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Thor 5 Screens
Foto: DB Systel GmbH
Digitalisierung Apps New Work

Eine App fürs Klo macht die Deutsche Bahn froh

Wer sein Unternehmen digitalisieren will, muss den Blick nach Innen richten. Mit der steigenden Anzahl an mobilen Endgeräten können Mitarbeiter flexibler arbeiten - und immer schneller.

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Ein so großes Unternehmen wie die Deutsche Bahn zu digitalisieren, ist nicht leicht. Die gut 300.000 Mitarbeiter - 195.000 davon in Deutschland - sind daran gewöhnt, ihre Arbeiten so zu erledigen, wie sie es schon kennen. Da prüfen Mechaniker tagsüber Mängel am Zug und notieren, welche Materialien zur Instandhaltung benötigt werden. Auf Papier versteht sich, per Hand. Abends dann, wenn die Service-Hotline nicht mehr so busy ist, geben sie dann ihre Bestellungen durch. "Zeitverschwendung", nennt Kai Löbig das. Auf seiner Visitenkarte steht: Serviceowner Infrastructure Management Service, DB Systel.

Intelligente Anwendungen erleichtern das Arbeiten

In Zeiten der Digitalisierung, in der der Kunde schnelle Reaktionen seiner Marke erwartet, sind Unternehmen gefragt, die Prozesse zu beschleunigen. Die Mitarbeiter sind dem aufgeschlossen: Laut einer Studie von VMWare glauben mit 79 Prozent die große Mehrheit aller Mitarbeiter mit einem digitalen Arbeitsplatz, dass intelligente Anwendungen ein wichtiger Helfer sind, um Entscheidungen im Berufsleben zu treffen. Wie die befragten Mitarbeiter urteilen, macht der flexible Zugriff auf Anwendungen die Zusammenarbeit um durchschnittlich zwölf Prozent effizienter. Das lässt sich auch in barem Geld messen: Die meisten IT-Leiter - das sind 89 Prozent - prophezeien ein durchschnittliches Umsatzplus von fünf Prozent innerhalb von drei Jahren. 

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Löbig, der neben den Infrastrukturen zum Software Deployment auf Endgeräten auch die IT-Plattform im Bahnkonzern betreut, hat einiges zu tun. "Die Anzahl der mobilen Geräte, die von Mitarbeitern genutzt werden, steigt Monat für Monat um zirka 1.500 Stück an", sagt er. Stand heute sind es gut 100.000 Endgeräte. Damit lässt sich einiges anstellen - wie etwa die Installation einer App, die automatisch Arbeiten wie das Entleeren der Zugtoiletten dokumentiert. Eine willkommene Hilfe für die Mitarbeiter: Servicekräfte von DB Services nehmen für jede Zugtoilette und das Bordbistro den aktuellen Status einfach per „THOR“-App auf und können die Informationen dadurch schnell weiterleiten. Solche kleinen Dinge wie die Klo-App treiben für den IT-Verantwortlichen die Digitalisierung vorwärts.

In Wartezimmer und Speisewagen: Arbeiten, wann es die Zeit erlaubt

Flexibel Arbeiten heißt nicht nur vom Schreibtisch von Zuhause aus zu arbeiten. Sondern auch "on the go" - vom Wartezimmer beim Augenarzt bis hin zum Speisewagen im Zug. Wann immer man Zeit hat, lassen sich über cloudbasierte Tools und Apps To-Dos erledigen. Bei der Universität Duisburg-Essen geht es bei der digitalen Transformation - neben Flexibilität und Mobilität auch um Agilität. Statt jeder Abteilung bestimmte Speicherkapazität einzuräumen, hat die Uni ihre IT zentralisiert und virtualisierte Desktops eingeführt. Die Folge: "Studierende, Wissenschaftler und Mitarbeiter arbeiten heute sehr viel flexibler", sagt André Kreft vom Dekanat der Fakultät für Biologie. Zusammen mit den Wirtschaftswissenschaften und Maschinenbau hat er die Umstellung schon umgesetzt. Damit wurde der Administrationsaufwand um ein Vielfaches reduziert. Falls eine Fakultät den gewünschten Speicherplatz nicht benötigt, können andere darauf zugreifen.

Resultat: Mitarbeiterzufriedenheit steigt

Die Digitalisierung ist nicht der große Wurf, die große Transformation aus einem Guss, wie ihn sich manche vorstellen. Sie geht Schritt für Schritt, Tool um Tool, Prozess um Prozess vonstatten. Alles muss gelernt und verinnerlicht werden - so wie auch bei der Mängelliste. Für die Bestandsaufnahme und Wartung der Züge gibt es neuerdings auch eine App. Damit können die Mechaniker Ersatzteile im Handumdrehen nachbestellen. Das nachträgliche Abtippen der Bestelllisten können sie sich seither sparen.

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