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Mark Zuckerberg und Sheryl Sandberg (Foto: Gary He/Polaris/Laif)
Lisa Mayerhofer Facebook Mark Zuckerberg

Facebook: Dreckiges Spiel hinter den Kulissen

Schmutzkampagnen statt Aufklärung: Der neueste Enthüllungsbericht der New York Times legt nahe, dass Facebook der Öffentlichkeit wichtige Informationen verschwieg und rechte Lobby-Gruppen beauftragte, Gegner wie George Soros zu diskreditieren.

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Facebook ist gerade verzweifelt dabei, sein Image wieder aufzupolieren - doch trotz einiger positiver Berichte wird klar, dass der Social Media Gigant weder den Trollen auf seiner Plattform noch den Datenskandalen Herr wird - es wahrscheinlich auch gar nicht möchte. Doch Facebook muss sich bewegen, denn sonst drohen über kurz oder lang schwindende Nutzerzahlen und eine drohende Regulierung oder Zerschlagung des Riesenkonzerns.

Die Antwort von Facebook auf die Krisen und Skandale seien "Verschleppung, Verweigerung und Lobbyarbeit in Washington" gewesen, schreibt die New York Times.

Der neueste Enthüllungsbericht der renommierten US-amerikanischen Zeitung über den Umgang des Konzerns mit den Krisen der vergangenen Jahre legt nahe, dass Facebook der Öffentlichkeit wichtige Informationen verschwieg und Gegner mit Schmutzkampagnen überzog.

Facebook schwieg ein Jahr lang

Gründer Mark Zuckerberg und seine Co-Geschäftsführerin Sheryl Sandberg versuchten vor allem, hinter den Kulissen die Wogen zu glätten.

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So erklärte Zuckerberg noch 2016 öffentlich, es wäre eine "verrückte Idee", dass russische Trolle über Facebook die Ergebnisse der US-Wahlen beeinflusst hätten. Sicherheitsexperten von Facebook hätten zu diesem Zeitpunkt laut NYT aber schon gewusst, dass dies tatsächlich so geschehen ist.

Facebook sammelte stillschwiegend ein Jahr lang Beweise für eine russische Einmischung, bis sie damit an die Öffentlichkeit gingen.

Rechte Lobby-Gruppe soll Soros diskreditieren

Gleichzeitig kümmerte sich Sandberg um eine Kampgane gegen Kritker des Konzerns. Außerdem sollte die Aufmerksamkeit auf Konkurrenten gelenkt werden.

Ins Kreuzfeuer geriet dabei unter anderem der Milliardär und Investor George Soros, der Facebook heftig kritisiert und Initiativen gegen den Konzern gestartet hatte. Soros, der jüdischer Hekrunft ist, ist auch eine Hassfigur der Rechstextremen - und Facebooks Strategen machten sich das zunutze.

So beauftragten sie eine rechte Lobby-Gruppe namens Definers Public Affairs, um den Investor zu diskreditieren. Um Soros ranken sich einige Verschwörungstheorien, die teils deutlich antisemitische Untertöne tragen. Inzwischen hat Facebook aber offenbar seine Verbindungen zu Definers Public Affairs gekappt.

Außerdem ließ der Konzern auf einer konservativen Nachrichtenseite Artikel veröffentlichen, die Facebook loben und die Konkurrenten Google und Apple kritisieren.

Kritik der Konkurrenten scheint Zuckerberg übrigens persönlich zu nehmen: Nachdem Apple-Chef Tim Cook Facebooks Datensammlerei kritisierte, soll Zuckerberg seinem Management verboten haben, iPhones zu benutzen.

Auch interessant: Nach den Skandalen: Wie Facebooks Zukunft aussehen könnte

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