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Social Media Content Marketing Instagram

Fake Follower: Warum sie schaden und wie Unternehmen sie loswerden

Es ist zeitaufwändig und arbeitsintensiv, qualitative Reichweite auf Social-Media-Kanälen aufzubauen. Fake-Follower zu kaufen kann aber gefährlich werden. Denn sie verkaufen nichts als ein leeres Versprechen.

(Bild: iStock)
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Es ist zeitaufwändig und arbeitsintensiv, qualitative Reichweite auf Social-Media-Kanälen aufzubauen. Wer sich auf den Plattformen behaupten will, braucht viel Engagement und Geduld, um eine solide Zahl an Followern für die eigenen Auftritte zu gewinnen.

Keine Geduld? Kein Problem! Follower kann man sich schließlich kaufen. Das geht kinderleicht. Im Netz wimmelt es nur so von Angeboten: 1000 Follower auf Instagram gibt es schon für unter zehn Euro.

Doch Vorsicht: Ein Kauf wäre zwar der schnelle Weg, jedoch nicht der richtige. Denn ein solches Vorgehen hat für alle Beteiligten – Influencer, Werbetreibende, Social-Media-Plattformen – langfristig nur Nachteile.

Das Hauptproblem: Fake Follower verkaufen nichts als ein leeres Versprechen. Als würde man einem Veranstalter einen vollen Saal zusagen, aber schlussendlich stehen im Publikum nur ein paar echte Menschen – und 500 Schaufensterpuppen.

Deswegen sollte bei Followern gelten: Qualität vor Quantität. Auch wenn hohe Follower-Zahlen zunächst verlockend erscheinen, sagen sie nichts über Aktivitäten und Engagement aus. Das gilt auch bei der Beurteilung von Influencern, die man ebenfalls nicht nur an ihrer reinen Followerzahl bewerten darf. Im Gegenteil.

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So genannte Micro-Influencer, die über eine kleine, aber sehr treue Fangemeinde und spezielles Themenwissen verfügen, können für Unternehmen als Kooperationspartner viel attraktiver sein, als Influencer, die mit gekauften Followern nur ihren eigenen Marktwert steigern wollen.

Interaktion benötigt Substanz und Glaubwürdigkeit

Wer sich als seriöser Meinungsbildner positionieren möchte, verliert durch den Kauf von Followern an Glaubwürdigkeit: Fake Follower erhöhen zwar schnell die Zahl der Fans und verteilen sogar Likes und Emojis. Diese Reaktionen sind allerdings ohne Substanz. So, als würden einfach nur die Schaufensterpuppen applaudieren, um im oben genannten Bild zu bleiben.

Das führt letztlich zu einer sinkenden Sichtbarkeit eines solchen Meinungsbildners. Influencer setzten damit nicht nur ihre eigene Reputation aufs Spiel, sondern auch die der werbetreibenden Unternehmen und deren Werbegelder. Denn Marketingverantwortliche würden in einem solchen Fall Geld in ein Profil mit falschen Followern und – wenn überhaupt – künstlichem Engagement investieren.

Gleiches gilt im Übrigen auch für den Einsatz von Bot-Programmen, die im Namen des Auftraggebers Likes und Kommentare auf fremden Profilen verteilen (oft zu generischen Hashtags wie "love" oder "wanderlust"), um die Inhaber dieser Profile auf den Instagram-Account des Auftraggebers aufmerksam zu machen.

Dass der Kauf von Followern und der Einsatz von Bots Geldverschwendung ist, dürfte jedem klar sein: Fake Accounts interessieren sich weder für den Content noch für die Marke. Und letztlich kaufen sie ein Produkt natürlich auch nicht.

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Erkenntnisse für Influencer Relations

Doch mittlerweile hat ein Bewusstseinswandel bei den Unternehmen eingesetzt: Sie haben verstanden, dass Reichweite allein nicht alles ist. Der Influencer muss mit seiner Themenwelt, seiner Ästhetik und seiner Zielgruppe zur eigenen Marke passen. Das war auch ein Ergebnis einer umfangreichen Studie, die im Frühjahr zu Influencer Relations veröffentlicht wurde.

Nicht nur Influencer und Unternehmen verlieren durch Fake Follower und Bots an Glaubwürdigkeit, auch die Social-Media-Kanäle selbst büßen als Plattformen für hochwertigen Content ein.

Im Fokus der Problematik steht vor allem Instagram, weil sich hier Botschaften und Produkte in ansprechenden Bildern gut präsentieren lassen. Früher spielte Instagram Bilder chronologisch aus. Das ist mittlerweile anders – häufig „gelikte“ und/oder kommentierte Bilder haben eine größere Sichtbarkeit.

Fake Follower und Bots können die Aufmerksamkeit zwar künstlich durch ihre Interaktionen steigern und damit ein Bild sichtbarer werden lassen, regen aber nicht zu einem echten Austausch an.

Dazu ein Rechenbeispiel: Hat man auf Instagram 20.000 Follower, von denen 1.000 mit einem bestimmten Bild interagieren, erzielt man eine Engagement-Rate von fünf Prozent. Befinden sich unter 1.000 Reaktionen viele Fake Follower und Bots, möchte kaum jemand mit nervigen Spammern in Kontakt treten, die einzig und allein Kommentare wie „Nice shot!“ posten. Und wieder lassen die Schaufensterpuppen grüßen …

Fake Follower und Bots vermeiden

Haben Fake Follower und Bots jedoch das eigene Profil erst einmal entdeckt, ist es fast ebenso aufwändig, sie wieder loszuwerden, wie die eigene Community auf- und auszubauen. Doch der Aufwand lohnt sich. Was also tun? Wer Zeit hat, sollte Profile neuer Follower direkt checken und bei Zweifeln an der Glaubwürdigkeit blockieren.

Ein Blick in die Follower-Liste des untersuchten Profils hilft meist schon weiter. Verdächtige Profile erkennt man schnell, wenn man sich folgende Fragen stellt: Wie alt ist der Account? Wie vielen Accounts folgt das Profil? Wurden bereits eigene Bilder hochgeladen, was sagen Nutzername und Profilfoto aus? Gibt es überhaupt ein Profilbild? Hat ein User nur eine Handvoll Follower, folgt selbst aber tausenden Accounts, ohne je ein einziges Bild hochgeladen zu haben, handelt es sich wohl um einen Bot.

Um Bots als Follower zu vermeiden, hilft es, sich im Vorfeld über die eigenen Hashtags und Keywords Gedanken zu machen. Je besser und spezieller sie auf die eigenen Zielgruppen zugeschnitten sind, umso unattraktiver werden sie für Bots. Auch Instagram selbst arbeitet daran, diese Bots zu erkennen und zu löschen.

Eine gesunde Community

Lohnt sich der Aufwand für die Pflege? Zwar gibt es keine offizielle Aussage von Instagram dazu, ob ein Account eine schlechte Sichtbarkeit hat, weil ihm viele Fake Follower folgen.

Allerdings darf man davon ausgehen, dass ein gesundes Netzwerk der eigenen Reichweite nur guttut. Und eine gesunde Community bedeutet neben Arbeit und Geduld vor allem eines: einen ehrlichen, regelmäßigen Austausch.

Zur Autorin: Katalina Farkas arbeitet seit 2015 bei Oliver Schrott Kommunikation als Redakteurin im Online-und Social-Media-Team und schreibt über Medien, Apps und soziale Netzwerke. Davor hat Farkas sowohl im Journalismus als auch in der Kommunikation auf Unternehmensseite gearbeitet.

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