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(Foto: stock.adobe.com)
Unternehmenskultur Digitalisierung New Work

Fünf goldene Regeln für einen digitalen Kulturwandel

Viele Unternehmen haben erkannt, dass die zunehmende Digitalisierung der Kommunikation eine stringente Digitalstrategie für das gesamte Unternehmen erfordert. Nur: Oftmals verkennen CEOs, Manager und Geschäftsführer den Zusammenhang zwischen eigener Unternehmenskultur und Kommunikation in Richtung Kunden.

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Eine digitale Marketingstrategie nach außen kann nur dann erfolgreich sein, wenn auch intern eine innovationsaffine, agile Kultur etabliert wird. Wie Unternehmenslenker ihre Mitarbeiter auf die Digitalisierungsreise mitnehmen.

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1. Mitarbeiter involvieren

In vielen mittelständischen Unternehmen und im B2B-Sektor rückt das Thema Digitalisierung gerade in den Fokus. Aber häufig beschränken sich die Aktivitäten darauf, auf die vermeintlichen Stärken der Mitbewerber zu reagieren. Vielmehr sollten Verantwortliche ihre eigenen Potenziale im Blick haben und die Chancen der digitalen Transformation für sich nutzen – und diese Chancen auch nachhaltig an die Mitarbeiter kommunizieren. Tun sie das nämlich nicht, entstehen schnell Überforderungsgefühle und Unsicherheit in der Belegschaft. Gefragt ist jetzt ein neues Grundverständnis von Unternehmenskultur.

Konkret gilt es, den Mitarbeitern die im Unternehmen zu implementierende digitale Strategie, die Ziele im Bereich Marketing und Kommunikation sowie die Chancen genau zu vermitteln. Wichtig ist dabei, herauszustellen, dass Digitalisierung und dadurch entstehende Möglichkeiten, Arbeitsabläufe zu automatisieren und zu optimieren, kein Ersatz für Mitarbeiter sind. Vielmehr können und sollen so Mitarbeiterkompetenzen gestärkt werden. Eine offene, digital unterstützte Unternehmenskultur sollte auch fester Bestandteil im Employer Branding sein, denn gerade jüngere Bewerber fordern heute verstärkt eine mitarbeiterorientierte, agile Unternehmenshaltung.

2. Enabler werden

Digitale Geschäftsprozesse und moderne Kommunikation leben von Geschwindigkeit und Spontanität. Daher ist es besonders wichtig, dass die Kultur eines Unternehmens schnelles und zügiges Handeln ermöglicht und allen Mitarbeitern – insbesondere denen, die mit der Kommunikation beauftragt sind – gewisse Freiheiten erlaubt. Basis ist eine gute interne Kommunikation, Vertrauen und Transparenz.

Ein gutes Tool, um auch digital unerfahrene Mitarbeiter an eine solche Kultur und das Arbeiten mit digitalen Medien heranzuführen, ist ein Social Intranet: Wenn es als ein reduziertes Abbild von beispielsweise Facebook konzipiert wird und die Möglichkeit bietet, Beiträge zu posten, zu liken und zu teilen, verlieren Mitarbeiter oft die Scheu davor, digitale Kanäle auch im Arbeitsalltag und im „Ernstfall“, also nach außen, einzusetzen. Positiver Nebeneffekt: Die interne Kommunikation wird beschleunigt und das Wissensmanagement nachhaltig aufgestellt. Um solche Plattformen erfolgreich einsetzen zu können, sollten Unternehmenslenker ebenfalls auf gezielte Fortbildungen sowie interne Maßnahmen wie Mitarbeiter-Coachings setzen.

3. Denk- und Kompetenzsilos einreißen

Der digitale Wandel macht heutige Arbeitsmodelle so effizient wie nie zuvor. Potenziale werden aber oft zu wenig genutzt. Größtes Hemmnis: etablierte Denk- und Kompetenzsilos. Unternehmen müssen diese überwinden und zügig abbauen. Denn durchlässige, interaktive Kommunikationsstrukturen und -prozesse sind Basis für erfolgreiche digitale Strategien im Marketing und Vertrieb. Nur wenn jeder an einem Projekt beteiligte Mitarbeiter stets Zugriff auf alle aktuellen, relevanten Informationen hat, kann agiler Austausch stattfinden, der auf Produktivität und Innovationsstärke eines Unternehmens einzahlt.

Ein Beispiel: Setzt ein Unternehmen seine Facebook-Präsenz als Kunden-Service-Kanal ein, sollten Kundenfeedbacks und aktuelle Erfahrungen auch mit anderen Abteilungen geteilt werden. Die Chancen der digitalen Kundenkommunikation können dann wertschöpfend im ganzen Unternehmen zum Tragen kommen. Nur so profitiert auch die Produkt- und Service-Entwicklung von den auf Facebook & Co. geäußerten Verbesserungsvorschlägen – oder auch von der Kritik.

4. Die richtigen Tools implementieren

Um erfolgreich abteilungs-, team- und kompetenzübergreifend agieren zu können, bedarf es der richtigen Tools: Moderne Intranet-Systeme oder Cloud-Lösungen sind die Mittel der Wahl. Solche Plattformen haben das Potenzial allen Mitarbeitern stets schnellen und umfassenden Zugriff auf aktuelle Informationen zu bieten.

Von solchen Tools profitieren auch Außendienst und Vertrieb. Mit web-basierten Vertriebsapps optimieren Sales-Mitarbeiter ihre Kundenkontakte und Beratungsgespräche. Sie können in Echtzeit auf aktuelle Informationen zugreifen sowie Ergebnisse und Aufträge direkt über das Tool in das CRM des Unternehmens übertragen.

5. Wertschätzung zeigen

Oft wird das Wichtigste, das eigentlich Selbstverständlichste vergessen: die Wertschätzung gegenüber Mitarbeitern. Respekt vor den Leistungen der Angestellten und Interesse an ihrer persönlichen Entwicklung ist Basis jeder agilen Unternehmenskultur – erst recht in der digitalen Transformation. Schließlich sind es die Mitarbeiter, die mit ihrem Einsatz, ihren Beiträgen und Ideen den Unternehmenserfolg garantieren.

Lob und Anerkennung wirken gegen Angst, Unsicherheit und Frustration in Change-Prozessen. Unternehmenslenker, die dies stets im Hinterkopf behalten, haben einen der wichtigsten Schritte auf dem langen Weg zu einer zukünftigen Arbeitskultur bereits gemacht. Im Kern geht es darum: Manager müssen lernen, ihre Mitarbeiter zu motivieren, zu fördern und zu fordern.

Bewährte Tools, um Wertschätzung auszudrücken, sind Weiterbildungen und Incentives wie Kongress- oder Event-Besuche. Diese zahlen auf die Unternehmensziele und persönliche Entwicklung der Menschen ein.

Der digitale Wandel verlangt ein Umdenken in der Unternehmenskultur mit Weitblick und die Einbeziehung jedes einzelnen Mitarbeiters. Wenn Verantwortliche das berücksichtigen, sind sie für die Zukunft gut aufgestellt.

Zum Autor: Sven Korhummel ist seit 21 Jahren einer der beiden geschäftsführenden Gesellschafter der Digitalagentur cyperfection. Mit seinem über 45-köpfigen Team berät Korhummel Unternehmen wie Roche, Merck, Fuchs Petrolub und Philips in allen Bereichen der digitalen Kommunikationsstrategie und Markeninszenierung.

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