Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Getty Images Gremlin 496518994 1600X900
Wie die Zukunft aussieht, darüber denken viele nach - mehr oder weniger theoretisch (Foto: GettyImages/gremlin)
Digitalisierung Zukunft Transformation

Die Zukunft war noch nie so nah

"Wo wir hinfahren, brauchen wir keine Straßen!" Das berühmte Filmzitat aus „Zurück in die Zukunft“ aus dem Jahr 1985 erinnert viele von uns an die eigene Kindheit. Einige Errungenschaften der Science-Fiction haben längst Einzug in unseren Alltag gehalten. Wieso SciFi, Kinderbücher und Google die Realität verändern.

Anzeige
Anzeige
Anzeige

Schon immer waren Menschen fasziniert von der Zukunft. Sie widmen sich dem Ungewissen, dem, das noch kommen mag. Resultat dieser Faszination sind nicht nur Geschichten und Theorien, sondern auch konkrete Innovationen, die der Menschheit das Leben erleichtern. Die Faszination von Zukunft ist der Treiber von Innovation.

Oft haben Visionäre solche Innovationen schon erdacht oder vorhergesagt, bevor diese technisch überhaupt umsetzbar waren. Zu den spannendsten Vertretern gehören Geisteswissenschaftler, Unternehmer, Digitalexperten und Forscher.

Bücher: Das Wissen über die Zukunft kommt aus der Vergangenheit

Wusstest du das? Es gibt eine kommerzielle Verwertung von Buchideen für die Industrie. Die Phantastische Bibliothek Wetzlar hat das Projekt „Future Life“ entwickelt, das Ideen aus der Science-Fiction-Literatur exzerpiert, systematisiert und bewertet. Die Ergebnisse sind für Umwelt, Klima, Arbeitswelt, Wohnen, Mobilität, Kommunikation, Gesundheit, Ernährung, Evolution und für zahlreiche Industrien interessant. Thomas LeBlanc, der Bibliotheksvorstand der Phantastischen Bibliothek Wetzlar sagt: „Science-Fiction ist eine ganz besondere Literatur. Gute Science-Fiction erzählt von innovativen Ideen und interessanten Zukunftsvisionen.“

Anzeige

Auch für mich entsprang ein Großteil meiner Motivation und Begeisterung für die digitale Welt frühzeitig aus Büchern. Es ist überaus spannend, wenn reale Entwicklungen auf Fiktion zurückzuführen sind.

Von Thomas LeBlanc wäre es daher interessant zu erfahren, welche Entwicklungen am Markt auf den Entdeckungen seines Instituts fußen und was seiner Meinung nach die nächsten bahnbrechenden Entwicklungen sein werden, die ihren Ursprung in der Literatur haben und die wir noch zu Lebzeiten erwarten können.

Auch Elon Musk sagt von sich: "I was raised by books". Wenn er sich mit einem neuen Thema befasst, so macht er dies stets, indem er viel dazu liest. Auch Fiktion wie Der Herr der Fliegen von William Golding oder die Foundation-Trilogie von Isaac Asimov gehören zu den Büchern, die ihn nachhaltig und am stärksten beeinflusst haben.

Der Unternehmer Musk gilt als genial, egozentrisch und skrupellos. Seine Biographie liest sich, als ob er mit Kalkül und ohne Rücksicht auf Verluste ein Unternehmen nach dem anderen gründet, um schnellstmöglich seiner Vision "becoming a multiplanetary species" näher zu kommen. Sie scheint wie eine Vision, die direkt aus einem Science-Fiction-Roman kommen könnte. Gleichzeitig steht er Technik auch skeptisch gegenüber und warnt vor den Auswirkungen des Klimawandels und künstlicher Intelligenz.

Trotz aller Skandale, Vorbehalte und Widersprüchlichkeiten: Sein Blick geht weiter als der von gewöhnlichen Menschen. Daher bleibt es spannend zu erfahren, wer seine Vorbilder sind, was oder wer ihn inspiriert. Sollte Musk in 30 Jahren zurückblicken und alles erreicht haben, wovon er heute träumt – wie wird unsere Welt dann wohl aussehen?

Call To Action 1200X1200 Lead September
Fokussier dich!

