Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Knutzen Bastian Maslowski Chris Web Cr Obs News Aktuell Gmb H
Hinter Emil stehen Bastian Knutzen und Chris Maslowski, die Branchenkennern noch von Movinga bekannt sein dürften (Foto: Obs News Aktuell GmbH)
Start-up Digitalisierung Versicherung

Digitale Versicherung: Emil und die Detektive

Das Geschäft mit digitalen Versicherungen läuft langsam an. Unternehmen wie Ottonava (mit Frank Thelen als Testimonial) oder Element haben bereits den Sprung in diesen Bereich gewagt. Mit Emil steht ganz aktuell ein weiteres neues Start-up mit einem digitalen Versicherungs-Geschäftsmodell bereit.

Anzeige
Anzeige
Anzeige

Verkauft werden bei Emil in den digitalen Vertriebskanälen und via iOS- und Android-App „besonders günstige Autoversicherungen“. Ins Visier nimmt das Start-up dabei besonders die Wenig-Fahrer. Wer einen Versicherungstarif abschließt, zahlt per Kilometer-Abrechnung. Je weniger du dein Auto nutzt, desto günstiger wird der Tarif – so das Versprechen der Gründer, die in Berlin-Mitte ihr Quartier aufgeschlagen haben.

Hinter Emil stehen Bastian Knutzen und Chris Maslowski, die Branchenkennern noch von Movinga, einem digitalen Umzugs-Unternehmen („Einfach besser umziehen“), bekannt sein dürften. Das Umzugs-Start-up hat schwere Zeiten hinter sich. Knutzen und Maslowski stiegen 2016 aus. 200 Mitarbeiter verloren ihren Job.

Kurz nach dem Abgang enthüllte das Portal Gründerszene, dass bei Movinga sowohl die Wachstums-Zahlen geschönt wurden, als auch Investoren mit dem Wissen der Geschäftsführung getäuscht worden sind.

Verständlich, dass das Comeback der beiden Movinga-Gründer kritisch beäugt wird. Emil und die Detektive: Läuft bei dem neuen Projekt diesmal alles korrekt ab?

Anzeige

Investoren scheinen nicht mehr verstimmt zu sein

Knutzen und Maslowski haben ihren Emil mit Geduld an den Start gebracht. Davon zeugt eine sechsmonatige Beta-Phase. Bei Movinga war schnell alles aus dem Ruder gelaufen…

Auch die Investoren scheinen über das Movinga-Desaster nicht mehr verstimmt zu sein. Gegenüber Wirtschaftswoche Gründer verriet Knutzen, bisher sei ein siebenstelliger Betrag eingesammelt worden. Zu den Unterstützern gehören unter anderem Lucas von Cranach (CEO von OneFootball), Johannes Reck, Gründer von Getyourguide, der Lendico-Gründer Philipp Petrescu sowie Fox&Sheep-Gründerin Verena Pausder.

Das Versicherungs-Geschäft selbst wird mit der Gothaer Versicherung, bzw. dem Rückversicherer General Reinsurance abgewickelt.

Auch interessant: Das Haus (ver)kaufen per Klick

Teaserbild Neu
Minimal-Onliner oder Technik-Enthusiast?

Tinder ersetzt die Bar, Alexa die Sekretärin. Die digitale Welt ist mit der realen Welt längst eins geworden. Nur will die Realität nicht jeder wahrhaben. Wie souverän bewegst du dich im vernetzten Leben?

Emil trackt automatisch die gefahrenen Kilometer

Und wie soll Emil die Versicherungs-Branche revolutionieren? Emil ist zunächst einmal ein kleiner Stecker, der Kunden kostenfrei zur Verfügung gestellt wird. Er wird unter dem Lenkrad in den sogenannten OBD-II-Anschluss gesteckt. Kompatibel ist der Stecker daher mit allen Neufahrzeugen, die in den vergangenen 15 Jahren in den Handel gekommen sind.

Emil trackt automatisch die gefahrenen Kilometer. Diese werden dann Monat für Monat abgerechnet. Fährst du weniger, fällt der Versicherungs-Betrag für den jeweiligen Monat auch niedriger aus. Der monatlich kündbare Tarif soll dann in Zukunft auch weitere Smart-Car-Funktionen bieten: Er zeigt die Kosten für jede Fahrt. Mit dem Smartphone verbunden wird es auch Diagnose-Möglichkeiten geben, und Kunden können per Hotline den Pannen-Service in Anspruch nehmen.

In der Entwicklung befinden sich noch weitere Smart-Car-Features wie ein digitaler Trainer fürs Spritsparen, eine Fehlercode-Analyse bei Problemen mit dem Fahrzeug, eine Wartungserinnerung und die Emil-Community zum Austausch mit anderen Usern.

Emil Foto 3 App Ansicht
Ansicht der App von Emil (Bild: Emil)

Ein vielversprechender Ansatz, wenn die Emil-Gründer die Erwartungen erfüllen

Ab 2019 sollen sich im Schadensfall auch Dokumente per Foto realtime einreichen lassen. Der Bearbeitungsstatus werde sich dann im nächsten Jahr auch in Echtzeit verfolgen lassen.

„Bis zu 450 Euro im Jahr“ Ersparnis seien drin, verspricht die neue Webseite. Auch Preisbeispiele werden genannt: Wer 256 Kilometer im Monat fahre, zahle 8,96 Euro. Bei 610 Kilometern sollen es 13,26 Euro sein. Die Buchung einer solchen Versicherung ist in nur fünf Schritten möglich.

Ein vielversprechender Ansatz, wenn die Emil-Gründer die Erwartungen diesmal erfüllen.

Verena Gausder, eine der Emil-Unterstützerinnen, hat jedenfalls keine Bedenken, wie sie Gründerszene anvertraute: „Für mich war wichtig, dass Bastian und Chris aus ihren Fehlern gelernt haben, jetzt reflektiert und nachhaltig an ihr neues Thema rangehen und gute und solide Prozesse nicht dem Wachstum unterordnen.“

Na dann, gute Fahrt.

Call To Action 1200X1200 Lead September
Fokussier dich!

Die neue LEAD-Ausgabe entführt dich in die Welt der Fotografie. Welche Rolle sie und ihre digitale Weiterverwertung heute spielen und was es für Möglichkeiten gibt, erfährst du in 3 spannenden Geschichten im Heft. Aber auch Themen wie E-Sports, künstliche Intelligenz und Marketingtechnologien sind Teil der aktuellen Ausgabe. LEAD 03/18 erhältst du am Kiosk, als E-Paper oder im Abo.


Teilen
Jederzeit top informiert

Die wichtigsten LEAD Nachrichten per Messenger oder Newsletter

Anzeige
Anzeige
Verlagsangebot
Anzeige
Anzeige
Aktuelle Stellenangebote
Alle Stellenangebote