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Google Max Foto 2 Gronau
Max ist das neueste (Riesen)Baby von Google - auf der IFA wurde der Home Assistant vorgestellt (Foto: Michael Gronau)
Google IFA Smarthome

Google: 20 Jahre und kein bisschen leise

Nicht nur bei Apple begann alles in einer Garage – auch bei Google. Am kommenden Dienstag feiert der Internetriese seinen 20. Geburtstag – und erinnert auf der IFA nicht nur an die Historie, sondern präsentierte vor allem auch neue Produkte und Strategien. LEAD war dabei.

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Die Firmengeschichte des Suchmaschinen-Riesen begann, wie auch bei Apple, in einer Garage in Palo Alto – und zunächst nur in den USA. Erst im Oktober 2001 stellte Google seinen ersten deutschen Mitarbeiter ein. Und es dauerte noch mal ein ganzes Jahr, bis mit AdWords das erste Produkt hierzulande gelauncht wurde. 2004 startete Gmail in einer Testversion, nur auf Einladung (das Mail-Programm kam erst im Juni 2012 offiziell nach Deutschland).

2006 wurde Google Maps zeitgleich in Deutschland, Spanien, Italien und Frankreich gestartet, 2006 übernahm der Konzern auch YouTube. Im November 2010 startete Street View. Damals war Oberstaufen der erste deutsche Ort, der mit Panoramen im Netz besichtigt werden konnte.

Und als weiterer Meilenstein der Firmengeschichte gilt die Einführung des neuen Google-Smartphones Pixel im Oktober 2016. Mittlerweile wird die dritte Generation des Pixel, im Netz schon geleakt, erwartet. Am 9. Oktober dürfte sie voraussichtlich präsentiert werden.

20 Jahre Google. Aus dem kleinen Projekt, das am 4. September 1998 mit Sergey Brin und Larry Page in der Garage des Hauses von Susan Wojcicki (die heute CEO von YouTube ist) seinen Lauf nahm, ist längst ein gewaltiger Konzern geworden. Die ursprüngliche Google-Speichereinheit wurde aus Legoblöcken und zehn 4-Gigabyte-Festplatten konstruiert. Es standen also zum Start nur 40 GB Speicherkapazität zur Verfügung. Heute betreibt Google 13 Rechenzentren auf vier Kontinenten.

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Ein gewaltiger Sprung. Und Google kennt natürlich keinen Stillstand, wie sich aktuell auch auf der IFA in Berlin zeigt.

Google Max startet in Deutschland

Google Max Foto 1 Gronau
Hübsch präsentiert auf der IFA in Berlin - Googles neuer Star Max (Foto: Michael Gronau)

Mit dem Google Max Home bringt der Konzern seinen größten Smart Speaker, der bereits seit Ende 2017 in den USA verkauft wird, nun auch in die deutschen Verkaufsregale. Der Name „Max“ ist dabei Programm, der intelligente Speaker wiegt satte 5,3 Kilo und damit zweimal so viel wie der HomePod von Apple.

Zu einem Preis von 399 Euro hofft Google darauf, auch bei HiFi-Enthusiasten zu punkten und endgültig ins Wohnzimmer vorzudringen. Zuletzt gaben bereits in einer Studie der TeamBank schon 13 Prozent aller Deutschen an, einen Sprachassistenten wie Siri, Alexa oder Google Assistant zu nutzen.

Zwei Google Max lassen sich mittels Google-Home-App zu einem Stereo-Paar zusammenschalten. Der Speaker mit integriertem Sprachassistenten passt seinen Klang auch dem jeweiligen Raum an, in dem er steht. Ein Equalizer für individuelle Einstellungen ist nicht vorgesehen.

Bass, Bass, Bass!

Beim LEAD-Hörtest im Bikini-Haus Berlin offerierte der Google Max einen sehr voluminösen Klang. 20 Jahre und kein bisschen leise: Mit dem Speaker lassen sich auch größere Räume mühelos bespielen. Ein wesentliches Merkmal: Der Sound ist sehr basslastig. Wie die Google-Verantwortlichen für den Max LEAD erzählten, liege das daran, dass Nutzer von Speakern einfach immer „Bass, Bass, Bass“ bei Lautsprechern fordern würden. Diesem Umstand trägt Google Rechnung. Gegencheck: Der HomePod und der Sonos One, wenn auch deutlich kleiner, spielen etwas differenzierter auf.

Google Home Max Inside Foto Google
So sieht der Google Max zerlegt aus - zerlegen könnte sein Bass auch das ein oder andere Wohnzimmer (Foto: Google)

Was dem Max Home noch fehlt, ist ein Display. Zwar sagt das Portal Nikkei Asian Review noch für Ende des Jahres ein solches Google-Gerät voraus, doch aktuell ist Amazon mit dem Echo Show da schon einen Schritt weiter – und längst auf dem Markt.

