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Lunchit App Ein Produkt Der Spendit Ag
Die App Lunchit (Foto: Spendit AG)
Employer Branding App New Work

Gut essen, besser arbeiten: Wie eine App Mitarbeiter motiviert

​Modernes Employer Branding ist mehr als ein Gemeinschaftsraum mit Playstation, Kicker und Kaffee für lau. Das Münchner Unternehmen Spendit AG hat eine App entwickelt, die Mitarbeiter jeden Tag beim Mittagessen daran erinnert, wie sehr sich ihr Arbeitgeber um sie bemüht. LEAD hat mit dem Gründer gesprochen.

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Burger, Trüffel-Spaghetti, Salat von der Supermarkttheke, Sushi vom Lieferdienst oder einfach ein belegtes Brötchen: Was Mitarbeiter in der Mittagspause verzehren, ist ganz unterschiedlich und hängt neben der Infrastruktur und dem Geschmack auch vom jeweiligen Geldbeutel ab.

Dabei haben Arbeitgeber die Möglichkeit, das Mittagessen ihrer Angestellten mit bis zu 6,40 Euro pro Tag zu bezuschussen – steuerfrei und egal, wo die Mitarbeiter sich ihren mittäglichen Energieschub holen. Zumindest, wenn ihr Arbeitgeber Kunde der Spendit AG von Ralph Meyer und Florian Gottschaller ist, die die App Lunchit entwickelt hat.

Liebe geht durch den Magen

"Wir haben sehr früh gemerkt, dass das Thema Mittagessen wahnsinnig gut ist", sagt Florian Gottschaller. "Essen ist sehr emotional und positiv besetzt." Das Hauptargument, warum Unternehmen das Mittagessen ihrer Mitarbeiter bezuschussen sollen: "Es geht darum, die Arbeitgeber-Arbeitnehmer-Beziehung zu befeuern."

Das tut sie laut Gottschaller umso mehr, je bewusster einem der Benefit ist, den man vom Arbeitgeber bekommt. "Wenn ich jeden Tag essen gehen darf, wird das nicht so schnell zur Selbstverständlichkeit werden wie einmal im Jahr eine Gehaltserhöhung."

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Essen, Geld vorstrecken und es später zurückbekommen

Das System hinter Lunchit funktioniert so: Arbeitgeber und Mitarbeiter müssen sich über die App anmelden. Geht der Arbeitnehmer an einem Arbeitstag im Restaurant oder am Kiosk essen oder kauft sich seine Verpflegung in einem Geschäft, scannt er den Kassenbon einfach ein.

Spendit Ag Florian Gottschaller
Florian Gottschaller (Foto: Spendit AG)

Am Ende des Monats bekommt der Arbeitgeber die Abrechnungstabelle über die App geschickt. Die Erstattung von maximal 6,40 Euro pro Tag ist für ihn steuerfrei. Dass Arbeitgeber das Mittagessen ihrer Arbeitskräfte bezuschussen können, ist sozialpolitisch gewollt, eine entsprechende gesetzliche Regelung dafür gibt es in mehr als 40 Ländern. Gottschaller: "Du kommst ins Büro, strengst dich für den Arbeitgeber an und der unterstützt dich dabei, indem er sich an den Kosten für dein Mittagessen beteiligt."

Die deutschen Finanzbehörden waren erst einmal skeptisch

Bisher nutzen Unternehmen in Deutschland und Österreich die App, wobei die Einführung hierzulande sehr viel komplizierter war als im Nachbarland. "Von der Idee bis zur Einführung im Jahr 2016 hat es zwei Jahre gedauert. Eineinhalb davon, weil wir erst die Finanzbehörden überzeugen mussten."

Das Problem war vor allem, dass das Erstattungsmodell im Gegensatz zu allen anderen in Deutschland ganz ohne Akzeptanzpartner auskam – ein absolutes Novum, für dessen Prüfung die deutschen Beamten ganze 18 Monate brauchten. "In Österreich hat es nur einen Tag gedauert", erzählt Gottschaller mit einem Lachen. "Die haben einfach gesagt, das ist ja viel besser als das, was wir jetzt haben."

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Verbesserung geht vor Expansion

Zehn- bis zwölfmal würden die Mitarbeiter die App pro Monat nutzen, sagt Gottschaller, genau darin sieht er ein Riesenpotenzial. "Wenn du dich fragst, wie viele Apps du im Monat ähnlich oft verwendest, werden das im Normalfall nicht so viele sein", sagt er.

Weshalb das erstrangige Ziel des Start-ups auch weniger eine Internationalisierung des Produkts ist, sondern eher darin besteht, Lunchit noch attraktiver zu machen. "Das Thema Essen gibt noch sehr viel mehr her." Dazu könnten etwa Verabredungen per App mit den Kollegen gehören oder Tipps für Restaurants und andere geeignete Locations.

Essen und Shoppen als Motivatoren

Seit ihrer Gründung im Jahr 2014 sind acht Millionen Euro an Kapital in die Spendit AG geflossen, die Firma beschäftigtmittlerweile 50 Mitarbeiter, hat 4000 Kunden und macht seit 2017 einen siebenstelligen Umsatz. Dass sie auch Gewinn abwirft, ist das Ziel für 2019.

Erreichen wollen die Gründer das nicht nur mit Lunchit, sondern auch mit der weiteren Verbreitung der Spenditcard: einer Prepaid-Mastercard, die Unternehmen ihren Mitarbeitern zur Verfügung stellen und pro Monat steuerfrei mit 44 Euro aufladen können. Drei Mal im Jahr, zum Beispiel zum Geburtstag oder anlässlich eines Firmenjubiläums, können 60 Euro dazukommen.

Insgesamt macht das 708 Euro im Jahr, mit denen Unternehmer ihren Mitarbeitern eine Freude aus einem steuerfreien Topf machen können. Und das unabhängig davon, ob es sich um eine Vollzeitkraft, eine Teilzeitkraft oder einen 450-Euro-Jobber handelt.

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Was den Extrabonus, den man auf der Karte ansammeln kann, so attraktiv macht: "Wenn du eine Gehaltserhöhung bekommst, freust du dich, aber das Geld verschwindet auf deinem Konto“, sagt Gottschaller. Danach gefragt, was man mit dem zusätzlichen Geld konkret gemacht habe, wüssten die meisten Menschen keine Antwort. Bei der Spenditcard sei das anders: "Da können dir neun von zehn Leuten sagen, was sie damit gekauft haben oder machen werden."

Wie die Lunchit-App ist die Spenditcard eine Möglichkeit für Unternehmen, ihren Mitarbeitern ihre Wertschätzung zu zeigen, sie zu motivieren und damit auch das Image ihres Unternehmens aufzuwerten. Win-win-Situation und ein Beispiel dafür, wie Employer Branding heute aussehen kann.

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