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Fuer Alle Mit Fernweh 10 Argumente Fuer Einen Job Im Ausland
Karriere New Work

Für alle mit Fernweh: 10 Argumente für einen Job im Ausland

Es gibt jede Menge Gründe, den heimischen Arbeitsplatz gegen einen Job als Expat zu tauschen. Die wichtigsten stehen hier.

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Wer bislang nur davon geträumt hat, dem tristen Büroalltag zu entfliehen und den heimischen Arbeitsplatz stattdessen gegen einen Job in New York, Buenos Aires oder Kapstadt einzutauschen, der sollte wissen: Das Leben als Expat bietet eine ganze Reihe Vorteile, wie diese Liste der Social-Media-Plattform Internations zeigt.

10 Argumente für einen Job im Ausland

1. Das Einkommen aufbessern

Laut einer Studie des Jobportals Monster sind 74 Prozent der Deutschen mit ihrem Gehalt unzufrieden. Ein Umzug ins Ausland würde die finanzielle Lage möglicherweise verbessern. Denn fast die Hälfte aller Expats verdient nach eigener Aussage mehr als in der Heimat (51 Prozent), und bei 24 Prozent ist das Einkommen im Ausland sogar um einiges höher. Mehr noch: Ein Fünftel der Expats (21 Prozent) verfügt über ein jährliches Haushaltseinkommen von 100.000 Dollar.

2. Karriere machen

31 Prozent der Expats führen berufliche Gründe als wichtigste Motivation für den Umzug ins Ausland an. Die Arbeit wird ihren Erwartungen offenbar gerecht: Während circa ein Viertel der Expats (26 Prozent) die eigenen Karrierechancen im Ausland negativ bewertet, schätzen mehr als doppelt so viele Studienteilnehmer (53 Prozent) sie positiv ein. 14 Prozent sind mit den Aufstiegschancen sogar rundum zufrieden.

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"Unseren Recherchen zufolge unterscheiden sich die Karrierchancen für Expats von Land zu Land sehr stark," erklärt Internations Gründer & Co-CEO Malte Zeeck. "Besonders ehrgeizige Expats sollten in die USA ziehen – auch bestimmte Wachstumsmärkte wie Kasachstan und Vietnam kommen für sie infrage. Wer dagegen mehr Wert auf sichere Arbeitsplätze und eine stabile Wirtschaftslage legt, fühlt sich in Luxemburg, Deutschland oder der Schweiz besonders wohl."

3. Problemlösungskompetenz stärken

Eine Studie von William W. Maddux (INSEAD Business School) fand heraus, dass größeres Wissen über beziehungsweise stärkere Anpassung an andere Kulturen bei MBA-Studenten in einem internationalen Studiengang die Problemlösungskompetenzen verbessert. Nach fast einem Jahr im Ausland waren diejenigen Studenten, die anderen Kulturen gegenüber aufgeschlossen waren, auch eher dazu imstande, komplexe Verbindungen zwischen unterschiedlichen Ideen herzustellen.

4. Kreativer werden

Angela Leung von der Singapore Management University zeigte in ihrer Studie, dass sich die Vertrautheit mit verschiedenen Kulturen positiv auf die Kreativität auswirkt: Studenten, die mit zwei unterschiedlichen Kulturen in Kontakt kamen, zeigten nicht nur bessere kreative Leistungen, sondern auch kreativere Denkprozesse. Es fiel ihnen zum Beispiel leichter, ungewöhnliche Ideen zu entwickeln. Insofern ist es auch wenig überraschend, dass beinahe jeder zehnte Expat (9 Prozent) im künstlerischen Bereich tätig ist.

5. Ein globales Netzwerk aufbauen

Die 2,8 Millionen Internations-Mitglieder haben im Durchschnitt fünf weitere Nationalitäten unter ihren Kontakten. Vergleicht man dieses Ergebnis mit verfügbaren Daten von Facebook, zeigt sich: Expats haben eher ein globales als ein lokales Netzwerk. Die Facebook-Studie zeigt, dass sich auf der Plattform am häufigsten lokale Freundescluster bilden: 84 Prozent aller Facebook-Freundschaften verbinden Mitglieder im gleichen Land. Auf Internations überqueren 35 Prozent aller persönlichen Kontakte virtuelle Landesgrenzen.

