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Takumi Influencer Marketing I Stock 837219416 Web
Der Influencer-Markt ist heute professionalisierter denn je (Foto: iStock)
LEAD 03/18 Influencer Agentur

Drum prüfe, wer sich ewig bindet

Der Influencer-Marketing-Boom reißt nicht ab. Für Unternehmen wie Brands heißt das aber auch: eine neue Nische im Marketing. Viele von ihnen greifen deshalb auf Dienstleister zurück, die mehr Ahnung von der noch neuen Materie haben. Takumi hat sich darauf spezialisiert.

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Gegründet in Großbritannien gehört das Unternehmen Takumi heute zu den erfolgreichsten Anbietern von Influencer Marketing auf Instagram in Europa. Mit dem Motto „Influencer first“ will Takumi Glaubwürdigkeit, Engagement und Erfolg garantieren. Chris Jungjohann, Head of Sales Germany, ist für den deutschen Markt zuständig und verrät, wie Takumi das Influencer Marketing formen will.

LEAD: Takumi zählt zu den führenden Influencer-Experten in Europa – warum braucht es Agenturen wie Takumi?

Chris Jungjohann: Wir unterstützen Agenturen wie Unternehmen dabei, Erfolg in Sachen Influencer Marketing zu haben. Der Influencermarkt spaltet sich einmal in Agenturen, die Influencer unter Vertrag haben, sowie in Plattformen, auf denen sich Marken ihre Influencer suchen können. Wir hingegen verstehen uns als Managed Service. Das bedeutet, wir begleiten den Kunden oder auch Agenturen durch den gesamten Prozess einer Kampagne.

Warum arbeiten Marken oder Agenturen mit euch zusammen?

Jungjohann: Die meisten unserer Kunden stehen irgendwann an dem Punkt, an dem sie merken: Hoppla, diese ganze Influencer-Marketing-Sache wird uns zu viel. Bei großen Kampagnen können sie das nicht mehr kostengünstig und effizient selbst umsetzen, ohne woanders eine Lücke zu haben. Hier kommen wir dann ins Spiel. Denn wir können viele Kampagnen sehr viel kosteneffizienter und professioneller umsetzen. Dadurch, dass wir mit digitalen Prozessen arbeiten, bleibt der Kunde aber zu 100 Prozent eingebunden und kann auf unserer Plattform alle Schritte nachvollziehen. Ob er Content selbst freigibt, bleibt ihm überlassen. Aber er hat die volle Transparenz und mit unseren Kampagnenmanagern jederzeit einen Experten an der Seite.

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Chris Jungjohann Head Of Sales Takumi
Chris Jungjohann ist Head Of Sales Deutschland bei Takumi (Foto: Takumi)

Welche Kunden nehmen eure Dienste in Anspruch?

Jungjohann: Das kann die kleine Rösterei in Berlin sein, aber auch ein Weltkonzern wie Nike. Wir decken eine ganze Bandbreite von Branchen ab, von Apps über die wichtigen Influencer-Domänen Beauty und Fashion bis zu Travel und FMCG. Aktuell haben wir beispielsweise eine sehr erfolgreiche Kampagne zum Sommerticket der Deutschen Bahn umgesetzt. Wir arbeiten mit Brands wie Absolut Vodka oder Mondelez ebenso wie mit Agentur-Gruppen wie Publicis erfolgreich zusammen.

Selbstselektion ist der am besten funktionierende Weg. Wir haben einen Pool an hochwertigen Influencern, die komplett überprüft worden sind. Wir prüfen sie auf Herz und Nieren mit einem zweistufigen Authentifizierungsprozess. Wer als Influencer bei uns aufgenommen wird, bekommt dann regelmäßig Kampagnen ausgespielt, aber wir bezahlen nach Metrik, nicht nach Auftraggeber. Das bedeutet, wenn ein Influencer beispielsweise fünf Kampagnen zur Auswahl hat, für die er jeweils einen ähnlichen Geldbetrag bekommt, wird es sich am Ende für jene Kampagne entscheiden, die am besten zu ihm und zu seinen Followern passt. Damit sichern wir die Glaubwürdigkeit des Influencers ab. Wir verfolgen das Modell einer authentischen Selbstselektion nach den Vorlieben und Interessen der Influencer – und nicht nur nach finanziellen Kriterien.

