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Samsung Galaxy Fold 3
Samsung hat das Galaxy Fold offiziell präsentiert und auch schon einen Verkaufsstart genannt (Foto: Samsung)
Samsung Smartphone Tipps

Samsungs neue Bibel

Gestern hat Samsung auf seinem alljährlichen Unpacked-Event in San Francisco das neue Galaxy Fold enthüllt. Was bislang nur ein Gerücht war, ist also doch ein marktreifes Smartphone. LEAD verrät, ob sich ein Kauf lohnt.

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Knapp 750.000 Zuschauer haben gestern beim Livestream auf YouTube die Vorstellung des gerüchteumwobenen Smartphones Samsung Galaxy Fold in San Francisco verfolgt. Seit Jahren bereits geisterte das Gerücht eines faltbaren Smartphones immer wieder durch den Cyberraum und über den Mobile World Congress, die alljährliche große Smartphone-Messe. Zu sehen gab es nie etwas.

Vermutlich machte die Faltvorrichtung den Koreanern großes Kopfzerbrechen. Doch Ende vergangenen Jahres verdichteten sich die Gerüchte, das Smartphone wurde sogar kurz gezeigt. Und jetzt hat Samsung das Galaxy Fold offiziell präsentiert und auch schon einen Verkaufsstart genannt.

Vom Smartphone zum Tablet mit einem Klapp

Im zusammengeklappten Zustand soll das Galaxy Fold ein Display mit 4.6 Zoll Bildschirmdiagonale haben. Aufgeklappt verdoppelt sich die Bildschirmdiagonale fast - auf 7.3 Zoll – also Tabletgröße. Dafür hat Samsung eine neue Polymerschicht erfunden und ein Display entwickelt, das rund 50 Prozent flacher ist als ein typisches Smartphone-Display. So weit, so schick. Allerdings sah die zusammengefaltete Version in der Präsentation trotz neuer Technik fast so dick aus wie ein Finger und erinnert damit ein wenig an die allerersten Mobiltelefonprügel.

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Daten zu Dicke und Gewicht des Samsung Galaxy Fold hat Samsung noch nicht veröffentlicht. Von flach und grazil würde ich jedoch eher nicht sprechen. Doch "wir stehen ja auch erst am Anfang einer neuen Generation von Smartphones" wird Samsung-Chef DJ Koh nicht müde zu betonen. Hier ist also noch Entwicklungspotenzial nach oben.

Der wahre Knackpunkt dürfte aber der Faltpunkt sein: Schließlich soll sich das Smartphone viele Millionen Mal öffnen und wieder schließen lassen ohne zu brechen. Entsprechend lange hat Samsung an den Scharnieren getüftelt und mehrere, ineinandergreifende Zahnräder verbaut. Der gesamte Mechanismus ist elegant im Gehäuse versteckt. Doch erst die Praxis wird zeigen, wie stabil die Scharniere wirklich sind. Gut möglich, dass sie die Achillesverse des Samsung-Boliden darstellen.

  • Samsung Galaxy Fold 1
    Foto: Samsung
  • Samsung Galaxy Fold 2
    Foto: Samsung
  • Samsung Galaxy Fold 3
    Samsung hat das Galaxy Fold offiziell präsentiert und auch schon einen Verkaufsstart genannt (Foto: Samsung)
  • Samsung Galaxy Fold 4
    Foto: Samsung
  • Samsung Galaxy Fold 5
    Foto: Samsung
  • Samsung Galaxy Fold 6
    Foto: Samsung

Praktische Multitasking-Ansicht

Gut gelungen ist dagegen der übergangslose Fluss der Darstellung. Wer auf dem zugeklappten Display ein Video ansieht und dann das Scharnier aufklappt, kann einfach weitergucken – nun in größerer Darstellung auf beiden Bildschirmen. Das Display ist also – anders als der Mensch – komplett multitasking-fähig. So kannst du zum Beispiel gleichzeitig ein Video schauen, auf Wikipedia etwas nachsehen und dabei noch chatten. Bis zu drei Apps sollen auf dem Bildschirm gleichzeitig dargestellt werden können.

