bayern München mit dem kolumbianischen Star James Rodriguez einen Boom auf seinen Kanälen, als der Südamerikaner 2017 von Real Madrid nach München wechselte. Und die Party im P1 von FC Bayern-Star Jérôme Boateng am Abend des Spitzenspiels gegen Borussia Dortmund am 6. April sorgte ebenfalls für riesigen Online-Wirbel in bester Influencer-Lifestyle-Manier, als die zweite Ausgabe seines Magazins "BOA" gefeiert wurde.

Für Benckendorff steht fest: "Die Stars besitzen eine riesige Strahlkraft, die sich die Bundesligaclubs als Arbeitgeber nicht entgehen lassen sollten." Und das bezieht sich vor allem auf die Online-Welt, wo es für die Clubs darauf ankommt, die Suchanfragen der Fans auf die Club-Webseiten zu lotsen. Benckendorff erklärt: "Wer bei Google nicht auf Seite eins der Suchergebnisse – und das auch noch möglichst weit oben - erscheint, verliert enorm an Relevanz oder wird gar nicht wahrgenommen.“

Auch interessant: Die Anziehungskraft des Trikots: Zwischen Kult und Kommerz

Leitfragen wie diese hat web-netz sports daher in den Fokus seiner Analysen gestellt:

  • Welche Spieler gehören zu den am häufigsten bei Google gesuchten Bundesligastars?
  • Wie nutzen die Clubs die teilweise riesigen Reichweiten ihrer Spieler?
  • Auf welcher Seite erscheint die Spielerseite des Arbeitgeber-Clubs zu dem gesuchten Spieler?

Ein Blick auf die Zahlen des aggregierten Suchvolumens nach allen Spielern eines Clubs in der nachfolgenden Tabelle liefert einen interessanten Überblick über die extremen Reichweiten-Potenziale der deutschen Top-Fußballclubs alleine in Deutschland.

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Ranking mit Summe der Suchanfragen nach allen Spielern eines Clubs im Monat

1

FC Bayern München

911.200

2

Borussia Dortmund

483.700

3

B. Mönchengladbach

197.180

4

Eintracht Frankfurt

192.760

Sandhausen-Sensation

Der Kader des Zweitligisten SV Sandhausen überraschte bei der Auswertung mit einem bemerkenswerten Suchvolumen (36.000), das höher ausfällt als das von Kultclubs mit langjähriger und hoher Fanresonanz, wie es der FC St. Pauli (15.820) - mit dem Status einer internationalen Fußball-Marke – oder auch Union Berlin (30.250) sind. Die Ursache liegt dabei auf der Hand und unterstreicht die oben erwähnte Influencer-Thematik.

Denn mit dem isländischen Fußballprofi Rurik Gislason hat der SVS einen seit der WM 2018 extrem gefragten Influencer in seinen Reihen, der dem medial eher wenig beachteten kleinen Club einen sehr großen Aufmerksamkeitsschub verliehen hat. Nach Gislason suchen durchschnittlich 14.800 Fans monatlich, das entspricht bereits 40 Prozent des gesamten SVS-Suchvolumens. Diese Zahlen offenbaren, dass ein Influencer wie Gislason als Traffic-Turbo für die Club-Homepage genutzt werden sollte.

Klick für Klick: Kein Kick für die Clubs

Ein Blick auf die untenstehende Tabelle liefert harte SEO-Fakten: Bei Suchanfragen nach Topstars gehen die Clubs leer aus. Denn wenn Suchanfragen nach Spielern bei Google eingegeben werden, erscheinen auf der ersten Seite der Suchergebnisse nie die Webseiten der Clubs - mit Ausnahme von Robert Lewandowski – der an fünfter Position auf der ersten Seite erscheint.

Ein besonders prominentes Beispiel für das digitale Dilemma ist Nationaltorhüter Manuel Neuer vom FC Bayern München, der mit durchschnittlich 165.000 im Monat die meisten Suchanfragen unter allen Bundesligastars hervorruft. Auf Seite eins der Ergebnisse thronen oben Neuers eigene Kanäle, während der FC Bayern als Arbeitgeber erst auf Seite zwei an Position 13 erscheint.