6. Eine neue Sprache lernen

Einer von zehn Expat geht ins Ausland, um eine fremde Sprache zu lernen. Das scheint gut zu funktionieren: Drei von zehn Expats verfügen zumindest über Grundkenntnisse der jeweiligen Landessprache und 43 Prozent können sich sicher verständigen. Zudem zeigt eine repräsentative Recherche unter allen Internations-Mitgliedern, dass 84 Prozent derjenigen, die zur Zeit im Ausland leben, mindestens zwei Sprachen sprechen. 22 Prozent der Befragten beherrschen sogar vier oder mehr Sprachen.

7. Sich als moderner Pionier beweisen

Ob Siedler im 17. Jahrhundert auf der Suche nach einer neuen Welt, Ingenieure im 20. Jahrhundert bei der Entwicklung neuer Technologien oder Startup-Gründer im 21. Jahrhundert bei der digitalen Revolution – was alle Pioniere gemeinsam haben, ist der Mut, sich unbekannten Herausforderungen zu stellen.

Der gleiche Pioniergeist macht auch den Expat aus. Egal, ob man der Arbeit und Karriere zuliebe ins Ausland zieht (31 Prozent), für die Liebe und die Familie (25 Prozent), wegen der besseren Lebensqualität (8 Prozent) oder auf der Suche nach einem neuen Abenteuer (7 Prozent) – der Moment, in dem jemand Neuland betritt, macht ihn zum modernen Pionier.

8. Kommunikationsfähigkeit fördern

Interkulturelle Kommunikation umfasst weitaus mehr als Fremdsprachenkenntnisse. Es geht vielmehr um Souveränität im Umgang mit diversen Kulturen. Sobald sich Expats eingewöhnen und in der neuen Kultur wie zuhause fühlen, werden sie aufgeschlossener, toleranter und geschickter im Umgang mit kulturellen Unterschieden. Dies beschreibt Dr. Rona Hart von der University of East London in ihrem Buch "Preparing for Your Move Abroad: Relocating, Settling In, Managing Culture Shock". Sie erläutert außerdem, dass man andere Menschen weniger (vor)schnell verurteilt sowie sich mit Meinungen und Handlungen auseinandersetzt, die man zuvor ignoriert oder abgelehnt hätte.

9. Mehr Work-Life-Balance

Fast die Hälfte aller Deutschen (46 Prozent) leiden laut einer Umfrage der Techniker Krankenkasse unter Stress am Arbeitsplatz. Wer im Ausland arbeitet, scheint wesentlich bessere Rahmenbedingungen zu haben. Circa sechs von zehn Expats sind mit ihrer Arbeit im Allgemeinen (64 Prozent) sowie mit ihrer Work-Life-Balance (60 Prozent) zufrieden und halten ihren Arbeitsplatz für sicher (57 Prozent). Für bis zu 20 Prozent könnte es gar nicht besser laufen: 17 beziehungsweise 19 Prozent sind mit diesen Aspekten rundum zufrieden. Unter den Befragten bewerten zudem 61 Prozent ihre Arbeitszeiten im Ausland positiv – 38 Prozent vergeben sogar die Bestnote.

10. Vertraue auf die Meinung von 42,5 Millionen Expats

Das Marktforschungsinstitut Finaccord schätzt in seinem Global Expatriates Report, dass die Anzahl der im Ausland arbeitenden Expats weltweit mittlerweile 42,5 Millionen beträgt – 42 Millionen sind Arbeiter oder Angestellte, die auf eigene Initivative ins Ausland gezogen sind; bei den restlichen 500.000 handelt es sich um entsandte Mitarbeiter im Auslandseinsatz.

Zusammen machen sie circa drei Viertel aller Expats rund um die Welt aus. Im Vergleich zum Jahr 2009 ergibt sich eine jährliche Wachstumsrate von ungefähr drei Prozent – der Trend zum Assignment oder zur Jobsuche im Ausland scheint ungebrochen. Und seien wir doch ehrlich: 42,5 Millionen Menschen können nicht irren.

Über Internations

Internations wurde vor zehn Jahren als Social-Media-Plattform gegründet und versammelt alle, die im Ausland leben und arbeiten. Das Fimenmotto "Crossing Borders, Bridging Cultures, and Connecting Global Minds" spiegelt den Anspruch des Startups wieder. Das - in  Verbindung mit 2,8 Millionen Mitgliedern in 390 Städten - gefiel wohl auch dem Karriereportal Xing. Im Sommer hat die Burda-Tochter Internations übernommen. 

Die Informationen, auf denen diese Liste basiert, stammen aus verschiedenen Quellen – aus mehreren akademischen Arbeiten zum Leben im Ausland, dem Feedback der 2,8 Millionen Internations-Mitglieder weltweit sowie der jährlichen Expat Insider-Studie von Internations.

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