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Ceh Johannes Lead Thomas Dashuber Web
LEAD-Kolumnist Johannes Ceh (Foto: Thomas Dashuber)
Special Ethik leadfaces Kolumne

Mehr Intuition statt Schubladendenken

Welchen Rat hat Business Angel Gary Vaynerchuk zum Umgang mit heiklen Situationen und mutigen Menschen? LEAD-Kolumnist Johannes Ceh hat ihn gefragt.

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Vor ein paar Wochen habe ich ein Plädoyer gegen Scheuklappen geschrieben. Ich selbst bin auf meinem persönlichen und beruflichen Weg immer wieder Schubladendenken begegnet. Die Konfrontation mit diesen Schubladen war alles andere als einfach. Doch die entscheidende Frage war nicht, wer oder welche Schublade mir begegnet. Die entscheidende Frage war, wie gehe ich selber mit dieser Situation und der darin liegenden Herausforderung um.

Auf dem Growth Marketing Summit habe ich mich hierzu mit dem amerikanischer Multiunternehmer und Business Angel Gary  Vaynerchuk unterhalten.

Ich berichtete Gary, wie arbeitsintensiv mein Berufsstart vor rund 20 Jahren als Customer Experience Berater war. Meine Aufgabe war es im Sinne des Kunden alle Touchpoints (Berührungspunkte eines Kunden mit einem Unternehmen) zu orchestrieren. Dies bedeutete auch Widerstände, schließlich waren Abteilungen und Dienstleister es bis dahin nicht gewohnt, derart synchronisiert zu arbeiten; auch das fachliche Verständnis von Customer Experience war bei weitem noch nicht so vorangeschritten wie es heute im Jahr 2018 ist. Unser Team sah sich als Vorreiter, Wegbereiter und Change Agent für den Kunden. 

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Als ich Gary Vaynerchuk von dieser Aufgabe berichte, muss ich nicht zu Ende sprechen. Er weiß sofort, dass sich auch schmerzliche Erfahrungen damit verbinden. Schließlich wurden bestehende Aufgaben als auch Prozesse aller beteiligter Abteilungen infrage gestellt – Reibungen und blaue Augen waren vorprogrammiert.

 Trotz der Widerstände wusste ich: Kunden geben unserer Firma überhaupt erst eine Daseinsberechtigung, somit war für mich klar, es macht Sinn alle Bemühungen auf den Kunden auszurichten. Durch mein Studium der Arbeits- und Organisationspsychologie hatte ich bereits eine gutes Grundgerüst, wie Menschen in Unternehmen zusammenarbeiten. Durch die anstehenden Aufgaben und Widerstände war meine Motivation sogar noch gestiegen, mich weiterzubilden um Innovation, Zusammenarbeit und Veränderungsprozesse in Unternehmen noch besser zu verstehen und zukünftig begleiten zu können. Und mir dabei meinen eigenen Werkzeugkasten für künftige Aufgaben anzueignen. Konsequent „der eigenen Intuition und dem eigenen Weg folgen. Entgegen innerer und äußerer Widerstände“, wie Gary Vaynerchuk es beschreibt.

Das Gehen dieses Weges mündete für mich darin, dass ich meinen „Customer Experience Leadership“-Werkzeugkasten 2017 sowohl in Deutschland als auch den USA vorstellen durfte als auch, dass ich aktuell in Zusammenarbeit mit Professor Heribert Meffert (Gründer des ersten deutschen Marketing-Instituts, Anm.d.Red.) noch tiefer in diesem Werkzeugkasten forschen und darüber berichten kann. Ein Geschenk. Zum Abschluss unseres Treffens gab mir Gary Vaynerchuk den Rat: „Unterstütze die Menschen, die sich trauen, ihrer Intuition zu folgen. Es lohnt sich. Auch für dich.“ Ich bin überzeugt, er hat recht. 

Johannes Ceh ist gelernter Journalist und arbeitete als Digital- wie Content-Stratege für Unternehmen wie Sport1, SKY, Springer & Jacoby, BMW, Daimler, JungvonMatt und Ogilvy. Heute unterstützt er als strategischer Berater Unternehmen an der Schnittstelle von Customer Experience, Digitalkultur und Organisationsentwicklung. Außerdem arbeitet Johannes Ceh derzeit an einem Buch zu Customer Experience und dem damit verbundenen Wandel in Organisationen.

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