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Laut einer Studie des Digitalverbands Bitkom sehen sechs von zehn Befragten die schlechte Vereinbarkeit von Beruf und Familie als Grund für den geringen Frauenanteil in Führungspositionen der Digitalbranche (Bild: AdobeStock/Yakobchuk Olena)
Diversität IT Unternehmenskultur

Gleiche Chancen für Frauen in der IT-Branche

Von Initiativen für Schülerinnen über gerechte Auswahlverfahren bis hin zu Mentoringprogrammen: Das Reisetechnologie-Unternehmen Amadeus setzt sich in allen Bereichen gezielt für die Förderung von Frauen ein. Senior Vice President Sabine Hansen Peck gibt Einblicke in die Herausforderungen und Lösungsmöglichkeiten.

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Im Grunde ist es heute selbstverständlich, dass Männer und Frauen in sämtlichen Branchen und Berufen die gleichen Chancen haben. In der Praxis aber sieht es häufig noch ganz anders aus. Vor allem in den sogenannten MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) sind Frauen noch stark unterrepräsentiert. Das fängt in den Schulen an, geht an den Universitäten weiter und zeigt sich dann logischerweise auch in den technischen und naturwissenschaftlichen Berufen. Je weiter man in den Firmen nach oben schaut, desto spärlicher wird die Zahl an weiblichen Mitarbeitern.

Mangelnde Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Die wichtigste Frage ist natürlich: Was sind die Hürden? Was hielt Frauen bisher von Führungspositionen in der IT-Branche ab? Diese Frage stellte der Digitalverband Bitkom zum Girlsday im März 2019 Gleichstellungsbeauftragten, Personalmanagern und Geschäftsführern von mehr als 500 IT-Unternehmen in Deutschland. Das Ergebnis: Sechs von zehn Befragten sehen die schlechte Vereinbarkeit von Beruf und Familie als Grund für den geringen Frauenanteil in Führungspositionen der Digitalbranche. Als großes Problem wurde hier beispielsweise die mangelhafte Infrastruktur für Kinderbetreuung identifiziert. Jeweils etwa jeder Zweite nannte Hürden beim Wiedereinstieg nach der Babypause, ungünstige Arbeitszeiten und Präsenzpflicht als entscheidende Faktoren. 46 Prozent beklagten die mangelnde schulische Förderung von Mädchen in den MINT-Fächern. Und 45 Prozent der Befragten sahen nach wie vor eine "gläserne Decke" in Unternehmen, die dazu führe, dass männliche Mitarbeiter gegenüber gleich qualifizierten Kolleginnen bevorzugt würden.

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Um Frauen bessere Aufstiegschancen zu bieten, setzt sich Amadeus seit Jahren aktiv dafür ein, das Geschlechterungleichgewicht durch gezielte Aktivitäten zu verringern – innerhalb des Unternehmens ebenso wie im voruniversitären Bereich. Um junge Frauen zu einer MINT-Karriere zu ermutigen, unterstützt Amadeus beispielsweise in Spanien die Initiative "Inspiring Girls" und in Großbritannien "Code First: Girls Conference". Beide Initiativen verfolgen das Ziel, Mädchen für bislang eher männlich dominierte Berufe zu begeistern, etwa indem sie Frauen aus Berufsfeldern kennen lernen, die traditionell größtenteils von Männern besetzt sind.

Mehr zum Thema: Women in Tech: So wird die IT-Branche für Frauen attraktiv

Klare Gleichstellungsziele

Innerhalb des Unternehmens hat sich Amadeus im Bereich Human Resources und auf Managementebene klare Gleichstellungsziele gesetzt. Im Mittelpunkt stehen dabei der Abbau des geschlechtsspezifischen Lohngefälles, die Sicherstellung einer proportionalen Beteiligung an der Programmentwicklung, Chancengleichheit bei Beförderungen und geschlechtsunabhängige Einstellungsprozesse. So wird auf geschlechtsneutrale Stellenangebote und überprüfen regelmäßig die Auswahlverfahren in Hinblick auf Chancengleichheit.

Selbstverständlich wird gleiche Arbeit bei gleichen Qualifikationen, Fähigkeiten und Erfahrungen auch gleich bezahlt. Die Vergütungsprozesse werden fortwährend überwacht, um jede Art von Ungerechtigkeiten zu vermeiden. Eine ausgeglichene Work-Life-Balance steht ebenfalls im Fokus: Vor allem auf der unteren bis mittleren Führungsebene, wenn die Kinder der Mitarbeiter meist noch kleiner sind, ist eine gute Unterstützung für die Kinderbetreuung ebenso unerlässlich wie flexible Arbeitszeiten und faire Förderprozesse.

Mentoring und Netzwerke als Karriere-Booster

All diese Maßnahmen haben das Ziel, ganz generell die Chancen und Möglichkeiten von Frauen zu stärken. Im Bereich der Karriereplanung gibt es spezielle Mentoring-Programme für Frauen mit dem Ziel, weiblichen Mitarbeitern den Zugang zum höheren Management zu erleichtern. Ganz gezielt werden Frauen durch Cross-Counseling-Programme unterstützt. Zudem gibt es das Women‘s Network: Dieses wurde 2012 gegründet und ist auf internationaler Ebene für alle Menschen im Unternehmen offen – also für Frauen und auch Männer. Denn Chancengleichheit und Vielfalt kann man einfach nur gemeinsam erreichen.

Mehr zum Thema: "Führungskräfte müssen heute wie Schamanen sein"

Sabine Hansen Peck ist als Senior Vice President, People, Culture, Communication & Brand bei Amadeuszuständig für die globale Belegschaft, die 19.000 Mitarbeiter an 190 Standorten umfasst. Darüber hinaus leitet sie die Kommunikations- und Markenaktivitäten der Gruppe.

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