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(Screenshot: Boston Dynamics)
Roboter KI Machine Learning

Die Generation Roboter

Sie räumen Regale ein, sie öffnen Türen, erforschen den Meeresgrund oder operieren am offenen Herzen: Roboter sind längst Teil unseres Lebens, auch, wenn wir sie nicht immer zu Gesicht bekommen. LEAD stellt die Stars aus den KI-Laboren vor.

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Atlas, die Sportskanone

Der Athlet unter den Robotern trainiert seit 2013 im Labor von Boston Dynamics. Der circa 1,80 Meter große Roboter wurde ursprünglich für Rettungsaktionen entwickelt, so kann er beispielsweise problemlos über unebenes Terrain marschieren. Wenn er hinfällt, kann er ohne fremde Hilfe wieder aufstehen. Atlas füllt aber auch mal bereitwillig Regale auf. Er ist mehr Kameras und Lasern ausgestattet, um seine Umgebung zu scannen. Atlas' Körper ist dem eines Menschen nachempfunden, nur ist der Body des Roboters von Natur aus trainiert: Rückwärtssaltos - kein Problem.

Spot, der beste Freund des Menschen

Im Februar faszinierte SpotMini die ganze Welt. Ein Video des äußerst wohlerzogenen Robohundes von Boston Dynamics, in dem er einem Artgenossen die Tür öffnet, schaffte es an die Spitze der Trending-Charts von YouTube und wurde über neun Millionen Mal angeklickt. SpotMini wiegt rund 25 Kilo und ist damit ein Leichtgewicht unter Robotern. Durch Stromversorgung kann SpotMini circa eineinhalb Stunden frei herumlaufen, kann aber auch von Menschen gesteuert werden. SpotMinis großer Bruder Spot kann mit dem Hintern wackeln und auf zwei Beinen (in jedweder Kombination, zum Beispiel auch einem Vorder- und einem Hinterbein) stehen und sogar apportieren und bei Bedarf die Spülmaschine einräumen (Who's a good boy?!).

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Für einen zweiten Viralhit sorgte Spot jüngst, als er auf einer Bananenschale ausrutschte (siehe Video unten). Forscher betrachten den Publikumsliebling als Meisterleistung der Mechatronik. Nur eines kann der Robohund noch nicht: mit dem Schwanz wedeln. Er hat nämlich gar keinen.

Handle, das Schwergewicht

Handle kombiniert Agilität mit Leistungsstärke. Der circa zwei Meter große Roboter schafft auf seinen Rädern bis zu 15km/h und bis zu 24 Kilometer an einem Stück. Handle ist batteriebetrieben. Der Roboter kann sehr hoch und springen und erinnert an einen Skateboardfahrer oder Eiskunstläufer. Konzipiert wurde der Roboter, um schwere Lasten zu transportieren. Dank seiner Beweglichkeit kann er dies geschickt auch in engen Räumlichkeiten.

Asimo, der Vielseitige

Asimo (die englische Abkürzung für Advanced Step in Innovative Mobility) kann mit Menschen kommunizieren. Durch zwei Kameras (eine davon zur Gesichtserkennung) kann der 2011 von Honda entwickelte Roboter nicht nur Personen identifizieren, er kann auch Bewegungen und Gesten deuten, wie etwa einen Händedruck oder Winken. Der humanoide Roboter kann einfache Aufgaben erledigen, etwa einen Servierwagen schieben, Getränke einschenken oder Türen öffnen. Asimo, der aussieht wie ein kleiner Astronaut, kann auch sprechen. Durch das Screenen seiner Umgebung ist Asimo außerdem in der Lage, Treppen zu steigen oder einem der beliebtesten menschlichen Hobbies nachzugehen: Fußballspielen.

da Vinci, der Lebensretter

Das "da Vinci Surgical System" besteht aus einer ganzen Reihe an Robotern, die seit der Jahrtausendwende in Operationssälen Leben retten. Da Vinci übersetzt Handgriffe in noch feinere Bewegungen, die es Chirurgen ermöglichen, auch sehr komplizierte Operationen fehlerfrei durchzuführen. Über eine Konsole kann der Arzt vier Roboterarme steuern, die über dem Patienten platziert werden und unter anderem auch 3D-Kameratechnologie enthalten. Die Aufnahmen werden dem Arzt auf einem HD-Bildschirm übertragen. Vorteil: Roboterarme zittern nicht. Wie filigran da Vinci arbeitet, zeigt dieses Video einer "OP" an einer Traube.

OceanOne, der Tiefseetaucher

OceanOne wurde vom Labor für Künstliche Intelligenz der Universität Stanford entwickelt und hilft Forschern dabei, auch schwer zugängliche oder gefährliche Bereiche im Ozean zu untersuchen, etwa Korallenriffe. Der humanoide Roboter wird aus einem U-Boot, das mit dem Roboter verbunden ist, durch Menschen gesteuert. Berührt OceanOne etwas, bekommt der Steuermann das haptische Feedback zurückgespielt.

SoFi, die verdeckte Detektivin

Der jüngste Star der Roboterwelt heißt SoFi. Das Massachussetts Institute of Technology baute mit Sofi den ersten Roboter, der nicht nur aussieht wie ein Fisch, sondern auch exakt dessen Bewegungen nachahmt. So können die Wissenschaftler von den echten Tieren unbemerkt die Unterwasserwelt erforschen. SoFi kann sich durch eine Hydraulikpumpe in der Silikonflosse an verschiedene Strömungen anpassen. Betrieben wird der Roboter von einem Linux-PC im Kopf. Da er von Fischschwärmen nicht als Fremdkörper wahrgenommen wird, kann er bis zu 40 Minuten am Stück unter Wasser Aufnahmen der echten Tiere und ihrer Umgebung machen.

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