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Cherrydeck Cover
Cover von Cherrydeck (Quelle: Cherrydeck)
Fotografie Instagram Start-up

Cherrydeck: Kreativköpfe auf Instagram finden

Wer einen Fotografen für ein spezielles Projekt engagieren möchte, ist von den Weiten des Internets und der Vielzahl an Suchergebnissen schnell überfordert. Genau dieses Problem möchte das Hamburger Start-up Cherrydeck nun lösen. LEAD sprach mit dem Gründer und CEO Philipp Baumgaertel.

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LEAD: Wie ist die Idee zu Ihrem Start-up entstanden?

Philipp Baumgaertel: Cherrydeck ist aus einem persönlichen Bedarf heraus entstanden. Ich bin für diverse Themen früher oft auf der Suche nach neuen Kreativen gewesen und habe mich immer darüber geärgert, dass man Instagram nicht irgendwie schlau durchsuchen kann. Dabei ist es eigentlich ein erstklassiges Portfolio-Tool. Der Frust ging so weit, dass wir einen Prototyp gebaut haben. Dieser hat dann gute Resonanz bekommen, so dass wir das Thema weiter verfolgt haben.

Für wen ist Cherrydeck hauptsächlich gedacht?

Es soll in erster Linie Kreativen helfen und Menschen, die mit Kreativen arbeiten. Da es auf Instagram aufsetzt, spricht es automatisch visuell getriebene Kreative an, also beispielsweise Fotografen, Models, Filmemacher oder Illustratoren. Auch wenn wir noch nicht alle Branchen auf Cherrydeck repräsentieren, soll die Plattform ein internationaler Sammelpunkt für die Szene sein. 85 Prozent unserer Nutzer kommen nicht aus Deutschland.

"Zu Anfang gab es vor allem in Deutschland die klassische Skepsis." Philipp Baumgaertel

Also sind es nur 15 Prozent – warum so wenige Deutsche?

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Ich würde sagen, wir sind in Deutschland sehr stark aufgestellt. Aber: Wir sind von Anfang an auf Englisch unterwegs gewesen. Wir wollen eine globale Idee umsetzen, also muss man sich auch global aufstellen. Unser internationales Team kreiert die Dinge so, dass sie automatisch grenzenlos sind.

Cherrydeck Philipp Baumgaertel
Philipp Baumgaertel / Cherrydeck

Was waren die größten Herausforderungen?

Die Themen Finanzierung und "Stelle ein gutes Team auf" sind immer Herausforderungen. Wenn man das hat, kann man jede Hürde überwinden. Mein Team zu finden, betrachte ich als meine größte Errungenschaft für unser Unternehmen. Die wenigen Leute, die bei uns arbeiten, sind extrem lernwillig, ambitioniert, verstehen die Nutzer und denken international. Nur zwei von acht haben einen deutschen Pass. Ohne sie würde ich hoffnungslos scheitern.

Welche Reaktionen aus der Fotografie-Welt gab es?

Zu Anfang gab es vor allem in Deutschland die klassische Skepsis. "Echte Fotografen findet man nicht auf Instagram" oder "Ihr seid zu klein" hieß es beispielsweise. Es gab aber auch viele Leute, die sich darauf eingelassen haben – gerade international und in unserem Netzwerk. Unternehmen finden unseren Dienst klasse, weil ihnen viel Zeit erspart wird und wir wirklich gute Leute auf unserer Plattform haben.

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Ctab Influencer Contentbild
Hilfe bei der Partnerwahl!

Noch viel zu oft gilt im Influencermarketing: Hauptsache, irgendwen! Aber wie den Richtigen finden? Das LEAD Bookazine 1/2019 zeigt, wie Unternehmen bei der Partnerwahl richtig vorgehen. Es ist eigentlich gar nicht so schwer. Außerdem #alltagohnefilter: Influencer und Marketer über Instagram.

Wie entwickelt sich das Start-up?

Interessanterweise ziemlich nach Plan, wir wachsen kontinuierlich Monat für Monat. Ich war eigentlich immer in Start-ups oder habe gegründet, schon an der Uni. Ich habe bereits eine Insolvenz hinter mir, ich kenne das Start-up-Leben aus den verschiedensten Perspektiven.

Dass Dinge nach Plan funktionieren, ist für mich ein seltsames Gefühl. Bis Mitte 2020 wollen wir eine halbe Million Nutzer haben und unser Business fundamental auf weltweiten Erfolg ausgerichtet haben. Danach wollen wir richtig aufdrehen. Dazu werden wir jetzt eine weitere Finanzierungsrunde aufstellen, von der ein Teil bereits gedeckt ist.

Haben Sie direkte Berührungspunkte mit Instagram?

Ja, wir nutzen die offizielle Instagram API, das ist eine technische Schnittstelle. Wir kennen auch die Leute dort und sind regelmäßig im Austausch. Wir haben Glück, dass das Büro direkt um die Ecke ist. Ich bin außerdem mit zwei Jungs dort befreundet, daher haben wir einen kurzen Draht. Dennoch ist die Zusammenarbeit mit Instagram eine Herausforderung, weil sich oft Dinge ändern. Aber das geht uns ja allen so.

Im Dezember 2017 sagten Sie, Cherrydeck sei "komplett kostenlos für beide Seiten“. Wie finanzieren Sie sich mittlerweile?

Es gibt bereits eine bezahlte Mitgliedschaft für Kreative, in diesem Jahr werden wir außerdem auch die bezahlte Mitgliedschaft für Unternehmen starten.

Gibt es eine Mindestanforderung an die Fotografen, damit sie bei Ihnen auftauchen?

Ja: 99 Follower und 9 Bilder auf Instagram, damit wir Fake-Accounts ausschließen können. Ansonsten muss jeder Nutzer durch einen Screening-Prozess. Die Stile der ausgewählten Fotografen sind verschieden, da auch jedes Unternehmen andere Zielgruppen hat. Um die Qualität sicherzustellen, gibt es bei uns außerdem einen Ausschreibungsprozess, den man anfragen kann. Dort schauen wir uns die Leute ganz genau an, basierend auf Kriterien aus den Kundenbriefings.

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