Und das Brandmatch funktioniert am besten über Selbstselektion?

Jungjohann: Genau. Wir sind der Meinung, der Influencer kennt seine Follower am besten. Es ist sein Job, Content zu produzieren, der seinen Followern gefällt. Wir wollen mit Kampagnen keine Instagram-Feeds kaputt machen, sondern wir wollen Kooperationen schalten, die sich authentisch beim Influencer einfügen. Durch die Kennzeichnung wird die Kampagne sichtbar, aber sie bleibt eine native Einfügung.

Du hast von einem zweistufigen Authentifizierungsprozess gesprochen – wie darf man sich das vorstellen?

Jungjohann: Zuerst überprüfen wir den Kanal des Influencers hinsichtlich Engagement, ob die Reichweite echt ist oder welche Hashtags verwendet werden. Manche Hashtags verzerren das Reporting künstlich wie #like4like, da fliegen schon die meisten Influencer bei uns raus. Im zweiten Schritt haben wir ein Community Management, das die Profile noch einmal manuell überprüft. Hier machen wir einen qualitativen Check – von der Fotoqualität über den Content und dessen Umsetzung. Im letzten Schritt arbeiten wir mit HypeAuditor zusammen, einem Tool, das die Profile noch einmal auf die Qualität ihrer Follower überprüft. Wie viele Follower sind aus Deutschland, wie viele Follower sind „tote“ Follower und so weiter.

Wie viele Influencer lehnt ihr ab?

Jungjohann: 93 Prozent aller Bewerber fliegen bei dem Prozess heraus.

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Ist es denn möglich, die Profile wirklich zu 100 Prozent auf Echtheit hinsichtlich Fake-Follower und Like-Bots zu checken?

Jungjohann: Um ehrlich zu sein: Wir kämpfen dagegen an, aber wir werden nie alles können. Wir reagieren immer wieder auf die neuen Tricks und können unseren Kunden versichern, dass wir eben mehr leisten können als der Kunde selbst. Aber manches Know-How müssen wir uns auch dazu holen, wie das KI-basierte Prüf-Tool HypeAuditor. Dieses kann die Audience messen und merkt auch, ob unechte Handlungen oder Bots hinter den Likes stecken.

Was sagst du zum Thema Kennzeichnung?

Jungjohann: Kennzeichnung gehört zu einer authentischen Platzierung dazu. Die Nutzer erwarten, dass eine korrekte Kennzeichnung der Posts stattfindet. Der Influencer festigt das Vertrauensverhältnis, wenn er klar zwischen freiem Content und Werbung unterscheidet. Wir glauben daran, dass sich eine Kennzeichnung nicht negativ auswirkt. Man muss ja auch ehrlich sagen, dass bei jedem traditionellen Werbekanal die User-Experience durch Werbung zerstört wird, beim Influencer Marketing fügt sie sich aber nahtlos ein. Das ist das Schöne an dem Werbekanal Influencer.

Nur die deutsche Rechtsprechung lässt noch auf sich warten.

Jungjohann: Das ist ein Riesenproblem, weil die deutsche Rechtsprechung aktuell überhaupt nicht verstanden hat, was Influencer Marketing ist. Die momentane Verunsicherung geht ja auf Gerichtsurteile zurück, nach denen jetzt fast jeder Post als Werbung deklariert werden muss. Dabei müssen wir auch im Influencer Marketing genauso wie bei Magazinen zwischen redaktionellem Inhalt und Werbung unterscheiden. Durch diese Urteile wurde das jedoch komplett aufgelöst. Jetzt kann der Nutzer nicht mehr erkennen, was paid content ist und was nicht, weil Influencer alles als Werbung markieren aus Angst vor Abmahnungen.

Wie könnte eine Lösung aussehen?

Jungjohann: Wir würden uns wünschen, dass Instagram das Tool zur Kennzeichnung für bezahlte Partnerschaften endlich für alle Nutzer ausrollt. Aktuell steht es nur bestimmten Profilen zur Verfügung. Dieses Feature war ein erstes Anerkennen der Branche, jetzt müsste es nur in jedem Land rechtssicher und großflächig zur Verfügung gestellt werden. Abgesehen davon muss womöglich irgendeiner den Kampf bis zum Ende fechten, damit es eine klare und vernünftige Rechtsprechung in Deutschland gibt.

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