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Die Mehrheit der Dating-Apps schludert mit den Nutzerdaten. (Foto: Adobe Stock)
Datenschutz Online Dating Apps

Drum prüfe, wem du deine Daten tinderst

Auf Dating-Plattformen wie Tinder oder Parship offenbaren Nutzer intime Details. Wer diese Informationen in vertrauenswürdigen Händen wähnt, irrt sich gewaltig. Offenbar schludern die meisten Anbieter, egal ob etabliert oder nicht, wenn es um den Schutz der Nutzerdaten geht. Das stellt die Stiftung Warentest fest.

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Egal, ob man bei Tinder und Co. nun einen festen Partner oder nur das schnelle Abenteuer sucht: Daten hinterlässt jeder Nutzer. Schließlich gilt es ein Profil auszufüllen, mit dem der Nutzer das für ihn perfekte Match auftut. Von Hobbys oder Beruf bis hin zu sexuellen Vorlieben tippen Singles (oder Vergebene) also freimütige sehr private Informationen unter ihre Profilbilder. An sich schon unbedacht, schließlich haben sie keine Ahnung, wem sie sich da offenbaren. Aber wie gehen die Anbieter selbst mit diesen Informationen um? Die Stiftung Warentest hat 22 Unternehmen unter die Lupe genommen. Für die Betriebs­systeme iOS und Android prüften die Analysten das Daten­sende­verhalten der Apps, also ob die Programme mehr über den Anwender verraten als notwendig. Dass Tinder unverschlüsselt Daten durchs Netz schickt, wurde kürzlich bekannt. Aber nicht nur die US-App weist Sicherheitsmängel auf: Nur zwei der Plattformen stuft Warentest als unbedenklich ein.

Grindr zum Beispiel ist ein kritischer Fall: die Dating-App für Homosexuelle stellt an sich schon allein für diejenigen, die sich noch nicht geoutet haben, ein unsicheres Terrain dar. Kritisch zu beurteilen ist aber eher die Tatsache, dass die App schon beim ersten Start Standortdaten versendet. Hält sich der Nutzer in einem schwulenfeindlichen Land auf, kann das ein Problem sein - werden die Daten abgegriffen. Hinzu kommt, dass die App offenbar Daten an Werbungtreibende weitergibt.

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Daten gehen an werbungtreibende Unternehmen

Was Tinder, Badoo, ElitePartner und eben Grindr betrifft, ordnet die Stiftung Warentest sowohl die iOS- als auch die Android-App als "kritisch" ein. eDarling, Lovescout23 und Neu.de fallen nur als iOs-Variante in diese Kategorie. "Kritisch" bedeutet: Es werden Daten versandt, "die für ihren Betrieb (der App) nicht notwendig sind". Hierzu zählen Informationen wie die Geräte-Identifikationsnummer oder der Hersteller des Smartphones. Ähnlich wie Grindr, dessen Swipe-Systematik Tinder kopiert hat, sendet Tinder Werbedaten - an ein US-amerikanisches Marketingunternehmen. Am besten schneiden zwei weniger bekannte Apps ab: Bildkontakte und KissNoFrog. Egal auf welchem Betriebssystem, sie versenden keine "unnötigen" Daten. Eine schlechte Note kassieren übrigens alle Apps in Bezug auf ihre Datenschutzerklärung. Genau hat sie keiner formuliert.

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