Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
2 Schmuckfoto Olympia
Foto: 123rf.de
Olympia VR Augmented Reality

Skisprung in die Zukunft

Die heute beginnenden Olympischen Spiele geben Einblick, wie wir Sportereignisse fortan als Zuschauer erleben werden: in 3D, 360 Grad, gefühlt direkt auf der Bobbahn statt auf dem Sofa. LEAD zeigt, was Olympia 2018 für Sportfans bietet.

Anzeige
Anzeige
Anzeige

Die ersten Medaillengewinner der Olympischen Winterspiele 2018 in Pyeongchang werden erst am Samstag gekürt. Doch einmal Gold ist jetzt schon vergeben:So modern, so virtuell und so digital wie jetzt in Südkorea war Olympia noch nie.Eurosport, erstmals als zentraler Fernsehsender für die Übertragungen verantwortlich, kündigt an: „Unser Ziel ist es, den Fans in Europa die ersten voll digitalen Olympischen Winterspiele zu präsentieren.“ Und Sotiris Salamouris, Technikchef von OBS (Olympic Broadcasting Services), dem Fernsehproduzenten der Spiele, verspricht: „Winterspiele liefern jede Menge Action, die gerade junge Zuschauer begeistert. Und deswegen bieten wir etwas ganz Besonderes.“ Jede Sekunde Olympia im Livestream per App, 360-Grad-Übertragungen mit VR-Brillen, virtuelle Studios, Snapchat, Augmented Reality und 8K-Fernsehbilder – das neue Wintersport-Motto lautet: drunt im Digi-Tal!

Fünfeinhalb Monate Olympia

Auch ARD und ZDF übertragen 16 Stunden pro Tag (meist von 1 Uhr nachts bis 17 Uhr) aus Pyeongchang. Doch wichtigster Sender ist ab sofort Eurosport, das neue „Home of the Olympics“, das für die TV-Rechte an den vier Spielen bis 2024 insgesamt 1,3 Milliarden Dollar (rund 1,1 Milliarden Euro) ans IOC bezahlt. Per App zeigt Eurosport mit bis zu 18 Streamingkanälen erstmals in Deutschland jede einzelne Sekunde, jeden Wettbewerb aus Südkorea. Insgesamt laufen im „Eurosport Player“ bis zur Schlussfeier am 25. Februar über 4.000 Stunden Olympia. Wer (rein theoretisch) dieses komplette Angebot sehen will, bräuchte dafür fünfeinhalb Monate Zeit – ohne auch nur eine Minute zu schlafen. Das Jahresabo für den Eurosport Player kostet 49,99 Euro. Wer nur Olympia sehen will, kann ein Monatsabo für 6,99 Euro abschließen, und nach den Spielen wieder kündigen. Der Player läuft als App unter iOS und Android sowie im Browser auf PC und Mac. Mit Google Chromecast (ab 39 Euro) oder Apple TV (ab 199 Euro) lassen sich die Bilder auf den Fernseher streamen. Und Geschäftsführerin Susanne Aigner-Drews verspricht, dass es keine Abstürze und keinen Pixelsalat mehr gibt, wie zu Beginn der Fußballsaison letzten August: „Wir haben sehr viel gelernt aus der Bundesliga.“

Anzeige

Das Virtual-Reality-Studio

In einem speziellen Studio für Digitalinhalte mit eigenen Digitalreportern produziert Eurosport in Pyeongchang nur Beiträge für seine Website, für Social Media und Apps. Aus dem Bokwang Snowpark, in dem Trendsportarten wie Snowboard und Freestyle-Skiing stattfinden, kommen Virtual-Reality-Übertragungen. In der Internet-Reihe „Sports Explainer“ stellt Eurosport die einzelnen Disziplinen mit Hilfe von Computergrafik und Augmented Reality aus einem ganz neuen Blickwinkel vor. Hauptattraktion des Senders in Südkorea ist das TV-Studio „The Cube“ – ein digitaler Würfel, in dem Experten ihre Sportarten in einer komplett virtuellen Umgebung präsentieren. Wie faszinierend das aussieht, zeigt Ex-Skispringer Sven Hannawald in einer ersten Kostprobe, die beinahe wie Science-Fiction wirkt.