In der Demo wurden YouTube, Chrome, der Messenger und das E-Mail-Programm im Multitasking-Modus gezeigt. Samsung arbeitet eng mit Google und den Android-Entwicklern zusammen, damit die beliebtesten Apps und Dienste wie Facebook, WhatsApp und YouTube mit der Benutzeroberfläche des Galaxy Fold kompatibel sind. Inwieweit auch Games oder andere Apps aus dem App Store parallel aufgerufen werden können und ihre Funktion nicht einbüßen, werden erste Tests zeigen.

Wenn sich das Galaxy Fold öffnet und schließt, werden Apps automatisch so angezeigt, wie der Nutzer sie zuletzt verwendet hat. So können Fotofans beispielsweise durch einhändiges Scrollen ihren Instagram-Feed checken und wenn sie ein Foto zum Teilen schießen oder bearbeiten wollen, öffnen sie einfach das Display und erhalten einen detaillierteren Blick auf das Bild.

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Kamera-Sechser

Mit sechs Objektiven – drei auf der Rückseite, zwei auf der Innenseite und eines auf der Front – ist das Kamerasystem des Galaxy Fold flexibel einsetzbar. So ist es zum Beispiel möglich, während eines Videoanrufs andere Anwendungen parallel zu verwenden. Die drei Linsen auf der Rückseite ermöglichen - wie beim Galaxy S10+ - Weitwinkel-Aufnahmen oder ein tiefes Hineinzoomen ins Bild. Je nach Bildausschnitt nimmt die eine oder die andere Objektivlinse das Foto auf. Damit kommt die Kamera noch einmal ein Stück näher an eine echte Kamera mit Zooomobjektiv heran. Prima Sache.

Wie es sich für ein Oberklasse-Smartphone gehört, war Samsung beim Speicher nicht knausrig: 12 GB Arbeitsspeicher (RAM) und 512 GB für Fotos, Videos und Dokumente stehen bereit. Und das Fold soll Samsung zufolge Daten zwei Mal so schnell lesen wie andere Smartphones.

Dafür und für das große Display braucht das Gerät natürlich auch entsprechende Power. Samsung löst das Problem, indem die Koreaner zwei Akkus verbaut haben, die zu einer Energiequelle verschmelzen. Ein Akku in der Oberseite, ein Akku in der Unterseite, damit das Gewicht des Geräts ausbalanciert bleibt. Der Fingerabdruckscanner befindet sich auf der Seite, auf der der Daumen natürlich ruht, sodass sich das Gerät leicht entsperren lässt.

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Erster Eindruck des Samsung Galaxy Fold

Die technischen Daten sehen vielversprechend aus: Ein großes Display ist sicher für den ein oder anderen ein lange gehegter Wunsch. Und wenn das Umschalten mit allen wichtigen Apps so reibungslos klappt wie in der Demo – wunderbar. Zwei ausreichend dimensionierte Akkus sollten genügend Power für eine großes Display und hohe Rechenleistung mit sich bringen, haben aber zugleich auch ziemlich viel Gewicht.

Fotofans werden sich für die Dreifach-Kamera und deren Möglichkeiten begeistern – das verheißt gute Bilder. Offen bleibt die Frage, wie leicht und flach das neue Flagschiff wirklich ist und wie robust das Scharnier konstruiert ist. Das kann nur ein Hands-on-Test klären.

Das Samsung Galaxy Fold soll in den USA ab 26. April 2019 für stolze 1980 US-Dollar (etwa 1746 Euro) im Handel erhältlich sein. Der Deutschlandstart ist für Sommer 2019 geplant.

Und was macht die Konkurrenz?

