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I Phone 11 Pro
Bei Teenies immer beliebter: Das iPhone 11 Pro Max verfügt über gleich drei Kameralinsen (Foto: Apple)
iPhone Test Apple

Meine ersten zwei Wochen mit dem neuen iPhone 11 Pro Max

"Dieses Jahr bringt Apple doch sowieso kein spannendes neues iPhone heraus", sagten viele. Plötzlich schießen die Verkaufszahlen doch nach oben. Wie gut ist das neue iPhone 11 Pro Max? Ein Erfahrungsbericht.

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Na, kaufst du dir dieses Jahr wieder für anderthalb tausend Euro das neue iPhone? Du bist doch verrückt..." Meine Frau hat's gesagt, meine Freunde lachten mich aus. Immer wieder der gleiche Spruch: "Das kann doch nix Neues, lohnt sich doch gar nicht."

Wirklich?

Ich war, wie so oft, wenn es ums neue iPhone geht, beratungsresistent. Und so ist mein iPhone XS aus dem Vorjahr Geschichte. Ich nutze jetzt das neue iPhone 11 Pro Max mit 512 GB. 1649 Euro. Dafür kaufen sich andere eine gebrauchte Karre oder eine HiFi-Anlage.

Wer bisher noch nichts über die neuen iPhone-Modelle gehört und gelesen hat, kann gleich umblättern. Es geht hier nicht ums Produktblatt, um die Specs (die sollte jeder Interessierte bereits kennen), sondern um meine ganz persönlichen Gedanken zu dem neuen Premium-Smartphone von Apple.

Das sind die Erfahrungen und Beobachtungen auf meiner Liste, die ich nach 14-tägigem intensivem Gebrauch notiert habe. Check!

3 Linsen Iphone 11 Pro Max
Drei-Linsen-System: Das neue iPhone punktet vor allem bei Foto-Fans (Foto: Apple)

Akku-rat

Wie oft haben sich Apples Konkurrenten über den Akku des iPhones lustig gemacht? Ganze Werbe-Serien mit in der Schlange wartenden Apple-Kunden, die verzweifelt eine Steckdose suchen, sind entstanden. Lang hat es gedauert, aber Apple hat endlich verstanden: Nichts geht über einen Akku, der den Tag über (und auch den Abend) durchhält, ohne dass er zwischendurch aufgeladen werden muss.

Akku-rat: Ich bin Hardcore-Nutzer, aber die Batterie des iPhone 11 Pro Max hält bei mir von morgens 7 Uhr bis Mitternacht. Über Nacht aufgeladen und fertig. Da wird das mitgelieferte USB-C-Schnelllade-Adapter mit 18 Watt fast überflüssig, auch wenn es in meinen Testversuchen das 11 Pro Max innerhalb von 30 Minuten zu 55 Prozent wieder äußerst fix laden konnte.

Der Akku ist eine Zäsur, denn bisher war die Akku-Leistung der bekanntesten Android-Smartphones dem iPhone immer überlegen. Ich nehme es schon mal vorweg: Mehr als das neue Kamera-System punktet Apple bei mir mit der Batterie.

Zu gewichtig

Dem neuen iPhone 11 Pro Max geht es wie mir: etwas zuviel Gewicht. 226 Gramm bringt das Gerät auf die Waage. Der Unterschied zum Vorgänger ist eher minimal. Insider sprechen davon, dass das 11 Pro Max im Vergleich zum XS Max zwei Marshmallows mehr wiegt. Gefühlt ist es damit beim nahezu ständigen Gebrauch etwas zu gewichtig....

Gut möglich, dass dieser Eindruck bei mir aber nur entstanden ist, weil ich vom leichteren XS aufs größere 11 Pro Max umgestiegen bin. Das XS aus dem Jahr 2018 war handlicher.

Auffällig auch: Durch das neue Glas im "Super Retina Display", das im Test der Experten von Display Mate zurecht ein "A+"-Rating erhielt, liegt das iPhone geschmeidiger in der Hand, es wirkt nicht mehr so rutschig. Allerdings funktioniert bei mir das eine oder andere Zubehör, das auch offiziell kompatibel ist, nicht mehr hundertprozentig. Ein Beispiel: Die Qi-Ladestation Powered von Logitech beginnt erst dann mit der Aufladung des 11 Pro Max, wenn ich das Smartphone fest an die Rückwand drücke.

Exzellenter Kamera-d

Ich möchte jetzt nicht alle Specs runterbeten. Die mit 12 Megapixeln ausgestattete Dreifach-Kamera mit Ultraweitwinkel‑, Weitwinkel‑ und Teleobjektiv wurde bei LEAD schon erwähnt. Laut Apple das Top-Feature der neuen Generation und erst recht beim 11 Pro Max.

Schon bei sehr frühen Versionen des iPhones hat mich das Kamerasystem beeindruckt. Jedes Jahr mit dem gleichen Gefühl: Es geht nicht mehr besser. Und ein Jahr später der selbe Eindruck.

Wenngleich ich nicht Tag und Nacht professionell fotografiere und filme, ist festzuhalten: Immer wieder schraubt Apple erneut an der Foto- und Video-Qualität. Und zweifellos ist das neue Drei-Linsen-System noch einmal ein bedeutender Schritt vorwärts. Es wird schwer sein, dies 2020 noch einmal zu steigern. Aber ich ahne schon: Es wird Apple auch im nächsten Jahr wieder gelingen.