  • 3 Hannawald
    Spektakulär - im neuen virtuellen TV-Studio „Eurosport Cube“ erklärt beispielsweise Ex-Skispringer Sven Hannawald seine Sportart (Foto: Eurosport)
  • 4 Eurosport
    Mit solchen Animationen präsentiert Eurosport die einzelnen Sportarten (Foto: Eurosport)

Olympia bei Snapchat

Bei den letzten Olympischen Spielen im Sommer 2016 in Rio de Janeiro war Snapchat noch deutlich weniger bekannt als heute. Doch in Südkorea wird die Lieblings-App vieler Kids zum Olympiasender auf dem Smartphone. So zeigt der US-Kanal NBC erstmals auf Snapchat einen Teil seiner Übertragungen. Und auch Eurosport „snapt“ sich junge User. Der Sender bringt Geschichten und Hintergrundinfos in die App. Rubriken wie „Our Stories“ oder „Discover Channel“ liefern mit Vollbildgrafiken, Textoverlays, Animationen und Soundoptionen ein ganz junges, modernes und cooles Olympia. 

360-Grad-Video beim ZDF

Auch die Öffentlich-Rechtlichen (die sich erst letzten Sommer, quasi in letzter Minute, die Senderechte gesichert haben), sind dabei. Das Zweite zeigt beide Abfahrtsrennen, Männer-Riesenslalom, Team-Wettbewerb der Skispringer sowie das Eishockey-Finale der Männer im 360-Grad-Modus. Bei Snowboard, Skicross und Slopestyle produziert das ZDF eigene 360-Grad-Videos. Mit einer Datenbrille wie der Samsung Gear VR (ab 60 Euro) erleben Wintersport-Fans die Spiele in der ZDF-VR-App und auf vr.zdf.de/olympia fast wie in echt – mittendrin statt nur dabei. Ohne Brille bleiben zumindest noch 360-Grad-Clips, in der die Zuschauer ihre Perspektive frei wählen können.

5 Samsung Gear Vr
Mit VR-Brillen wie der Samsung Gear VR lässt sich Olympia erstmals „fast wie echt“ erleben (Foto: Samsung)

Olympia-WhatsApp bei der ARD

Allzu weit in die virtuelle Zukunft vorgedrungen ist die ARD noch nicht. Aber immerhin: Neben den Inhalten auf Facebook, Instagram und Twitter liefert das Erste Olympia-Infos auch mit einem eigenen WhatsApp-Dienst. Wer nach dem Aufwachen in aller Kürze erfahren will, was sich seit nachts um eins in Pyeongchang getan hat, wird hier gut versorgt. Anmelden können sich Wintersportfans unter sportschau.de/whatsapp. Im Facebook Messenger heißt der Info-Bot der Sportschau „Sportsfreund“. Er verschickt mehrmals am Tag Push-Mitteilungen zu allen Olympia-Neuigkeiten.

Olympia in 8K und HDR

Obwohl es in Deutschland bereits knapp sechs Millionen Fernseher gibt, die das hochauflösende Bildformat 4K anzeigen können, laufen auch diese Winterspiele bei uns nur in Full HD. Weder ARD noch ZDF oder Eurosport bieten 4K. International ist die Technik schon deutlich weiter. In Südkorea produziert die IOC-Fernsehtochter OBS erstmals in größerem Umfang 8K-Bilder, die mit rund 33 Millionen Pixeln nochmals viermal schärfer sind als 4K. Dabei kommt außerdem als Premiere bei einem Sportevent HDR zum Einsatz, das für deutlich höhere Kontraste und dynamischere Bilder sorgt.

6 8 K
In Asien läuft Olympia bereits in 8K-Bildauflösung, bei uns noch nicht einmal in 4K (Foto: IOC)

Zu sehen ist dieses – vermutlich umwerfende – 8K-Olympia aber vorerst nur vor Ort im Fernsehzentrum in Pyeongchang sowie testweise in Japan. Denn 2020 finden in Tokio die nächsten Sommerspiele statt, die dann komplett in 8K übertragen werden, und die in Deutschland hoffentlich zumindest in 4K zu sehen sind. Vom Spektakel, das die Fernsehproduzenten im technikverliebten Südkorea veranstalten, dürften trotzdem einige Highlights als Ausschnitte im deutschen Fernsehen ankommen. Nur ein Beispiel: An der Bobbahn übertragen Kameras übers künftige 5G-Mobilfunknetz Livebilder aus den Schlitten. Eine Kamera an der Front des Bob zeigt den Lauf quasi aus der Perspektive einer Pistolenkugel. Und das dürfte dann auch in unserem guten alten Full HD ziemlich beeindruckend aussehen.

Auch die Sponsoren wie Samsung und Intel setzen alles daran, dass die Olympischen Spiele zum Vorzeigeprojekt für digitale Technologien werden. Lesen Sie mehr dazu hier bei W&V ....

Teilen
Jederzeit top informiert

Die wichtigsten LEAD Nachrichten per Messenger oder Newsletter

Anzeige
Anzeige
Verlagsangebot
Das könnte dich auch interessieren
Anzeige
Anzeige
Aktuelle Stellenangebote
Alle Stellenangebote