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Uberwachung London John Dwilliams Online I Stock 487978928
Eine Überwachungskamera vor Londons Wahrzeichen Big Ben (Foto: JohnDWilliams/iStockphoto)
Crazy Stuff Tools

Digitale Fails

Es ist wie mit den Waffen: Digitale Möglichkeiten machen uns nicht sicherer, es kommt drauf an, was Menschen damit machen. Der Crazy Stuff dieser Woche widmet sich kuriosem Quatsch, der dank der Digitalisierung passiert.

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Obdachlose vertreiben per App

Herzlos scheint eine App, die es in Seattle ermöglicht, Obdachlose der Polizei zu melden. „Find It, Fix It“ wurde allerdings ursprünglich für das Vorschlagen von Stadtverbesserungsmaßnahmen gebaut. Bürger der Stadt können per App zum Beispiel Schlaglöcher und andere Baufälligkeiten melden. Inzwischen melden erzürnte Nachbarn vermehrt Siedlungen von Obdachlosen, die dann gnadenlos von Polizisten auf Straftaten verhört werden.

Die US-amerikanische Großstadt im Nordwesten hat eine der höchsten Wohnungslosenraten des Landes. In den selbst errichteten Zeltsiedlungen suchen die Menschen gemeinsam Schutz, müssen sich aber dank vertreibungsfreudiger Nachbarn und racial-profiling-betreibender Polizisten immer wieder neuen Unterschlupf suchen. Kaum vorzustellen, was man mit dem Geld für Polizei-Durchsuchungen (über 10 Millionen US-Dollar pro Jahr) alles anstellen könnte. Erschwinglicher Wohnraum und Wiedereingliederungsmaßnahmen wären vielleicht ein nachhaltigerer Ansatz.

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Dpa Picture Alliance 96722171 High Res
(Foto: dpa Picture Alliance /Ted S. Warren)

Sony veröffentlicht aus Versehen ganzen Spielfilm bei YouTube

Der Albtraum jedes Social-Media-Verantwortlichen, der mal eben einen Trailer auf YouTube hochladen soll: Sony veröffentlichte diese Woche einen gesamten Film auf YouTube. Eigentlich sollte ein Trailer auf die Veröffentlichung des Indie-Splatter-Streifens aufmerksam machen. Stattdessen stand der gesamte Film für wenige Stunden öffentlich auf YouTube zur Verfügung.

Nach der versehentlichen Veröffentlichung explodierten direkt die Kommentare in einem Reddit-Thread, unter anderem mit Spekulationen, ob es sich hierbei um einen PR-Stunt handelt. Da Sony allerdings schon 2014 mit einem Hack, der tausende von Mitarbeiterdaten veröffentlichte, Schlagzeilen machte, scheint der Coup eher ein ungewollter Digital Fail.

Statt diesem Trailer landete der gesammte Film im Netz (Quelle: YouTube)

KI in Sofortbildkamera malt krude Fotos

Das Gegenteil von Ultra-HD: Ein australischer Ingenieur und Künstler entwickelte eine Sofortbildkamera, die mithilfe einer künstlichen Intelligenz jede Aufnahme in eine simple Zeichnung umwandelt. Die KI basiert auf einem neuronalen Netzwerk zur Objekterkennung und dem Google Quickdraw Datensatz. Als Hardware nutzt der Tüftler einen Thermodrucker und ein Rasperry Pi. Die Bastelanleitung gibt’s auf Github.

Raspi Camera Cartoons
(Foto: Dan Macnish)

Der eigentliche Spaß besteht darin, auf den Bildern zu erkennen, was man eigentlich fotografiert hat. Denn die AI tippt nicht immer ganz richtig. So wird eine Blume schnell zum Weinglas und Menschen ähneln kruden Formen.

Gesichtserkennung scheitert krachend

Viel diskutiert, nun liegen Ergebnisse vor: Die Londoner Metropolitan Police hoffte, die Gesichter von Passanten mit Fotos von gesuchten Kriminellen durch Gesichtserkennung in Überwachungskameras abgleichen zu können. Die Technologie kommt bei öffentlichen Veranstaltungen wie Konzerten, Festivals und Fußballspielen zum Einsatz.

Nach neuesten Erkenntnissen finden sich bei diesem fragwürdigen Memory-Spiel sogar Paare – allerdings ergibt der automatische Gesichtsabgleich zu 98 Prozent Matches von Kriminellen mit harmlosen Unschuldigen. Die zwei Prozent korrekt zugeordneten Personen konnten zu null Prozent strafrechtlich verfolgt werden. Nach eigenen Angaben ist die Londoner Polizei trotzdem „komplett zuversichtlich“ beim Einsatz der Technologie. Aha.

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