Apple setzt auf Festbrennweiten, auch wenn ich die Möglichkeit habe, stufenlos zwischen den Brennweiten der drei Objekte zu variieren. Ein stufenloser optischer Zoom fehlt. Aber neben dem beeindruckenden Nachtmodus, mit dem ich bei einem Konzert hervorragende Ergebnisse erzielen konnte, sticht vor allem das neue Weitwinkel-Objektiv heraus. Als Beta-Tester konnte ich mir auch das Deep-Fusion-Feature anschauen, das mit iOS 13.2 in Kürze für alle User freigegeben wird. Deep Fusion setzt auf maschinelles Lernen: Bei jedem Foto werden Details, das Bildrauschen und die Textur optimiert. Tyler Stalman hat den Fortschritt dank Deep Fusion anhand seines Bartes eindrucksvoll demonstriert.

Eine Auswahl meiner experimentiellen Weitwinkel-Aufnahmen hänge ich nun noch exemplarisch an. Schade nur, dass die Cam das RAW-Format noch nicht unterstützt. Die neue Kameraleistung war aber Ansporn genug, an mehreren Tagen spontan loszuziehen, um Shots einzufangen. Nichts, was ich zuvor gemacht hätte. PS: Hinter den eigenen Bildern folgt ein sehenswerter Deep-Fusion-Videotest, ein Clip mit Portrait-Aufnahmen des iPhone 11 Pro und ein Video zu Nightmode-Aufnahmen.

  • Pro Max Weit 4
    Weitwinkel-Shot im Skateboard-Park des Berliner Gleisdreieckparks (Foto: Gronau)
  • Pro Max Weit 3
    Gleiche Location, andere Perspektive: Skater in Aktion (Foto: Gronau)
  • Pro Max Weit 2
    A walk in the park: Shot on iPhone 11 Pro max mit Weitwinkel (Foto: Gronau)
  • Pro Max Weit 1
    Ungeahnte Weiten dank des neuen iPhone 11 Pro Max Weitwinkels (Foto: Gronau)
  • Pro Max Weit 5
    Weit entfernt und doch zeigt die Cam im Detail absolute Präzision (Foto: Gronau)
  • Pro Max Weit 6
    Into the great weit open: Die Ensemble des um die Jahrhundertwende errichteten Berliner Riehmers' Hofgarten, eingefangen mit dem Weitwinkel-Objektiv (Foto: Gronau)

Das Zusammenspiel mit iOS 13

Was nützt das (Werbesprech) "beste iPhone aller Zeiten " ohne ein smoothes Betriebssystem? Apple hat in diesem Herbst iOS 13 – endlich mit Dark Mode (bei Android schon längst systemimmanent) an den Start gebracht. Und es rumpelt: Sicherheitslücke im Sperrbildschirm, viele User mit Abstürzen – kaum war iOS 13 raus, folgten in hektischer Eile weitere Minor-Updates. Inzwischen sind wir schon nach kurzer Zeit bei iOS 13.1.2 angelangt. Und es hakt immer noch:

Vermehrt Probleme mit Bluetooth-Verbindungen (auch bei AirPods), Speaker lassen sich nicht anbinden. Erinnerungen aus iOS 13 werden nicht mehr mit macOS synchronisiert, erst der Release des neuen macOS-Betriebssystem Catalina wird den Sync zurückbringen. Das kabellose Laden des iPhones ist unter iOS 13 langsamer als unter iOS 12. Die Fingerprint-Authentifizierung in Apps unter iOS 13 ist noch verbuggt. Früher funktionierte die "Mein iPhone suchen"-App reibungslos. Der Ersatz, die neue Anwendung "Wo ist", klappt mal und mal wieder nicht, bis sich Standorte der freigegebenen Mitglieder aktualisieren, kann es Ewigkeiten dauern. Und so weiter.

Mein Eindruck: Hardware (iPhone) und Software (iOS 13) spielen zur Zeit noch nicht perfekt zusammen. Hier ist Apples iOS-Abteilung offenbar rechtzeitig zum Release der neuen iPhone-Modelle nicht im Zeitplan gewesen. Einige weitere Updates müssen dafür sorgen, dass das iPhone-Betriebssystem wirklich rund läuft. Die Hoffnung, dass Apple der Mail-App ein sinnvolleres Teilen-Menü und in Drittanbieter-Mail-Clients schon seit Jahren übliche Funktionen wie "Später lesen" spendiert, habe ich aufgegeben. Wohl verschoben auf iOS 14 in 2020.

Mehr zum Thema: 11 Dinge, die du über das iPhone 11 wissen musst

I Os 13
Mit iOS 13 hat Apple den Dark Mode eingeführt (Foto: Apple)

Fazit

Nach zwei Wochen mit dem iPhone 11 Pro Max kann ich allen Zweiflern, meiner Frau und meinen Freunden, versichern: Das neue Modell ist kein Zwischenmodell im "S"-Stil, sondern vor allem dank der enormen Akku-Optimierung und des neuen Drei-Linsen-Kamerassystems höchst interessant, gerade für Foto- und Video-Enthusiasten. Wenn selbst die Stiftung Warentest, über Jahre bekannt für doch eher merkwürdige iPhone-Testurteile, das Pro 11 Max als das "beste Apple-iPhone aller Zeiten" bezeichnet, war es nur recht, dass ich beratungsresistent war und 1649 Euro investiert habe: Ein ambitionierter Preis für ein Smartphone, aber wer das iPhone – so wie ich – täglich etwa 16, 17 Stunden als seine persönliche Schaltzentrale nutzt, gerne fotografiert und Filme dreht, der gibt das 11 Pro Max nach zwei Wochen nicht mehr her. So gesehen ist das neue 11 Pro wirklich das Maximale für Apple-Enthusiasten.

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Mehr zum Thema: Die 13 besten Neuerungen in iOS 13

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