Die Konkurrenz schläft nicht. Auch der chinesische Smartphone-Hersteller Xiaomi scheint ein Falthandy am Start zu haben, wie ein Video zeigt, das vor kurzem die Runde machte. Im Gegensatz zum Galaxy Fold wird das Smartphone nicht auf- und zugeklappt wie eine Bibel, sondern eher wie eine Landkarte zusammengefaltet.

Und auch das Start-up Royole will ein faltbares Smartphone mit einem flexiblen Display auf den Markt gebracht haben. Bei dem Modell namens FlexPai handelt es sich wie bei Samsung um eine Kombination aus Smartphone und Tablet.

Samsung Galaxy S10

Neben dem Galaxy Fold stellte Samsung auch noch das Galaxy S10 offiziell vor. Im Vorfeld waren die meisten Daten bereits geleakt. Die Highlights lassen sich kurz zusammenfassen: Das Dynamic AMOLED-Display ist das bisher technisch raffinierteste Display von Samsung – das Galaxy S10 und S10+ unterstützen erstmalig HDR10+. Dabei nutzt das S10 dynamisches Tone Mapping und ist damit 42 Prozent weniger blaustichig.

Für Sicherheit sorgt ein Ultraschall-Fingerabdruckscanner, der in das Display des Galaxy S10 und S10+ integriert ist. Zudem ermöglicht die neue Kameratechnologie der Galaxy S10-Modelle – dank 123-Grad-Ultraweitwinkel und KI-unterstützten Aufnahmen gute Bilder. Außerdem ist es erstmals möglich, Videoaufzeichnungen in HDR zu filmen. Da sollte die Belichtung immer stimmen, da bei HDR dunkle und überbelichtete Bilder aufgenommen werden und daraus ein optimal belichtetes Bild errechnet wird.

Weiter ist Samsung stolz auf die KI im Galaxy S10, die das Nutzerverhalten analysiert und entsprechend den Akkuverbrauch an die Apps, die oft genutzt werden, anpasst. So soll Akkulaufzeit effizient eingespart werden.

Und eine weitere Neuheit besteht darin, dass Samsung Galaxy S10 /S10 + als "Ladeschale" zu nutzen. Mittels Wireless PowerShare können nicht nur andere Smartphones, sondern auch kompatible Samsung Wearables, wie die Galaxy Watch Active, induktiv über die Geräterückseite geladen werden.

Für das Jubiläums-Smartphone (10 Jahre Samsung Galaxy) gibt es eine exklusive Pre-Order-Aktion: Wer vom 20. Februar bis 7. März ein Galaxy S10 oder Galaxy S10+ vorbestellt, erhält die neuen True Wireless-Kopfhörer Galaxy Buds in Weiß gratis dazu.

Hier ein Video von Samsung zum Galaxy S10:

Modell

Verfügbare Farben

Preis (alle Preise UVP)

Galaxy S10 e 128 GB

Prism White, Prism Black, Prism Green, Prism Blue und Neon Yellow

749 Euro

Galaxy S10 128GB

Prism White, Prism Black, Prism Blue und Prism Green

899 Euro

Galaxy S10 512GB

Prism White, Prism Black, Prism Blue und Prism Green

1.149 Euro

Galaxy S10+ 512GB

Ceramic White, Ceramic Black

1.249 Euro

Galaxy S10+ 1TB

Ceramic White, Ceramic Black

1.599 Euro

​ Samsung Galaxy S10 zur Miete

Wer lieber erst mal testet, kann die neuen Samsung Galaxy S10-Modelle bei Mediamarkt mieten. Mietverträge können ab sofort im Onlineshop, zum Verkaufsstart am 8. März 2019 dann auch bundesweit in allen 275 Mediamarkt-Märkten abgeschlossen werden.

Die Konditionen: Die Mindestmietdauer beträgt sechs Monate, berechnet werden jedoch nur drei Monatsmieten zu jeweils 69,90 Euro (Galaxy S10e), 79,90 Euro (Galaxy S10) oder 99,90 Euro (Galaxy S10+). Nach Ablauf der Mindestmietdauer kann das Smartphone zurückgegeben oder weitergemietet werden.

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