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Google Kunst NASA

Google: Auf die gute ART

Google generiert sich nicht nur als Datensammler, sondern engagiert sich auch in Kunst und Kultur. Jetzt wurde das Projekt "Google Arts & Culture" wieder groß ausgeweitet.

New Planet von Konstantin Yuon, 1921 - Science Museum (UK) (Bild: Google Arts & Culture)
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Den Suchmaschinen-Riesen Google nehmen die meisten Nutzer nur als sammelwütige Werbemaschinerie wahr, die User 24/7 trackt und mit personalisierter Werbung im Web umschmeichelt. Doch die Datenkrake kann auch anders. Im Februar 2011 hat das Unternehmen aus Kalifornien sein Projekt "Google Arts & Culture" ins Leben gerufen.

Vielen Internetsurfern ist die Plattform bis heute noch unbekannt, dabei wird hier doch Kunst und Kultur auf die gute ART vermittelt: Hier lassen sich die großen Museen und Ausstellungen virtuell besuchen, gratis vom heimischen Sofa aus. Und, für Google ja eher ungewöhnlich, ganz ohne Registrierung.

Google Arts Culture 1
(Bild: Google Arts & Culture)

110 Partner weltweit für "Once upon a try"

Aktuell empfiehlt sich das virtuelle Google-Museum ganz besonders: Der Dienst wurde mit weiteren kostenlosen Inhalten wieder einmal ausgebaut. Bisher ließen sich mit der App Kunstwerke und kulturelle Errungenschaften entdecken. Aktuell wurde die Datenbank erweitert: Sie beinhaltet jetzt auch "große Entdeckungen und Erfindungen der Menschheit", die sich hochauflösend und im Detail betrachten lassen. Dazu hat sich der US-Konzern mit 110 Partnern aus aller Welt zusammengeschlossen. Darunter finden sich große Institutionen wie die US-Weltraumbehörde NASA und das im schweizerischen Genf liegende Europäische Kernforschungszentrum CERN.

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"Once upon a try" nennt sich die virtuelle Ausstellung der großen Erfindungen. Sie ist im Web sowie in der Arts&-Culture-Gratis-App (für iOS und Android) zugänglich.

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Once Upon A Try Foto 2
(Bild: Google Arts & Culture)

Die neue Gratis-Kultur

Google stellt dabei mehr als 400 interaktive Geschichten kostenlos zur Verfügung. Die neue Gratis-Kultur wird mit mehr als 200.000 Zeichnungen, Artefakten und Videos opulent präsentiert. Auch mit 14 deutschen Partnern. Das Deutsche Museum, das Deutsche Technikmuseum und die drei Häuser der Museumsstiftung Post und Telekommunikation sind unter anderem vertreten, insgesamt gibt es 43 kuratierte Ausstellungen.

Besonders spektakulär ist die AR-Ansicht der Entstehung der Menschheitsgeschichte. Durch das Programm "Big Bang AR" führt die bekannte Schauspielerin Tilda Swinton, bei dem sich der Urknall in Augmented-Reality-Ansicht nacherleben lässt. Die "Big Bang AR" App steht auch als Extra-App zum Download für iOS und Android bereit.

Google Arts Culture 2
(Bild: Google Arts & Culture)

Doch die Ausstellung der Erfindungen klärt auch ganz profane Dinge des Alltags: Wer hat die Zahnbürste erfunden, wer die Toiletten? Und warum hätte es den Cheeseburger beinahe gar nicht gegeben? Du findest hier auch die Geschichte des Fahrrads und einen Beitrag, der zeigt, wie sich Technik und Kommunikation im Laufe der Jahrhunderte verändert haben.

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Weltweiter Kunst- und Kulturführer

Doch nicht nur das Stöbern im Wissenslexikon "Once upon a try" ist ein Besuch wert. Dank der Google-App Arts & Culture hast du einen mobilen weltweiten Kunst- und Kulturführer unterwegs immer dabei. Bilddaten aus über 1000 Museen und Institutionen lassen sich betrachten – aus quasi allen Epochen und weltweiten Regionen.

Täglich neu kuratiert

Dabei kuratiert Google die massive Datensammlung aus Kunst, Kultur und Wissenschaft auch noch täglich neu: Wird beispielsweise die Arts&Culture-Anwendung neu gestartet, zeigt sie täglich andere Künstler, Kunstrichtungen oder interessante Genres und Orte. Ein Kalender listet historische Ereignisse wie Todes- und Geburtstage. Touren zu historischen Orten und geschichtlichen Ereignissen runden das Angebot virtueller Touren ab.

Wer bestimmte Wünsche hat, findet Exponate oder Personen in Text und Bild auch über die mächtige Suche in deutscher Sprache. Allein 127.000 Ansichten der NASA können betrachtet werden. Und wer Orte des Weltkulturerbes von zu Hause entdecken will, betrachtet via Google Cardboard oder StreetView hochauflösende 360 Grad-Aufnahmen.

  • Google Arts Culture Ansicht Suche Nach Begriff Mars
    (Bilder: Google Arts & Culture)
  • New Planet Von Konstantin Yuon 1921 Science Museum Uk
  • Once Upon A Try

Als Hobby-Projekt im Google Office entstanden

Entstanden ist Google Arts & Culture als Side-Projekt von Google-Angestellten. Die Firmenpolitik sah es vor, 20 Prozent der Arbeitszeit für eigene Projekte zu nutzen. So erstellten kunstinteressierte Google-Mitarbeiter in eineinhalb Jahren die erste Version. Inspiriert wurde das Projekt von Google Earth. Dort waren 14 Kunstwerke aus dem Madrider Prado-Museum in hochaufgelöster Form zu sehen. Das gefiel einigen Google-Mitarbeitern offenbar so gut, dass sie dieses kleine Kunstprojekt zu einer großen virtuellen Ausstellung ausbauten.

Und dieser Ausbau ist noch nicht beendet. Das Projekt, an dem sich inzwischen rund 1800 Kulturorganisationen aus über 80 Ländern beteiligen, wird permanent erweitert. Aktuell stehen 200.000 Kunstwerke, über 6 Millionen Fotos, Videos, Manuskripte und weitere Dokumente zur Ansicht bereit. Das wird eine lange Museumstor auf deinem Sofa…

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