Google-Ranking der Top-11-Stars

Google Ranking Der Top 11 Stars 20190425
Die Tabelle zeigt das Google-Ranking der Top-11-Stars. Am gefragtesten ist Manuel Neuer, aber sein Club rankt weit hinten auf Position 13 – und geht somit leer aus. Tabelle: web-netz

Die Summe der Suchanfragen ist riesig. Alleine die Top 4 kommen insgesamt auf eine halbe Million Suchanfragen – jeden Monat, nur in Deutschland, nur bei Google! Neben sechs Stars vom FC Bayern München sowie dem BVB-Duo Mario Götze und Marco Reus stürmen auch zwei schwäbische Angreifer ins Top-10-Feld: Evergreen und Ü30-Angreifer Mario Gomez vom VfB Stuttgart und Ex-VfB-Talent Timo Werner als Nationalspieler von RB Leipzig. Auf Rang 11 der Tabelle folgt mit Torhüter Kevin Trapp ein Star von Eintracht Frankfurt.

Benckendorff: "Die Nachfrage ist sehr groß, leider machen sich die Clubs das bisher kaum zu eigen. Denn laut Klickwahrscheinlichkeits-Analysen muss man davon ausgehen, dass fast 99,9 Prozent der User kein Ergebnis von Seite zwei klicken."

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Die "Wölfe" an der Spitze vor der "Werkself"

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Die Tabelle zeigt die durchschnittliche Ranking-Position im März 2019. Tabelle: web-netz

Den Spitzenplatz als bester Ranking-Club hat sich der VfL Wolfsburg knapp vor Bayer 04 Leverkusen gesichert. Insgesamt landet der VfL mit vielen weiteren Spielern auf der ersten Suchergebnisseite.

Bemerkenswert beim Zweitplatzierten Bayer 04 Leverkusen: Die Bayer04-Webseite ist nicht nur zu ihren aktiven Spielern verhältnismäßig gut auffindbar, sondern auch zu den bekannten an den Club gebundenen Ex-Spielern, hebt Benckendorff hervor: "Sportfunktionär Rudi Völler sorgt als Fan-Liebling noch immer für eine große Online-Nachfrage mit durchschnittlich 22.000 Suchanfragen monatlich." Ein Blick auf die Liste der ehemaligen Bayer04-Stars zeigt auf, wieviel Attraktivität sich da im SEO-Radar bewegt - darunter Michael Ballack, Ze Roberto oder Lucio.

Die "Großen" geben "klein bei"

Die deutschen Topteams FC Bayern München und Borussia Dortmund erzeugen das größte Suchanfrageninteresse bei Google, können aber bei der Auffindbarkeit zu ihren Spielern nicht überzeugen. Beide scheinen die Nachfrage bei Google noch nicht entdeckt zu haben – jedenfalls bedienen sie diese bei kaum einem Spieler ihres Kaders.

So werden die Bayern mit ihren Spielerseiten durchschnittlich erst an 41. Position gerankt, der BVB sogar erst auf Rang 59. Schlusslicht ist Borussia Mönchengladbach. Der beliebte Club lässt die knapp 200.000 Suchanfragen monatlich brach liegen und rankt aktuell zu keiner Suchanfrage mit der entsprechenden Spieler-Landingpage in den Top-100 Suchergebnissen.

Learnings

Benckendorff empfiehlt: "In SEO-Maßnahmen zu investieren bedeutet, die technische Auslesbarkeit einer Webseite kompetent in Angriff zu nehmen, damit Google relevante Informationen auf der Webseite einfacher finden kann."

Da der Content vor Ort durch die Spieler greifbar vorhanden ist, muss dieser "nur noch zielgerichtet organisiert und SEO optimiert aufbereitet werden", so Benckendorff.

Auch interessant: How to: SEO für Webseiten

Dieser Beitrag ist mit kompletter Analyse zuerst bei Web.Netz erschienen.

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