Die neue LEAD-Ausgabe entführt dich in die Welt der Fotografie. Welche Rolle sie und ihre digitale Weiterverwertung heute spielen und was es für Möglichkeiten gibt, erfährst du in 3 spannenden Geschichten im Heft. Aber auch Themen wie E-Sports, künstliche Intelligenz und Marketingtechnologien sind Teil der aktuellen Ausgabe. LEAD 03/18 erhältst du am Kiosk, als E-Paper oder im Abo.


Methoden: Die Zukunft aus dem Baukasten

Eine weitere Möglichkeit, Innovationen und Geschäftsmodelle zu erschaffen, die unsere Zukunft formen, ist die Rekombination vorhandener Elemente. Dazu gibt es viele verschiedene Ansätze, beispielsweise "The Business Model Navigator" mit den erfolgversprechendsten 55 Modellen, nach denen Geschäftsmodelle designt werden können.

Mit dem "Rapid Innovation Sprint" stellt Ruppert Bodmeier, Digitalexperte, CEO und Gründer von disrooptive.com, ein Methoden-Framework vor, um große Kunden-Herausforderungen schnell zu lösen und völlig neue innovative Ansätze zu kreieren. Das Prinzip seiner Methode funktioniert ähnlich wie ein morphologischer Kasten, den die meisten in Form eines bekannten Kinderbuchs kennen: Tiere werden aus unterschiedlichen Teilen zusammengesetzt, zum Beispiel aus dem Kopf des Gorillas, dem Hals der Giraffe usw. So entstehen kreative Kombinationen aus Tieren. Diese Vorgehensweise wird auf Geschäftsmodelle übertragen, indem verschiedene bereits vorhandene Ansätze neu zusammengesetzt werden.

Bodmeier beschäftigt sich mit Ideation, Service Design, Customer Journeys, Business Modelling und Prototyping. Sein Out-of-the-Box-Ansatz führt zu innovativen Ideen. Daher wäre es doch spannend zu wissen, wie er die Aussage von Futurist Gerd Leonhard bei der diesjährigen FTA-Veranstaltung der EU-Kommission bewertet, dass sich die Menschheit in den nächsten 20 Jahren mehr verändern wird als in den letzten 300 Jahren.

Zukunftsforschung: Auf der Suche nach dem X

Die deutsche Digitalwirtschaft hinkt bei der digitalen Transformation hinterher – so die Unkenrufe. Auch Studien belegen, dass mehr als jedes dritte deutsche Unternehmen Nachholbedarf in Sachen Digitalisierung hat. Laut Bitkom sind für dieses Defizit vor allem fehlende Zeit und zu geringe finanzielle Mittel verantwortlich.

Umso verblüffender ist es, dass der deutsche Wissenschaftler Sebastian Thrun das Zukunfts- und Research- & Development-Labor „X“ des Weltkonzerns Google führt. Das Unternehmen gehört zwar zu den weltweit größten, der Umsatz wird aber maßgeblich immer noch mit nur einer Produktidee erwirtschaftet – Google ist daher auf Innovationen angewiesen. Gründer Larry Page selbst verpflichtete Thrun für das zunächst geheime Google „X“-Lab. Der ehemalige Professor für KI in Stanford und Gründer der Onlineuniversität Udacity ist seither mitverantwortlich für Innovationen wie Google Glasses, die Street-View-Cars und auch für KI-Initiativen des Konzerns. Thrun steht zudem auf Platz 4 der Liste der „100 einflussreichsten Denker der Welt" von Foreign Policy 2012.

Thrun gestaltet nicht nur die Zukunft von Google, sondern von uns allen. Noch kommen Zukunftsentwicklungen maßgeblich von Menschen wie ihm. Spannend wäre es, von Thrun zu wissen, welche Entwicklungen von Google-Konkurrenzfirmen für ihn besonders überraschend waren. Zudem: Ab wann Innovationen von KI erschaffen werden und ob wir Menschen diese in 30 Jahren noch verstehen werden.

Zum Autor: Björn Zaske ist Gründer und Geschäftsführer der Digitalagentur Moccu. Bereits in jungen Jahren beschäftigte er sich mit Technologie und brachte sich sein Know-how autodidaktisch bei. Im Jahr 2000 gründete Zaske die Agentur Moccu. Moccu berät Marken und Unternehmen darin, die Möglichkeiten der Digitalisierung für die eigene Wertschöpfung zu nutzen.

Anzeige
Anzeige
Verlagsangebot
Anzeige
Anzeige
Aktuelle Stellenangebote
Alle Stellenangebote