Displays können dann nicht nur als Steuerzentrale fürs Smart Home dienen, sondern auch Videos, Kochrezepte oder Kalender anzeigen. Neben Amazon mit dem Echo Show hat etwa JBL mit dem Link View Speaker ein Gadget gezeigt, dass einen 8-Zoll-Touchscreen integriert. Gleiches gilt für die Archos-Hello-Speaker. Ab 150 Euro werden sie auf Android-Basis mit 5, 7 oder sogar 10-Zoll-Display angeboten.

Trotz des fehlenden Displays ist der Google Max Home eine ernsthafte Konkurrenz zum HomePod und zu den Alexa-Geräten von Amazon. Deren Echo-Reihe punktet zwar mit präziser Sprachsteuerung, allerdings mit eher dürftig-durchschnittlichem Klang bei, zugegeben, deutlich niedrigen Preisen (ab 60 Euro/Echo Dot, Echo 99 Euro).

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Zweisprachiger Assistent

Auf der IFA hat Google auch mit einem interessanten Software-Update gepunktet. Der Google Assistant versteht als weltweit erster Sprachassistent zwei Sprachen gleichzeitig.

Nun lassen sich beliebige Paare aus den Sprachen Englisch, Deutsch, Französisch, Italienisch und Spanisch auswählen. Besonders geeignet ist die Funktion für zweisprachige Haushalte. Die Antwort erfolgt dann immer in der Sprache, in der der User eine Frage gestellt hat. Schon in Kürze will Google den gleichzeitigen Support von drei Sprachen anbieten.

So versucht Google seine (kleine) Vormachtstellung im Bereich Sprachsteuerung weiter auszubauen. Ein Drittel des weltweiten Marktes nimmt die Google-Software laut neuen Zahlen der Marktforscher von Canalys inzwischen ein. Amazons Alexa folgt knapp dahinter mit rund 25 Prozent Marktanteil.

Abläufe für den Google Assistant

Ebenfalls neu ist die Funktion „Abläufe“. Damit lassen sich über den Google Assistant gleich mehrere Dinge mit nur einem einzigen Befehl ausführen. Sind die Standard-Abläufe einmal festgelegt (zur Auswahl stehen sechs), kann beispielsweise die Musik oder das Licht im Haus parallel eingeschaltet werden. Mit einer Bibliothek von einer Million „Actions on Google“ ist es zudem machbar, eigene benutzerdefinierte Abläufe zu erstellen.

Assistant-Kooperationen mit Partnern

Wer nicht die Google-eigenen Speaker möchte, kann auch zu einem Modell eines anderen Herstellers greifen, der die Google-Assistant-Integration anbietet. Laut Google wird der Assistant bis Ende des Jahres in diesen neuen Speakern und Soundbars implementiert sein: Bang & Olufsen Beosound 1 und Beosound 2, Blaupunkt PVA 100, Harman Kardon Citation-Serie, Kygos Speaker Kygo B9-800, Polaroid Sam and Buddy sowie Marshall Acton und Stanmore.

Für weitere Smart-Home-Produkte hat Google rechtzeitig zur IFA die Integration von Google Assistant „in den kommenden Monaten“ angekündigt. Dazu gehören neue Gadgets von tado, Homematic, Netatmo, TP-Link, Somfy, FIBARO Switch, Medion und Nanoleaf sowie smarte Öfen von Electrolux bzw. Intelligente Staubsauger von iRobt Roomba. Mit diesen Integrationen treibt Google die Vernetzung des smarten Zuhauses weiter voran.

Wer eher viel unterwegs ist, darf sich auf die Google-Assistant-Einbindung in Android-Smartphone wie das neue LG G7 One, das frisch vorgestellte Sony Xperia XZ3 oder in Kopfhörer wie LG Tone Platinum oder JBL Everest GA freuen.

Auch in einem weiteren Bereich geht Google eine Kooperation ein. In Partnerschaft mit ReSound sollen weitere smarte Hörgeräte entwickelt werden. Auf der IFA wurde bereits das ReSound LiNX Quattro vorgestellt. Es ist ab sofort verfügbar. Es ist bereits die vierte LINX-Generation.

Neues WearOS

  • Google Wear Os Foto Google
    Bessere Swipe-Gesten und proaktive Hilfe verspricht Google für die neueste WearOS-Version (Foto: Google)
  • Google Wear Os Foto 2
    Bessere Swipe-Gesten und proaktive Hilfe verspricht Google für die neueste WearOS-Version (Foto: Google)

Noch im September führt Google zudem die neueste Version von „WearOS by Google“ ein. Nicht alle Features werden sofort verfügbar sein. Aber mit besseren Swipe-Gesten und einer verbesserten „proaktiven“ Hilfe soll der Google Assistant auf den Smartwatches aufgewertet werden. Die Einbindung neuer Gesundheitsziele ist mit Hilfe des kürzlich erst präsentierten Trainingsprogramms Google Fit ebenfalls auf der Uhr vorgesehen.

So gesehen muss sich das Unternehmen auch rund um den 20. Geburtstag keine Sorgen um die eigene Gesundheit machen.

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